Tragbare Technik macht Mitarbeiter-Aufsicht leicht Tragbare Technik macht Mitarbeiter-Aufsicht leicht - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


05.08.2014 pte

Tragbare Technik macht Mitarbeiter-Aufsicht leicht

Tragbare Technik mit Tracking- und Kommunikations-Funktion gibt Führungskräften die Möglichkeit, die Produktivität und Sicherheit ihrer Mitarbeiter besser zu überwachen.

Mehr Produktivität durch Überwachung?

Mehr Produktivität durch Überwachung?

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Das Workplace-Management-Software-Unternehmen Kronos hat ein "Wearable Gadget" entwickelt, das Chance oder Horror für jeden Mitarbeiter bedeuten kann. 42 Prozent fühlen sich laut einer Studie zu diesem Thema unwohl, wenn der Arbeitgeber jeden Schritt zu überwachen kann.

Mit Hilfe von GPS-fähigen Smart-Uhren können sinkende Arbeitsleistung und zu lange Rauchpausen aufgedeckt werden. "Der Manager kennt durch die tragbare Technik den Standort der Mitarbeiter und kann mittels eines Alarms oder einer Benachrichtigung auch so mit ihnen kommunizieren", erklärt Kronos-Vice-President Bill Bartow.

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie die tragbaren Technologien bei Mitarbeitern Anwendung finden. "So etwas könnte für sicherheitsbedingtes Überwachen wie etwa bei Geldtransporten von Vorteil sein. Dies wird sich aber in zentraleuropäischen Produktionsbetrieben zur Personal-Überwachung nicht durchsetzen", meint Martin W. Huff, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Köln sowie Mitglied der Kanzlei LLR LegerlotzLaschet Rechtsanwälte in Köln, gegenüber der Nachrichtenagentur pressetext.

Vor allem wenn Chefs beginnen, ihr Personal außerhalb der Bürozeiten zu überwachen und ihre Privatnachrichten abfangen, haben Arbeitnehmer große Bedenken. "Diese Geräte führen zu massiven datenschutzrechtlichen Problemen und können lediglich durch eine Betriebsvereinbarung und der Zustimmung des Betriebsrates in einem Betrieb zum Einsatz kommen", so Huff. Arbeitsschutzgesetze konnten bis jetzt nicht mit neuen Technologien mithalten. Etwaige Rechtsansprüche gegen "aufdringliche Geräte" stellen für Arbeitnehmer eine Herausforderung dar und würden wahrscheinlich scheitern.

Der Versuch, mit moderner Technologie eine höhere Produktivität zu generieren, kann jedoch auch nach hinten losgehen. Das "Transparency Paradox" besagt, dass die Produktions- und Mitarbeiterleistung sinkt, wenn sich das Personal beobachtet fühlt, beziehungsweise wenn Führungskräfte den Prozess überwachen. "Sollte einem Arbeitnehmer ein solches Gerät aufgedrängt werden, ist das ein Straftatbestand und arbeitsrechtlich unzulässig. Der Mitarbeiter sollte sich umgehend an den Betriebsrat wenden", sagt der Rechtsanwalt abschließend. (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • T-Systems Austria GesmbH

    T-Systems Austria GesmbH WLAN-Systeme, VPN, Voice Mail Dienste, Videokonferenz-Systeme, Unified Messaging Dienste, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management,... mehr
  • eyepin GmbH

    eyepin GmbH Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, Programmierung, Übernahme von Softwareprojekten mehr
  • free-com solutions gmbh

    free-com solutions gmbh Werbewirtschaft, Wasser- und Energieversorgung, Vereine und Verbände, Umweltschutz, Touristik, Personenverkehr, Öffentliche Verwaltung,... mehr
  • Dimension Data Austria GmbH

    Dimension Data Austria GmbH Call Center, IKT-Consulting, Migrations-Management, Outsourcing, Systemintegration und Systemmanagement, Systempflege- und Wartung mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: