Unternehmenslenker optimistisch bei gemischter Belegschaft aus Menschen und Maschinen Unternehmenslenker optimistisch bei gemischter Belegschaft aus Menschen und Maschinen - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


13.07.2017 Wolfgang Franz/pi

Unternehmenslenker optimistisch bei gemischter Belegschaft aus Menschen und Maschinen

Weltweite Studie: Intelligente Automatisierung gilt als Schlüssel für das Erreichen neuer Produktivitätslevel sowie Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in einer KI-geprägten Welt.

Christiane Noll, Geschäftsführerin bei Avanade in Österreich.

Christiane Noll, Geschäftsführerin bei Avanade in Österreich.

© Avanade

Eine Studie von Avanade, ein Anbieter von digitalen Services, Business- und Cloud-Lösungen sowie designorientierten Anwendungen, zeigt die Notwendigkeit für Unternehmen, Technologien zur intelligenten Automatisierung einzusetzen – und zwar bereits innerhalb der nächsten drei Jahre. Deren Nutzung ist erforderlich, um Produktivität und Innovationskraft auf Touren zu bringen.

Der Studie zufolge waren mehr als die Hälfte aller befragten Entscheider weltweit der Überzeugung, dass intelligente Automatisierung die Arbeitskraft der Menschen eher mit der von Maschinen verbindet als sie ersetzt. Derzeit stecken viele Unternehmen auf einem etablierten Produktivitätslevel fest, an dem klassische Optimierungsprozesse nichts mehr bewirken – hier setzen die Möglichkeiten intelligenter Automatisierung an: Das Erlangen eines Wettbewerbsvorteils ist so möglich, hierzu müssen Unternehmenslenker und Verantwortliche jedoch kulturelle Bedenken zerstreuen: 79 Prozent der Befragten sehen in ihrem Unternehmen Vorbehalte gegenüber Veränderungen, die für die erforderlichen Implementierungen Künstlicher Intelligenz (KI) nötig sind; diese Zahl ist mit 84 Prozent in Deutschland nochmals leicht höher als im Rest der Welt.

Weitere zentrale Erkenntnisse der Studie

  • 31 Prozent der Firmen nutzen bereits intelligente Automatisierung, diese Zahl wird sich bis 2020 verdoppeln; Deutschland liegt hier mit nur 22 Prozent aktueller Nutzung deutlich zurück
  • 86 Prozent der Entscheider sind überzeugt, ihr Unternehmen müsse intelligente Automatisierungstechnologien innerhalb der nächsten fünf Jahre einsetzen, um bei den technologischen Führern dabei zu sein – die Zahl für Deutschland weicht mit 89 Prozent nur marginal ab
  • Weiterhin gaben die Befragten – 50 Prozent global, 45 Prozent in Deutschland – an, dass sie als zentrale Vorteile mehr Produktivität sehen. Weltweit an zweiter Stelle steht mit 45 Prozent eine verkürzte "Time-to-Market", wohingegen in Deutschland 59 Prozent erwarten, dass mehr Mitarbeiter für innovative Aufgaben bereitstehen werden
  • Etwas weniger als die Hälfte der weltweit Verantwortlichen – exakt 43 Prozent – glauben, dass intelligente Automatisierung in der vorhandenen Belegschaft Freiräume schaffen wird, um komplexe Aufgaben und Innovationen anzupacken
  • Diese Erwartung teilen auch die Angestellten: In Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten von Amerika wurden Arbeitnehmer befragt, und auch sie denken, dass solche Technologien mehr Raum zur Bearbeitung aufwändiger Tätigkeiten schaffen wird; wenig überraschend erwartet diese Gruppe allerdings sehr wohl, dass dabei eher mehr Arbeitsplätze verloren gehen als geschaffen werden – in Deutschland sehen konkret 53 Prozent der Befragten eine Gefahrenstelle für Jobs


Was bedeuten diese Ergebnisse für die Unternehmensführungen? Gemäß der Studie werden die Entscheider neue Fähigkeiten entwickeln müssen, um in einer von Künstlicher Intelligenz geprägten Welt bestehen zu können: Mit 60 Prozent glauben demnach beinahe zwei Drittel der Befragten weltweit beziehungsweise 55 Prozent in Deutschland, dass die Nutzung neuer Technologien wie KI wichtiger ist als klassisches spezialisiertes Wissen etwa in den Bereichen Marketing und Sales. Weitere 53 Prozent sind global der Überzeugung, dass das Management gemischter Belegschaften aus Menschen und Maschinen zu diesen neuen Qualitäten zählt – ein Wert, der in Deutschland mit 50 Prozent annähernd identisch ist.

"Mensch gegen Maschine" hat Schrecken verloren

"Die Führungsspitzen in den Unternehmen erkennen das Potenzial intelligenter Automatisierung, denn mit ihrer Hilfe lässt sich die Produktivität erhöhen. Mehr Wert aus Daten, keine sich wiederholenden Arbeitsabläufe für wertvolle Mitarbeiter, mehr Innovationskraft – das sind die zentralen Vorteile", erläutert Christiane Noll, Geschäftsführerin bei Avanade in Österreich.

Die Unternehmenslenker und Entscheider hätten dabei die Angst vor dem Faktor Mensch gegen Maschine überwunden, erläutert Noll weiter. "Die Erkenntnis reift zunehmend, dass es eigentlich darum geht, dass der ‚Mensch mit Maschine‘ die optimale Lösung ist. Nun müssen Führungskräfte auch ihren Mitarbeitern zeigen, dass die teilweise noch vorhandene Furcht unbegründet ist. Um künftig am Markt wettbewerbsfähig zu sein, ist das Management jetzt in der Pflicht, Visionen und Strategien für eine KI-geprägte Welt zu entwickeln. Wir sprechen dabei auch von einer ‚AI-first World‘. In einer solchen ist es entscheidend, die Mitarbeiter gemäß der neuen Chancen auszubilden und zu trainieren. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es ohnehin geboten, die Mitarbeiter von sich stetig wiederholenden administrativen Tätigkeiten zu entlasten. Nur so lassen sich persönliche und berufliche Kompetenzen aufbauen, die das Potenzial intelligenter Automation heben können."

Avanade legt Führungskräften daher nahe, eine Roadmap zu entwickeln; sie soll Konversationen auf Management-Niveau ermöglichen und Diskussionen mit der gesamten Belegschaft anstoßen, was KI-Technologien und intelligente Automatisierung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten.

Begriffsdefinition intelligente Automatisierung
Die Bedeutung intelligenter Automatisierung wurde für die Befragten so festgelegt, dass es sich hierbei um eine Form künstlicher Intelligenz handle, in der Maschinen sowohl das Lernen als auch das Treffen von Entscheidungen sowie die Durchführung einzelner Handlungen den Menschen nachahmen. Die Grundlage dafür seien fortschrittliche analytische Fähigkeiten sowie kognitive Dienste. Als verdeutlichende Beispiele wurden den Studienteilnehmern unter anderem Chat-Bots, Objekt- und Spracherkennung sowie natürliche Sprachverarbeitung genannt.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: