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24.08.2010 Michaela Holy

Ein anderer Weg um dem Fachkräftemangel zu entgehen

Im Rahmen der vom BMVIT geförderten Innovationspraktika tauchten insgesamt sieben Salzburger Schüler bei Salzburg Research in die Welt der Wissenschaft und neuen Technologien ein und sammelten dabei erste Erfahrungen.

Besonders begeisterte die Schüler zwischen 15 und 19 Jahren das selbstständige Mitarbeiten an aktuellen Projekten in den Forschungsbereichen der Intelligenten Mobilität und der Wissens- und Medientechnologien (semantischen Web, soziale Netze, etc.).

Die Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research bietet jedes Jahr Schülern zwischen 14 und 19 Jahren die Möglichkeit eines einmonatigen Innovationspraktikums. Die vom BMVIT durch die Initiative generation-innovation unterstützten Forschungspraktika bieten jungen Menschen die Möglichkeit Forschung und technologische Entwicklung kennen zu lernen und dabei ihre unentdeckten Potenziale zu entdecken. „Auch heuer haben sich viele Jugendliche für unsere generation-innovation Praktika beworben. Sieben Schülern konnten wir wieder einen einmonatigen Einblick in unsere Welt der Forschung im Bereich der neuen Technologien und neuen Medien bieten. Als Nachwuchsschmiede freut es uns besonders, dass „diese Praktika oftmals ein Weg sind, um junge Menschen für angewandte Forschung zu begeistern und ihren Forschergeist zu wecken“, freut sich Salzburg Research Geschäftsführer Siegfried Reich über die motivierten Praktikanten. Dieser etwas andere Ferialjob bei Salzburg Research begeisterte bereits viele Nachwuchsforscher und ebnet sicher auch die ein oder andere Karriere als Wissenschafter.

Wichtig bei den Praktika ist das Eingebundensein in das jeweilige Forschungsteam und auch die Mitarbeit in bestehenden Forschungsprojekten. Die insgesamt sieben Nachwuchsforscher, die ihr Praktikum zwischen Anfang Juli und Ende August bei Salzburg Research absolvierten, erhielten erste Einblicke in die Forschungsbereiche der Intelligenten Mobilität und des Wissens- und Medienmanagements. So beschäftigten sich Florian Altmann (15), Matthias Eisl (18) und Alexander Frühwirth (17) unter der Leitung von Sven Leitinger und Renate Steinmann mit genderspezifischer Navigation. Robert Posch (19), Maria Posch (17), Andreas Stadler (20), Georg Maringer (18) beschäftigten sich – unterstützt durch Dietmar Glachs - mit wissensbasierten Informationssystemen und so genannten „social semantic web applications“: ihr konkretes Interesse lag dabei auf den Themen Usability, Sicherheit und mobile Anwendungen.

„Die Schüler profitieren vom technologischen Know-how der erfahrenen Wissenschafter und lernen in kürzester Zeit sehr viel über die verschiedensten Forschungsbereiche. Auch wir als Forscher erhalten oftmals neuen Input von den Praktikanten. Gerade in unserem Forschungsbereich der neuen Technologien haben besonders junge Menschen einen sehr intuitiven Zugang“, ist Sven Leitinger, Wissenschafter im Forschungsbereich Intelligente Mobilität begeistert von den motivierten und fachlich oftmals sehr guten Praktikanten.

Florian Altmann (15), HTL Schüler in Salzburg, beschäftigte sich bei seinem Innovationspraktikum mit genderspezifischer Navigation. „Das Projekt an dem ich mitgearbeitet habe, soll es spezifischen Zielgruppen, wie Frauen, älteren Menschen, usw. zukünftig einfacher, angenehmer und vor allem sicherer machen von A nach B zu gelangen. Meine Aufgabe war es sogenannte Points of Interest in Salzburg, wie z.B. Parks, Geschäfte, Restaurants zu erfassen, zu beschreiben und an der eigens von Salzburg Research entwickelten mobilen Anwendung für Android Smartphones nachzubearbeiten. So ging ich mit dem Handy durch Salzburg und markierte die unterschiedlichen Standorte und fügte Informationen wie Öffnungszeiten und auch z.B. welche Art von Geschäft es war hinzu“, fasst Florian seine Tätigkeit stolz zusammen. Weiters arbeitete Florian mit seinen Kollegen am Vergleich unterschiedlicher mobiler Applikationen zur Datenerfassung. Dabei galt es speziell den Prototyp der Erfassungssoftware (Mcollect) von Salzburg Research auf Vor- und Nachteile im Echtbetrieb zu testen. Mein Bild des Forschers hat sich sehr geändert – früher dachte ich oft, dass Forscher Menschen seien, die in weißen Kitteln herumrennen, doch man kann als Forscher vieles auf der Welt durch seine Erkenntnisse und Erfindungen verändern – ich hab sehr viel in der kurzen Zeit gelernt“, so Florian weiter.

In Österreich ist es dringend notwendig junge Menschen langfristig und systematisch für die Forschung und Technik zu begeistern, da gerade die angewandte Forschung im Bereich der neuen Technologien Unternehmen die Möglichkeit bietet ihre Wettbewerbsfähigkeit durch innovative Ideen auszubauen. Angesichts der geringen Anzahl an naturwissenschaftlichen Absolventen, bzw. speziell des Fachbereichs der Informatik, ist es oftmals schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden. „Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sind in Österreich und besonders in Salzburg selten, die Herausforderung besteht darin, Absolventen zu finden, die in der Forschung up to date sind und auch betriebswirtschaftliches Verständnis mitbringen. Gute Kenntnisse im Bereich des Softwareengineering sind für uns ebenso notwendig, um schnell in den Arbeitsprozess einsteigen zu können. Und gerade hier ist es wichtig frühzeitig besonders bei Schülern zu überzeugen und zu begeistern“, ist Geschäftsführer Reich über die Nachhaltigkeit der generation-innovation Praktika überzeugt.

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