Mitarbeiter ärgern sich über schlecht ausgestattete Büroarbeitsplätze Mitarbeiter ärgern sich über schlecht ausgestattete Büroarbeitsplätze - Computerwelt

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01.03.2017 IDG

Mitarbeiter ärgern sich über schlecht ausgestattete Büroarbeitsplätze

Wunsch und Wirklichkeit liegen bei der Gestaltung von Büroarbeitsplätzen offenbar weit auseinander. Nur zwei von fünf Mitarbeitern sind einer Umfrage zufolge mit ihren IT-Arbeitsplätzen zufrieden. Viele leiden unter Einschränkungen und veraltetem Equipment.

So zufrieden sind Büroangestellte und deren Vorgesetzte mit der IT am Arbeitsplatz.

So zufrieden sind Büroangestellte und deren Vorgesetzte mit der IT am Arbeitsplatz.

© msg services ag

Rund 2.200 Büroangestellte und 600 Business-Manager beklagten in einer Befragung der msg services ag mehrheitlich Defizite, was ihren aktuellen Bildschirmarbeitsplatz angeht. Die technische Ausstattung wird oft als defizitär oder veraltet empfunden. Die fachlichen Vorgesetzten halten die Situation für nicht ganz so schlimm, doch auch von ihnen sagen 43 Prozent, dass die technischen Bedingungen an den Schreibtischen nicht den künftigen Anforderungen entsprächen.

Holger Sievers, Vorstandsvorsitzender der msg services, sieht darin durchaus einen Hemmschuh für die Digitalisierung in den Unternehmen. Zwar sei der Trend zu standortunabhängigen, individualisierbaren und Cloud-orientierten Arbeitsplätzen erkennbar, aber die Arbeitswelt in den Büros verändere sich nur langsam, obwohl der Modernisierungsdruck eigentlich hoch sei.

Chefs halten Social Media für verzichtbar
Gefragt, was ihren Wunscharbeitsplatz der Zukunft auszeichne, nannten Mitarbeiter wie Business-Manager an erster Stelle eine schnelle Datenverbindung und einfache bedienbare Office-Systeme. Jeweils über 80 Prozent der Mitarbeiter und Manager halten dies für unbedingt notwendig. Weniger übereinstimmend fällt das Urteil zu Social-Media-Funktionen aus. Sie werden von 77 Prozent der Mitarbeiter gewünscht, aber nur von der Hälfte der Vorgesetzten als unbedingt erforderlich angesehen.

Gegensätzlich auch die Einstellung zu Endgeräten: Fast zwei Drittel der Mitarbeiter plädieren für mobile statt stationäre Rechner und möchten außerdem standortunabhängig auf alle Daten zugreifen können. Das hält aber nur jeder zweite Abteilungsleiter für nötig. Gleiches gilt für den Wunsch der Angestellten nach einer persönlich zugeschnittenen Konfiguration ihrer Anwendungen.

Datenschutz interessiert nicht alle
Während drei Viertel der Vorgesetzten den Datenschutz auf einem hohen Niveau sichergestellt sehen möchten, sind die Angestellten hier weniger interessiert. Nur 60 Prozent betonen die Relevanz des Themas. Beide Gruppen zeigen ein überraschend zurückhaltendes Interesse an Collaboration. Das gilt sowohl für das einfache Teilen von Informationen und Dokumenten als auch für die Zusammenarbeit mit Kollegen in virtuellen Teams.

Auch die Verknüpfung aller persönlich genutzten Geräte und Kommunikationskanäle gehört nicht in die Top 10 der gewünschten Funktionen, ebenso wenig ein gutes Angebot an Self Services, intelligente Suchfunktionen für Daten und der Verzicht auf Papier zugunsten digital nutzbarer Informationen. Diese Merkmale sind für Büroangestellte aber auch nicht bedeutungslos, sie werden von etwa jedem Zweiten als wichtig eingeschätzt und landen nur nicht in den Top ten.

Umso mehr wünschen sich die Büroarbeiter mehr Flexibilität und Freiheit. 58 Prozent hätten gerne flexiblere Arbeitszeiten, auch flexible Heimarbeit ist begehrt. Hier ist allerdings der Widerstand der Fachvorgesetzten groß, die sich nur zu einem geringen Teil offen für solche Modelle zeigen.

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