"Jedes MSP-Projekt wird komplett neu an den Kunden angepasst" "Jedes MSP-Projekt wird komplett neu an den Kunden angepasst" - Computerwelt

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18.09.2014 :: Printausgabe 19/2014 :: Alex Wolschann*

"Jedes MSP-Projekt wird komplett neu an den Kunden angepasst"

Der Personaldienstleister Hays bietet mit MSP Managed

Services rund um das komplette Thema Recruiting an. Geschäftsführer Mark Frost im COMPUTERWELT-Interview.

Hays-Geschäftsführer Mark Frost

Hays-Geschäftsführer Mark Frost

© Hays

Ein Managed Services Provider (MSP) ist ein Dienstleister, der die Verantwortung für die Bereitstellung einer definierten Reihe von Dienstleistungen für seine Kunden übernimmt und verwaltet. Im Falle von Hays geht es in erster Linie um die Freelancer. Geschäftsführer Mark Frost hat im COMPUTERWELT-Interview das Modell vorgestellt.

Wie lange gibt es MSP schon bei Hays?
Mark Frost:
MSP gibt es bei Hays schon seit 2003. Wir haben das Thema aufgenommen, weil viele unserer Kunden sich zu diesem Zeitpunkt Gedanken gemacht haben, wie sie den gesamten Prozess der Rekrutierung effizienter gestalten können. Da war MSP im deutschsprachigen Raum noch unbekannt, in den USA oder Großbritannien gab es MSP allerdings schon.  

Für welche Firmen macht MSP Sinn?
MSP macht für alle Unternehmen Sinn, die viele freie Mitarbeiter beschäftigen oder nicht die ganze Zeit mit Rekrutierung beschäftigt sind, sondern nur zu gewissen Zeiten. Eine gewisse Unternehmensgröße ist natürlich auch nicht unwichtig, obwohl wir auch schon kleinere MSP-Projekte mit 50-60 Freelancern abgeschlossen haben. Es gibt aber auch Projekte mit über 1.000 Leuten, nach oben hin gibt es keine Grenzen.

Warum Hays?
Weil wir die finanzielle Stärke haben, um solche Projekte überhaupt zu heben, und eine One-Stop-Shop-Lösung anbieten. Wir haben über 11.000 Business-Partner, die ihre Verrechnung mit uns abwickeln, ob da 1.000 dazu kommen, macht keinen Unterschied für uns. Ich finde es immer faszinierend – und das ist mir in Österreich mehrfach aufgefallen –, dass relativ kleine Unternehmen ohne jegliche MSP-Erfahrung gebeten werden, MSP-ähnliche Dienstleistungen anzubieten. Gerade in diesem Umfeld, in dem zuerst die Dienstleistung erbracht wird und später bezahlt wird, ist das nicht unproblematisch. Wir haben einen Jahresumsatz von 4,3 Milliarden Euro, wir schaffen das auch.

Sind MSP-Projekte immer individuell oder gibt es Elemente, die gleich bleiben?
Jedes MSP-Projekt ist individuell. Jedes Unternehmen hat eigene Prozesse. MSP hat aber ein sehr klares vordefiniertes, modulares System zugrunde liegen. Dazu gehören etwa unser Vendor Management Tool, das es dem Kunden ermöglicht, den gesamten Prozess des Staffing abbilden, angefangen mit der Online-Anfrage. Diese Anfrage geht dann an verschiedene Lieferanten, die Termine und der Vertragsbestellworkflow werden ebenfalls über das Tool abgewickelt. Das geht bis zu Verlängerungsprozessen. Bei einem Kunden darf die Fachabteilung alles entscheiden und der nächste sagt: Nein, der Einkauf muss das freigeben. Wenn wir MSP-Programme implementieren, stellen wir auch manchmal fest, dass manche Kunden gar nicht wissen, wie viele Freelancer sie haben, andere wollen das wieder herausfinden, die Anforderungen sind sehr unterschiedlich.

Wie lange dauert die Umsetzung?
Auch das kommt stark auf das zu bündelnde Lieferantenvolumen und die vereinbarten Services an. Es gibt Projekte, die wir in drei bis vier Monaten zum Laufen gebracht haben, wir haben aber auch Projekte, die deutlich länger laufen, etwa weil der Kunde nicht alle Services zu einem Zeitpunkt ausrollen möchte. Die Kunden haben große Angst, dass sie Lieferanten verlieren, wenn sie von uns übernommen werden, aber wir haben  eine fast 100-Prozent-Quote, was die Übernahme von Freelancern betrifft, obwohl die Verträge ganz neu ausverhandelt werden. Der Freelancer hat aber auch viele Vorteile. Beispielsweise bekommt er sein Geld überpünktlich, die Kunden haben oft komplizierte Abrechnungssysteme und die Überweisung dauert länger. Der Begriff Win-Win ist zwar abgedroschen, passt aber hier sehr gut.  

Das Gespräch führte Alex Wolschann.


Mark Frost

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre war Mark Frost zunächst bei der US Army sowie United Parcel Services tätig. Im Jahr 2000 schloss er sein Zweitstudium der Rechtswissenschaften ab. Im Jahr 2000 begann er seine Karriere bei Ascena in Mannheim als Vertriebsbeauftragter. In den Jahren 2000 bis 2007 war Mark Frost in verschiedenen Positionen tätig­. Im März 2007 wurde er als Geschäftsführer von Hays Österreich Personnel Services bestellt.

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