Hays: Weltwirtschaft im Zeichen des Fachkräftemangels Hays: Weltwirtschaft im Zeichen des Fachkräftemangels - Computerwelt

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30.09.2014 pi/Rudolf Felser

Hays: Weltwirtschaft im Zeichen des Fachkräftemangels

Mit der zunehmenden Erholung der Weltwirtschaft und der Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze verschärft sich laut dem Personaldienstleister Hays der Mangel an Fachkräften – vor allem im IT- und Ingenieurbereich.

Der Mangel an Fachkräften verschärft sich laut Hays.

Der Mangel an Fachkräften verschärft sich laut Hays.

© Yuri Arcurs - Fotolia.com

Gerade in Industrieländern wie den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien zeigt sich der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr angespannter, während er sich in Entwicklungsländern wie Brasilien, Mexiko und Indien entspannt hat. Zu diesen Ergebnissen kommt der "Hays Global Skills Index 2014", der vom weltweit tätigen Personaldienstleister Hays in Zusammenarbeit mit Oxford Economics erstellt wurde. Der Bericht basiert auf einer Analyse der Arbeitsmärkte in 31 wichtigen Volkswirtschaften und versucht so die Dynamik des globalen Arbeitsmarktes zu beleuchten.

Der Bericht kommt zu dem Fazit, dass sich die Lage auf vielen nationalen Arbeitsmärkten in der nächsten Zeit weiter verschlechtern wird. So sinkt die Erwerbsbeteiligung in wichtigen Volkswirtschaften, viele Menschen auf dem Arbeitsmarkt profitieren nicht vom Wachstum der Weltwirtschaft. Bei den auf den Märkten nachgefragten Spezialisten ist dagegen ein steigender Druck auf die Löhne zu verzeichnen. Zudem sind die Arbeitsmärkte in den meisten Ländern nicht flexibler geworden.

Österreich schneidet im Index-Vergleich zum Vorjahr ähnlich ab, liegt mit einer Gesamtpunktezahl von 5.0 genau im Mittel. Das Land erlebte zuletzt ein geringes BIP-Wachstum (0,4 Prozent). Hays erwartet aber, dass sich dies im laufenden Jahr auf 1,5 Prozent  erhöhen wird. Zudem haben moderate Lohnerhöhungen zu einem Anstieg der Arbeitsproduktivität beigetragen.

Mark Frost, Geschäftsführer von Hays Österreich zu den Ergebnissen: "Österreich Arbeitslosenquote bleibt stabil. Und obwohl es eine der niedrigsten in der Eurozone hat, sind 4,9 Prozent hierzulande immer noch der höchste Wert seit der Nachkriegszeit. Die österreichische Regierung hat zwar versucht, die Migration von höher Qualifizierten attraktiver zu gestalten. Etwa durch die Idee einer ‘Austrian Green Card‘, die aber bis dato kein großer Erfolg wurde. Und auch sonst sind keine Effekte in diese Richtung zu spüren. Darüber hinaus versucht die Regierung die Entwicklung von Bildungsreformen voranzutreiben, um in internationalen Ratings besser abzuschneiden und auch mehr heimische Experten für den lokalen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das sind aber eher langfristige Ziele, von kurzfristigen Änderungen in diesem Bereich kann man bisher nicht sprechen. Was unsere Erhebung auch zeigt: Die Expertennachfrage ist etwas gestiegen. Einfacher wird die Suche für Firmen aber nicht. Es reicht längst nicht mehr, bei steigendem Zeit-, und Kostendruck Spezialisten aus den östlichen Nachbarländern zu akquirieren. Denn diese haben durch die Preissteigerungen in ihren Heimatländern bereits ähnlich hohe Gehaltsansprüche wie österreichische Arbeitnehmer. Es ist daher umso wichtiger, bei uns in Österreich geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um Menschen anforderungsgerecht zu qualifizieren. Darüber hinaus sind eine höhere Flexibilisierung der Arbeitswelt und eine durchdachte Zuwanderungspolitik notwendig, damit Unternehmen schneller geeignete Mitarbeiter finden."

Der Hays Global Skills Index ermittelt für jedes Land eine Punktzahl zwischen 0 und 10 zur Messung der Spannungen, denen es auf seinem Fachkräftemarkt ausgesetzt ist. Die Punktzahl berechnet sich auf Basis einer Analyse von sieben Kriterien, die sich auf unterschiedliche Aspekte der Arbeitsmarktdynamik beziehen und Bereiche wie Bildungsstand, Arbeitsmarktflexibilität und den Lohndruck für Fachkräfte umfassen. Eine Punktzahl oberhalb von 5,0 deutet auf einen angespannten Arbeitsmarkt hin.

Der "Hays Global Skill  Index 2014" ist online verfügbar. (pi)

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