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05.08.2009 Ewald Glöckl*

Effiziente Infrastrukturen und optimaler Energieverbrauch

Mithilfe der richtigen Strategie kann ein IT-Manager die Kapazitäten erweitern und dabei gleichzeitig nachhaltig den Energieverbrauch senken.

In Zeiten mit rauerem wirtschaftlichen Gegenwind müssen CIOs vor allem mit reduzierten Budgets und begrenzten Ressourcen kämpfen. Deswegen sollte jedes Unternehmen herausfinden, wie die Leistungsfähigkeit des eigenen Rechenzentrums optimiert und der dafür nötige Stromverbrauch reduziert werden kann. Mithilfe der richtigen Strategie kann ein IT-Manager die Kapazitäten erweitern und dabei gleichzeitig nachhaltig den Energieverbrauch senken. Dieser Artikel erläutert, warum CIOs sich eingehend mit dem Thema Ressourcenverbrauch beschäftigen sollten und zeigt Wege sowie Praxisbeispiele zu einem effizienten Rechenzentrum auf.

Nach Berechnungen des Berliner Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit lag der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren beispielsweise in Deutschland 2008 bei 10,1 Terawattstunden (10,1 Milliarden Kilowattstunden). Die damit verbundenen Kosten beliefen sich auf rund 1,1 Mrd. Euro. Der Stromverbrauch entspricht einem Anteil am deutschen Gesamtverbrauch von rund 1,8 Prozent. Das heißt: Vier mittelgroße Kohlekraftwerke dienen ausschließlich der Versorgung von Servern und Rechenzentren mit Strom. Dem Institut zufolge kann sich dieser Verbrauch bis zum Jahr 2013 um etwa 47 Prozent auf bis zu 14,85 TWh erhöhen.

Das Management und die Zuständigkeiten für die IT einerseits und die Gebäudetechnik andererseits sind in den wenigsten Unternehmen miteinander verknüpft und werden daher nicht ganzheitlich betrachtet. Nur ein Beispiel: Steigen die Datenmengen, wird das "Problem" mit der Beschaffung weiterer Speicherkapazitäten gelöst. Die Auswirkung auf die Energiebilanz wird in den wenigsten Fällen berücksichtigt, da für eine Deckelung oder Optimierung des "Kilowatt-Budgets" mangels Abstimmung niemand zuständig ist. Das Ergebnis ist steigender Strombedarf im Rechenzentrum. Auch in Österreich ist dieses Problem ein Thema. So ergab etwa eine vom Karmasin-Institut durchgeführte Studie, dass sich gerade einmal 13 von hundert größeren Firmen in Österreich mit dem Stromverbrauch ihrer IT befassen.

Die Beschaffung weiterer Kapazitäten löst jedoch nicht das Kernproblem. Das simple Hinzufügen weiterer Speicherplatten potenziert die Nachteile ohnehin schon schlecht ausgenutzter Datenspeicher und lässt gleichzeitig den Strombedarf wachsen. IT-Entscheider sind deswegen gefordert, den richtigen Weg zu finden – ohne Unsummen für den Bau weiterer Rechenzentren auszugeben und ohne höhere Stromkosten zu bezahlen.

EINE FRAGE DER TECHNOLOGIE... Ob nun ein kostengünstiger, risikoarmer Ansatz wie Storage- und Server-Konsolidierung oder ein umfassenderer Schritt wie die Restrukturierung des Rechenzentrums gewählt wird – für die erfolgreiche Reduzierung des Strombedarfs ausschlaggebend sind neue Technologien und eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit im Unternehmen.

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