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17.10.2017 Wolfgang Franz/pi

Freelancer-Kompass 2017: IT-Stundensatz stieg um fünf Euro

Die Projektplattform freelancermap hat die wichtigsten Trends zum Berufsbild der Freelancer, Selbstständigen und Freiberufler ermittelt. Der Freelancer-Stundensatz stieg auf 87,36 Euro. IT-Expertinnen verdienen weiterhin weniger als ihre männlichen Kollegen.

Sieben Prozent der Befragten erwirtschafteten 2016 einen Brutto-Gewinn von mehr als 125.000 Euro.

Sieben Prozent der Befragten erwirtschafteten 2016 einen Brutto-Gewinn von mehr als 125.000 Euro.

© Fotolia

freelancermap hat erneut eine Marktstudie unter 1.112 IT-Experten durchgeführt. In 46 Fragen ermittelte das Unternehmen wichtige Trends zur finanziellen Situation und Auftragslage der Freelancer, dem Berufsbild, der Demografie sowie einen Ausblick für das kommende Jahr. Eine wesentliche Erkenntnis aus der Studie: Der Stundensatz von Freiberuflern und Selbstständigen in der IT-Branche stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5 Euro auf durchschnittlich 87,36 Euro.
 
Das beschäftigt Freelancer
Die Herausforderung, neue Projekte zu akquirieren, stellt sich als größte Herausforderung für Freelancer dar. Gleichzeitig wird die finanzielle Situation bzw. das schwankende Einkommen für die Mehrheit der Befragten als größter Nachteil identifiziert. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, schreiben Freelancer zirka acht Angebote, bis es zu einem erfolgreichen Auftragsabschluss kommt. Als größten Vorteil sehen Freelancer hingegen die eigene Unabhängigkeit.

Weniger Frauen, weniger Geld

Laut Freelancer-Kompass 2017 ist gerade einmal jeder zehnte Freelancer weiblich. Dabei sind die IT-Expertinnen im Schnitt 46 Jahre alt und damit knapp drei Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen. Auch bei der Entlohnung zeigen sich wesentliche Unterschiede: Während Männer pro Stunde durchschnittlich 87,64 Euro verdienen, erhalten Frauen eine Vergütung von 84,62 Euro. Bei einer Arbeitszeit von 47,15 Stunden pro Woche ergibt das einen Einkommensunterschied von knapp 600 Euro im Monat.
 
Mehrheit langfristig im Unternehmen
Kurzprojekte werden mehr und mehr zur Seltenheit: Mittlerweile ist jeder fünfte Freelancer mindestens ein halbes und maximal ein ganzes Jahr in einem Unternehmen beschäftigt. Die Ausnahme sind Freelancer, die mehr als fünf Jahre denselben Auftraggeber haben – rund drei Prozent der Auftragnehmer betrifft eine derartige Beschäftigungsdauer.
 
Stundensatz und Brutto-Gewinn steigen              
Speziell große Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern setzen laut Freelancer-Kompass 2017 auf die flexiblen IT-Experten. Die größere Finanzkraft spiegelt sich auch im Stundenlohn wider, der nunmehr bei durchschnittlich 87,36 Euro liegt. Damit ist die Vergütung im Vergleich zum Vorjahr um knapp fünf Euro gestiegen. Mehr als die Hälfte aller Freelancer verzeichneten im letzten Jahr über 100.000 Euro Brutto-Umsatz, sieben Prozent der Befragten erwirtschafteten 2016 einen Brutto-Gewinn von mehr als 125.000 Euro.
 
Thomas Maas, CEO von freelancermap und Initiator des Freelancer-Kompass 2017, hält fest: "Die Marktstudie belegt, dass Freelancer, die als Berater, Projektleiter oder Projektmitarbeiter 'angestellt' sind, für Unternehmen immer attraktiver werden. Wertvolles Know-how von außen gestaltet sich für sie zum Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig stellen wir einen kontinuierlichen Jahreszuwachs von Freelancer-Registrierungen von bis zu 15 Prozent fest. Das Interesse an Freelancer-Beschäftigung steigt und dieser Trend wird auch in den kommenden Jahren weiter anhalten."

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