Studie: Angestellte selbst verantwortlich für Zufriedenheit im Job Studie: Angestellte selbst verantwortlich für Zufriedenheit im Job - Computerwelt

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17.05.2017 Wolfgang Franz/pi

Studie: Angestellte selbst verantwortlich für Zufriedenheit im Job

Zufriedene Mitarbeiter sind engagierter und leistungsfähiger. Wer aber ist verantwortlich für die Mitarbeiterzufriedenheit: Die Führungskräfte oder die Mitarbeiter selbst? 30 Prozent der Angestellten sehen sich zur Gänze selbst in der Pflicht. Gleichzeitig glauben genauso viele Manager, das Glück der Mitarbeiter sei ihre Aufgabe. Das zeigt die aktuelle Studie "Die Zeitist reif. Glücklich arbeiten" des Personaldienstleisters Robert Half.

Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half

Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half

© Robert Half

Wie Unternehmen mit dieser Situation umgehen und zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit beitragen können, erklärt Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien.

Fast ein Drittel (30 Prozent) der von Robert Half befragten Angestellten fühlt sich selbst für die Zufriedenheit im Job verantwortlich. 43 Prozent sind der Meinung, Mitarbeiter und Unternehmen sind gleichermaßen für das Glück der Belegschaft zuständig und schreiben sich damit zumindest teilweise die Verantwortung zu. Gleichzeitig sehen 30 Prozent der Vorgesetzten die Mitarbeiterzufriedenheit als ihre eigene Aufgabe an.
 
"Die Diskussion darüber, wer eher für die Mitarbeiterzufriedenheit zuständig ist, ist alt. Neu ist, dass moderne Mitarbeiter in hohem Maße dafür selbst die Verantwortung übernehmen. Die zunehmend individuellen Arbeitsweisen erfordern generell eine hohe Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Da ist es nur logisch, dass sie sich auch für die Jobzufriedenheit selbst in der Pflicht sehen", sagt Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien. "Auch Vorgesetzte schieben die Verantwortung nicht von sich und möchten zum Wohlergehen ihrer Mitarbeiter beitragen. Letztendlich liegt die Mitarbeiterzufriedenheit immer in der Verantwortung beider Seiten."

Mitarbeiter mit hoher Selbstverantwortung haben in der Regel klare Vorstellungen darüber, welche Rahmenbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Angebote sie von ihrem Arbeitgeber erwarten. Daher ist es angesichts des enormen Fachkräftemangels von großer Bedeutung zu wissen, welche Faktoren für die Zufriedenheit der Mitarbeiter im Unternehmen relevant sind. Die Auseinandersetzung damit beginnt bereits bei den Bewerbungsgesprächen.

Perfect Match: Die richtige Wahl bei der Stellenbesetzung
Jeder zehnte Studienteilnehmer ist unglücklich in seinem Job und plant einen Jobwechsel. Fast ein Viertel (23 Prozent) ist weder glücklich noch unglücklich – auch bei ihnen besteht Wechselgefahr. Die Gründe für die Unzufriedenheit sind häufig nicht materieller Natur. "Entscheidend ist, dass die Wertvorstellungen übereinstimmen. Das gilt nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Umfeld. Daher ist es wichtig, dass Jobkandidaten nicht nur fachlich, sondern auch persönlich passen. Professionell geführte Bewerbungsgespräche und ein Abgleich der Anforderungen beider Parteien sind deshalb von enormer Bedeutung", so Szvetecz.

Drei Tipps, worauf Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch achten sollten:
1. Aufmerksam zuhören: Häufig nutzen Arbeitgeber das Vorstellungsgespräch als Werbeveranstaltung für ihr Unternehmen. Doch gerade in Zeiten, in denen der Kampf um potenzielle Mitarbeiter groß ist, sollten Führungskräfte nicht nur von den eigenen Zielen und Unternehmenswerten sprechen, sondern auch die Motivationen und Erwartungen des Bewerbers erfragen. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein Bewerber zum Unternehmen passt und sich dort wohlfühlen wird.  
2. Ehrlich kommunizieren: Immer wieder versuchen Arbeitgeber neue Mitarbeiter mit Karrierechancen zu locken, die es gar nicht gibt. Allerdings merken Arbeitnehmer häufig schon nach wenigen Tagen oder Wochen im neuen Job, dass es sich dabei um falsche Versprechungen gehandelt hat – und ziehen Konsequenzen. "Transparenz und Ehrlichkeit zahlen sich aus, sollen Mitarbeiter dem Unternehmen längerfristig treu bleiben", erklärt Szvetecz.
3. Einen zweiten Blick wagen: Wer eine wichtige Personalentscheidung nach einem halbstündigen Gespräch fällt, produziert damit womöglich unnötige Kosten. "Im ersten Gespräch passen sich Bewerber oft an und sagen genau, was das Gegenüber hören will”, so Szvetecz. Darum rät der Experte: das Bild des Bewerbers durch weitere Eindrücke abzurunden, z. B. durch Probearbeiten. So erhält der Arbeitgeber eine Vorstellung davon, wie der Kandidat ins Team passt – ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit neuer und bestehender Mitarbeiter.

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