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17.06.2009 Alex Wolschann

Weniger Geld für Speicher

Im ersten Quartal haben Anwender 18,2 Prozent weniger für Speichersysteme ausgegeben. Die Einnahmen schrumpften von 6,9 auf 5,6 Milliarden Dollar.

Galt das Speichergeschäft angesichts des wachsenden Bedarfs in den vergangenen Monaten noch als weitgehend krisenfest, sorgten die jüngsten Marktzahlen für Ernüchterung in der Branche. Die Unternehmen benötigen nach wie vor mehr Speicher für die weiter anwachsenden Datenberge. Das Plus von 14,8 Prozent in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete aus IDC-Sicht jedoch die geringste Wachstumsrate seit 2002. Insgesamt wurden von Januar bis März 2009 rund 2.146 PB (Petabyte) an Storage ausgeliefert, das entspricht über zwei Milliarden GB.

Die Unternehmen benötigen mehr Speicher, sind aber nicht bereit, viel Geld dafür auszugeben, lautet die Bilanz von IDC. In der Folge brachen die Storage-Einnahmen deutlich ein: Im ersten Quartal belief sich der weltweite Speicherumsatz auf 5,6 Milliarden Dollar, nach fast 6,9 Milliarden Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das bedeutet im Jahresvergleich ein Minus von 18,2 Prozent.

Die Analysten von IDC gehen davon aus, dass die Flaute noch einige Quartale anhalten wird. Erst gegen Ende dieses Jahres beziehungsweise Anfang 2010 sei mit einer Besserung zu rechnen. Allerdings gibt es auch Lichtblicke: Die Einnahmen im Geschäft mit Einstiegssystemen unter 15.000 Dollar verbesserten sich im ersten Quartal um 9,9 Prozent. Viele Konzerne würden laut IDC günstige Storage-Geräte kaufen, um kurzfristig den anfallenden Speicherbedarf zu decken. Haben die Unternehmen früher für teures Geld ihre Highend-Systeme ausgebaut, achten sie heute mehr auf den Preis und greifen verstärkt zu günstigem Storage. Auch im Preissegment von 300.000 bis 500.000 Dollar registrierten die IDC-Analysten Wachstum – die Umsätze legten sogar um 14,5 Prozent zu.

Aus technischer Sicht konnten sich in den ersten drei Monaten des Jahres vor allem die Anbieter von iSCSI-SAN freuen. Die Einnahmen mit entsprechenden Speichergeräten legten um 40,5 Prozent zu. Die Technik biete aus der Perspektive vieler Unternehmen fast die gleiche Leistung wie herkömmliche Fiber-Channel-Technik, so IDC. Marktführer in diesem Segment ist Dell mit einem Anteil von 36 Prozent, gefolgt von EMC mit etwas unter 16 Prozent.

Ansonsten hat sich im Ranking wenig verändert. Alle Anbieter mussten teils starke Umsatzrückgänge hinnehmen. Im Gesamtmarkt hat HP mit 17,4 Prozent Marktanteil die Nase vorn. Auf den Plätzen zwei und drei folgen EMC mit 15,5 Prozent und IBM mit 14,4 Prozent. Mit Einbrüchen von über 20 Prozent traf es im gesamten Storage-Geschäft HP und IBM besonders hart. [aw/idg]

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