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13.08.2014 pte

Deutschland: Firmen selbst schuld am IT-Fachkräftemangel

Fast zwei Drittel der IT-Abteilungen in Deutschland haben zumindest zeitweise zu wenig Personal. Der Großteil der betroffenen Firmen und öffentlichen Einrichtungen hat diesen Mangel aber selbst herbeigeführt, indem Stellen nicht genehmigt oder gestrichen wurden.

© Yuri Arcurs - Fotolia.com

Zu diesem Resultat kommt eine aktuelle Studie von Techconsult im Auftrag des internationalen Technologieriesen Hewlett-Packard. Demnach wollen die betroffenen Unternehmen ihre IT-Aufgaben künftig lieber an externe Dienstleister vergeben, als die fehlenden Stellen zu besetzen. Mit Abstand am häufigsten gilt das für den öffentlichen Dienst (88 Prozent) und für den Handel (78 Prozent).

"Nur ein Drittel der befragten IT-Manager und -Mitarbeiter gibt an, dass ihre Abteilung immer ausreichend besetzt ist. Acht Prozent sind sogar permanent unterbesetzt", heißt es in dem Ergebnisbericht der Techconsult-Studie. Dieser Mitarbeitermangel habe direkte Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. "Ein Viertel der Befragten kann zwar das Tagesgeschäft bewältigen, aber es fehlt an Fachleuten für anspruchsvolle Aufgaben", kritisieren die Studienautoren. Je kleiner ein Unternehmen sei, desto eher habe es IT-Stellen zu besetzen. "38 Prozent der Firmen mit unter 5.000 Mitarbeitern suchen IT-Spezialisten, aber nur 14 Prozent der Firmen mit über 5.000 Mitarbeitern", so der Bericht.

Den Erhebungsresultaten zufolge herrscht der größte Mangel im Bereich der IT-Administration deutscher Unternehmen. Knapp 67 Prozent der betroffenen Firmen gaben an, dass hier Fachpersonal fehlt. Mangelware sind offensichtlich auch Projektmanager. Diese Mitarbeitergruppe ist laut eigenen Angaben in 49 Prozent der Betriebe stark unterrepräsentiert. Auch bei Softwareentwicklern liegt der Vergleichswert mit 40 Prozent noch relativ hoch.

Hinzu kommt: Gut 85 Prozent der befragten IT-Manager und -Mitarbeiter gehen davon aus, dass die derzeitige IT-Fachkräftesituation kein vorübergehendes Phänomen ist. 63 Prozent sind der Überzeugung, dass die Situation so bleiben wird. Rund 22 Prozent gehen sogar davon aus, dass sich die Lage in Zukunft noch weiter verschlechtern wird.

Deutschland steht in puncto IT-Fachkräftemangel nicht alleine da: Auch in Österreich besteht seit geraumer Zeit dasselbe Problem. Eine Studie des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Alpen-Adria Universität Klagenfurt prognostizierte etwa 2011, dass 44,7 Prozent der heimischen Unternehmen innerhalb der folgenden zwei Jahre einen konkreten Personalbedarf im IT-Bereich aufweisen werden. Insgesamt gesehen besteht demnach ein Bedarf von 3.270 Fachkräften im Software- und IT-Bereich. (pte)

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