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12.03.2013 Michaela Holy

Ungleichgewicht der Talente am heimischen Jobmarkt

Acht Prozent der befragten Personalverantwortlichen geben beim aktuellen Manpower-Beschäftigungsausblick an, ihren Mitarbeiterstamm zu erhöhen, vier Prozent müssen reduzieren. Vor allem Techniker mit TU-Abschluss sind gefragt.

Ungleichgewicht der Talente am heimischen Jobmarkt

Erich Pichorner, Manpower-Österreich-Chef, sieht ein "Ungleichgewicht der Talente am heimischen Jobmarkt"

© Manpower

Das aktuelle Quartal ergibt einen Netto-Beschäftigungsausblick von plus vier Prozent. Im Vergleich zum letzten Quartal Q1 2013 steigt der Ausblick um fünf Prozent und zeigt somit ein verbessertes Ergebnis. Trotzdem zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr Q2 2012 ein Abschwung um minus vier Prozent. An der Manpower Employment Survey-Befragung nahmen insgesamt 753 Personalchefs aus Österreich teil.

"Die Ergebnisse zeigen, dass aufgrund der Euro Krise, eines geringen Wirtschaftswachstums und gestiegener Rohstoffpreise, Personalverantwortliche etwas zurückhaltender bei Neubesetzungen sind. Nichtsdestotrotz haben wir in einigen Bundesländern so viele offene Positionen wie lange nicht, zur selben Zeit allerdings steigt die Arbeitslosigkeit. Das ist ein Paradoxon, das auf das Ungleichgewicht der Talente am heimischen Arbeitsmarkt zurückzuführen ist", kommentiert Erich Pichorner die Situation.

Vorarlberger Personalchefs sind am optimistischsten und haben starke Einstellungspläne mit plus 17 Prozent. Hier verbessern sich die Werte zum Vorquartal um 18 Prozent und um plus elf Prozent zum Vorjahr. Die schwächsten Prognosen kommen aus Salzburg und Kärnten mit je minus vier Prozent. Die Werte in diesen Bundesländern sinken um minus elf bzw. minus sieben Prozent verglichen mit dem ersten Quartal  2013. Tirol hat um acht Prozent zugelegt, Wien um sieben prozent, Burgenland um sechs, Oberösterreich um fünf Prozent, Niederösterreich um vier Prozent und die Steiermark hat um drei Prozent verloren.

Personalchefs aus acht der zehn Wirtschaftssektoren geben an, den Mitarbeiterstand im kommenden Quartal  zu erhöhen. Die besten Chancen auf einen neuen Job werden aus den Sektoren Energieversorgung mit plus zehn Prozent und Finanz & Dienstleistungen mit plus elf Prozent gemeldet. "Die Ergebnisse in Österreich sind positiv, aber relativ verhalten. In manchen Sektoren gibt es doch einige sehr hoffnungsvolle Signale für Jobsuchende. Die Ergebnisse im Sektor Energieversorgung steigen bereits das 5. Quartal in Folge, denn hier werden bevorzugt Talente für jene Unternehmen, die erneuerbare Energien als Geschäftsfeld haben, gesucht. Allen voran sind Techniker mit einem TU-Abschluss besonders gefragt", so Erich Pichorner weiter.

Das Rekrutingverhalten in 14 der 24 Länder weltweit ist positiv. Die Werte im Vergleich zum letzten Quartal steigen in 20 teilnehmenden Regionen. Im Vergleich zum letzten Jahr zeigt sich deutlich eine gewisse Unsicherheit aufgrund der Euro Krise. Die Vergleichsergebnisse lassen dies deutlich erkennen. In nur neun europäischen Ländern steigt der Ausblick oder entwickelte sich konstant. Die größten Jobchancen haben Bewerber in der Türkei, Israel und Rumänien. Die geringsten in Italien, Spanien sowie Griechenland.

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