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12.12.2010 Jon L. Jacobi*

NAS-Geräte für Unternehmen

Wir zeigen Ihnen wie Sie Network-Attached Storage (NAS) sicher und effizient in Ihrem Unternehmen einsetzen können.

In den Anfängen waren NAS-Boxen einfach gestrickte, über Ethernet verbundene Datenserver zur Datenspeicherung und Backup des lokalen Netzwerks. Aufgabe der NAS-Geräte war es, den Hauptserver zu entlasten, indem zumindest die Datenspeicherung von einem anderen System übernommen wurde. NAS-Applikationen können auch heutzutage noch einfach verwaltet werden, obwohl sich das Funktionen-Spektrum deutlich vergrößert hat.

Der größte Pluspunkt, der NAS-Systeme wahrhaftig zur Blüte geführt hat, ist der systemunabhängige Fernzugriff auf Daten. Sogar NAS-Systeme für Privatkunden ermöglichen den Datenzugriff über eine Internetverbindung. Qualitativ hochwertigere NAS-Ausführungen bieten zudem eine grafische Benutzeroberfläche, die den Fernzugriff, die Datenverwaltung und den Datenzugriff zum Kinderspiel für jeden Nutzer macht. Zusätzlich kann ein gutes Netzwerk-Speichersystem Bilder, Musik- und Videodateien an PCs und digitale Medienwiedergabe-Geräte streamen.

Hersteller wie Synology und QNAP bieten sogar weitere Dienste an. Beispielsweise diverse Webseiten-Funktionen oder ein Programm, das eine angeschlossene Webcam in eine Überwachungskamera verwandelt. Der DiskStation Manager 3.0 von Synology wird mit einer kompletten, Linux nachempfundenen, Benutzeroberfläche innerhalb eines Browserfensters ausgeliefert. Die stupiden, schwarzen Speicherboxen gehören also ebenso der Vergangenheit an, wie eine „nur für die Projektabteilung"-Aufschrift.

Wir haben für Sie einige Szenarien aufgestellt, wie Sie in Ihrem Unternehmen NAS-Systeme noch effektiver nutzen können. Darunter sind Hinweise für Unternehmen verschiedener Größe.

TIPPS FÜR EIN-PERSONEN-BÜROS/HOME OFFICE Wenn die meisten Leute an ein kleines oder ein Heimbüro denken (Small Office/Home Office (SOHO)), dann entsteht in den Köpfen häufig das Bild eines Raumes mit ein paar PCs, einem oder zwei Multifunktions-Druckern und vielleicht einem Wireless-Zugangspunkt. Zwar kann in in solch einem Raum durchaus die anfallende Arbeit erledigt werden, aber diese Aufteilung ist weit vom Optimum entfernt. Gerade beim Daten-Austausch und -Zugriff sind in diesen kleinen Büros große Defizite vorhanden. Daten sind auf verschiedenen Systemen verstreut und von außen kann nur über einen VPN oder eine komplizierte Fernzugriffsverbindung auf Daten zugriffen werden. Backups werden nur selten getätigt und sind dann eine zeitaufwändige Qual.

Eine NAS-Box legt hingegen alle wichtigen Daten in einem einzigen Verzeichnis ab. So können Sie einfach auf diese Daten zugreifen und eine Sicherheitskopie erstellen. Ganz nebenbei sparen Sie Stromkosten, da zum Fernzugriff kein PC mehr ständig laufen muss. Stellen Sie sich vor, dass Sie zu einer wichtigen Besprechung Ihre Präsentation vergessen haben. Mit NAS ist das kein Problem. Loggen Sie sich online auf Ihren Speicherserver ein und ziehen Sie die Präsentation auf ein mobiles Gerät oder direkt auf den Präsentations-Rechner.

Falls Ihnen der flexible Datenzugriff wichtiger ist als Speicherkapazität, dann können Sie sich überlegen ein Hybrid-System, wie PogoPlug Biz zu verwenden. Das Programm nutzt einen lokalen USB-Speicher und erstellt dazu einen Online-Zugang. Die Speichereinheit spiegelt die Daten dann auf Wunsch problemlos zu einem anderen PogoPlug Biz irgendwo auf der Welt. Dadurch können Sie die Daten blitzschnell auf ein anderes Speichermedium übertragen. Nur wegen dieser Funktion empfehlen wir PogoPlug Biz für den Unternehmensgebrauch, da andere wichtige Funktionen, wie eine automatische Duplikat- und Redundanz-Datensuche fehlen.

DIE LÖSUNGEN FÜR DAS VERTEILTE PROJEKTTEAM Wenn Sie zu einem Projekt-Team aus räumlich verteilten Mitarbeitern gehören, dann werden Sie die Vorteile der NAS-Systeme zu schätzen wissen. Für solche Fälle sind Geräte wie die Synology DS209+ genau die richtige Wahl. Wie bei jedem anderen Netzwerk-Speicher, wird auch bei NAS-Systemen nur Nutzern mit entsprechender Erlaubnis der Zugriff gewährt. Sie können private und freigegebene Verzeichnisse erstellen. Bei den meisten NAS-Systemen können Sie auch jedem Nutzer ein gewisses Speicherkontingent zuweisen.

Wählen wir als Beispiel drei Programmierer, die an einem Projekt arbeiten. Zwei davon arbeiten parallel noch an einem anderen Teilprojekt. Außerdem soll jeder der Programmierer noch an einem Einzelprojekt beschäftigt sein. Jeder Mitarbeiter befindet sich in einem anderen Land und sie möchten jeweils die Arbeit des anderen ansehen und die Fortschritte jede Nacht miteinander vergleichen können.

Um diese besondere Arbeits-Konstellation verwirklichen zu können, müssen Sie einfach für jeden Programmierer ein Verzeichnis erstellen und jedem Programmierer die Erlaubnis geben auf die anderen Verzeichnisse zuzugreifen. Die jeweiligen Mitarbeiter können sich dann über FTP, HTTP, SFTP, HTTPS oder WebDAV, je nachdem was Sie für angebracht halten, einloggen und die täglichen Fortschritte im entsprechenden Verzeichnis ablegen.

Sie denken nun, dass Sie eine statische IP oder Domain brauchen? Kein Problem. Registrieren Sie sich einfach bei einem Dienst, wie DynDNS.org, erzeugen Sie für sich eine Proxy-Domain und stellen Sie Ihre NAS-Box darauf ein. Die meisten NAS-Systeme kontaktieren in regelmäßigen Abständen den DNS-Dienst, um das Benutzerkonto aktiviert zu belassen. Sie brauchen sich also um Nichts zu kümmern.

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