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15.07.2009 Thomas Mach

Storage entwickelt sich zum Mittelpunkt der IT-Infrastruktur

Mit einem Supercomputer auf Blade-Basis und zahlreichen Entwicklungen im Speicher-Bereich entflieht das IT-Urgestein der Versenkung.

Bull gilt als eines der Urgesteine der IT-Branche. Doch in den letzten Jahren war der Computing-Pionier fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden, heimischem IT-Nachwuchs war Bull höchstens noch von – mitunter lähmend langsamen – Bankomaten bekannt. Doch gänzlich in der Versenkung verschwunden ist Bull nie, der Konzern startet heuer besonders ambitioniert durch. Sei es mit dem jüngsten Supercomputer des Konzerns, dem Bullx (siehe Kasten), mit dem der erste Schritt der ehrgeizigen Strategie des Unternehmens – einer der drei weltweit führenden Anbieter in Extreme Computing und die Nummer eins in Europa zu werden – gegangen wurde. Oder im Bereich des Storage-Geschäfts. Hier visiere der IT-Konzern, betont Benoit Hallez, Storageway Business Unit Director bei Bull, ebenfalls eine Marktführerschaft in Europa an.

Laut Hallez erfährt das Storage Business gerade einen »tiefgreifenden Paradigmenwechsel«. »Früher herrschte ein funktionaler Zugang. Die IT-Infrastruktur war fast ausschließlich applikationsorientiert. Heute ist die IT-Infrastruktur und damit auch das Thema Storage viel näher am Kerngeschäft des jeweiligen Anwenderunternehmens.« Der Fokus liege auf Service Level Agreements, die sich stark an den jeweiligen Geschäftsprozessen orientieren würden.

STORAGE PASST SICH ANFORDERUNGEN AN »Die Storagewelt heute ist extrem dynamisch und kreativ, und wir sehen viele Innovationen wie Deduplication, Replication oder Storage Ressource Management. Storage entwickelt sich auch immer mehr zum Mittelpunkt im Bereich IT-Infrastruktur.« Die Anwender wiederum stünden ungebremstem Datenwachstum gegenüber, dem sie aber mit immer stärkeren Budgetrestriktionen begegnen müssen.

»Die größte Herausforderung für den Anwender liegt nun darin zu definieren, welche Art von Technologie er für seine individuellen Geschäftsprozesse benötigt. Die Technologie folgt den Geschäftsanforderungen – auch im Storage-Umfeld hat sich diese Entwicklung nun niedergeschlagen.« Gesucht werde eine individuell passende Speicherlösung für die entsprechenden BusinessApplikationen. »Die IT-Infrastruktur hat mithilfe von SLA dem Geschäft zu dienen und die Technologien haben das unter effizientem Mitteleinsatz zu ermöglichen.« Die Frage sei, wie die sich stetig vermehrenden Daten möglichst effizient zu managen seien. »Storage- und damit Datenmanagement sind die bestimmenden Themen, die Bull unter dem Schlagwort Data Governance subsumiert.«

Als weitere Trends im Bereich Storage sieht Hallez Green IT, Archivierung und Storage as a Service. »Green IT, beziehungsweise die damit verbundenen Kosteneinsparungspotenziale sind mittlerweile fest in den Köpfen der Anwender verankert. International gibt es aktuell keine größere Ausschreibung, bei der diesem Thema nicht ein wesentlicher Platz eingeräumt wird. Und das betrifft nunmehr auch Projekte in Österreich. Die EU bereitet entsprechende Verordnungen vor, mit denen ökologische Ziele eindeutig vorgegeben werden und Bull rechnet mit der verpflichtenden Einhaltung bereits ab 2012.«

Der Bereich Archivierung würde wiederum vor allem von rechtlichen Anforderungen getrieben. »Auch hier werden es vor allem Regulative von politischen Stellen sein, die die Vorgaben bestimmen werden.« Der Bull-Manager rechnet aber bereits ab Ende 2010 mit den ersten Verordnungen. Die größte Herausforderung sieht er in unstrukturierten Daten, »wie zum Beispiel beim Thema E-Mail-Archivierung«. Hier sei vor allem die Definition einer einheitlichen Policy gefragt. »Daneben werden aber vor allem einzelne Branchen wie der Health-Care-Sektor Vorreiter sein, die Daten über längere Zeiträume archivieren müssen.«

Erfolge des Storage-as-a-Service-Segments sieht Hallez vor allem im mittelständischen Bereich angesiedelt. »Storage as a Service wird eher im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen ein Thema werden, da größere Unternehmen weiterhin ihre Daten nicht außer Haus geben werden.« Bull plane in diesem Zusammenhang eine Lösung für Backup und Restore für Laptops per Nutzer zu einem monatlichen Fixbetrag auf den Markt zu bringen. »Die Lösung wird von Bull von außen betrieben, während die Daten im Kundenunternehmen bleiben«, unterstreicht der Bull Storage-Chef abschließend.

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