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26.02.2009 Rudolf Felser

Software steigert Mitarbeiterbindung und Produktivität

Wie eine Studie von Aberdeen ergeben hat, kann Software die Bindung und Arbeitsleistung der Mitarbeiter positiv beeinflussen.

Angesichts der sich häufenden Massenentlassungen in Unternehmen aller Branchen – und auch der "undiplomatischen" Äusserungen von Telekom-Austria-Vorstand Gernot Schieszler bezüglich des Personallabbaus – könnte man denken, Mitarbeiter zu behalten wäre derzeit das geringste Problem der Human-Resources-Abteilungen (HR-Abteilungen). Das stimmt aber nur zum Teil. Denn wie eine Studie von Aberdeen ergeben hat, stehen zumindest so genannte "Top Talente" weiterhin hoch im Kurs bei den zuständigen Entscheidungsträgern. Auf einer Skala von Eins (für "sehr unwichtig") bis fünf ("sehr wichtig") erreicht der Punkt "Top-Talente binden" einen Wert von 4,03. Damit gilt er der Studie zufolge in der HR als größtes Anliegen des Jahres 2009.

SOFTWARE STEIGERT PRODUKTIVITÄT Wie die Analysten herausgefunden haben, sind Mitarbeiterbindung und -Produktivität auch vom Einsatz und Umgang mit Software abhängig. Dabei werden die untersuchten Firmen in besonders Erfolgreiche ("Best in Class"), Durchschnitt und Nachzügler ("Laggard") unterteilt. Während also die "Best in Class"-Unternehmen (BIC) ihre Mitarbeiterbindung um 31 Prozent gesteigert haben, belief sich dieser Wert bei den Durchschnittsfirmen gerade einmal auf vier Prozent. Den Schlusslichtern sind dagegen viele Angestellte weggelaufen. Sie müssen ein Minus von sechs Prozent hinnehmen.

Nicht nur, dass die Mitarbeiter im Unternehmen bleiben, sie arbeiten auch besser: Die durchschnittliche Performance eines Mitarbeiters ist bei den BICs im Jahresvergleich um 27 Prozent gestiegen. Das Mittelfeld kommt nur auf sechs Prozent. In den Laggard-Betrieben sank die Arbeitsleistung gar um drei Prozent.

Aberdeen hat die Studienteilnehmer auch hinsichtlich ihrer Software-Nutzung verglichen. Es zeigt sich, dass die erfolgreichen Firmen überdurchschnittlich oft Performance-Management-Tools einsetzen, Workflows automatisieren und der Belegschaft Online-Schulungen anbieten. Außerdem fördern sie Kommunikation und Vernetzung der Mitarbeiter durch Collaboration-Werkzeuge. Umgekehrt zeigt sich am Beispiel von Yahoo, wo nach Konzernchef Jerry Yang und vielen anderen Managern jetzt auch Finanzchef Blake Jorgensen seinen Hut genommen hat, dass der Einsatz von Software alleine kein Allheilmittel sein kann - besonders nicht, wenn substanzielle Probleme bestehen.

SELF-SERVICE UND DASHBOARDS Besonders häufig arbeiten die BICs den Ergebnissen der Studie nach mit Self-Service Software. Mitarbeiter können dort auf Portale zugreifen (53 Prozent der Nennungen), Manager auf Dashboards (42 Prozent).

Kranksparen hat noch nie wirklich geholfen. Demzufolge wollen laut den Zahlen der Analysten 42 Prozent der "Best in Class"-Unternehmen im kommenden Jahr in Technologien für den HR-Bereich investieren. Von den Durchschnittsfirmen wollen 27 Prozent nachziehen. Allerdings machen die Studienautoren keine Angaben zur geplanten Höhe der Investitionen.

Aberdeen verwendet das Schlagwort einer strategischen Personalentwicklung - im Gegensatz zu einer reaktiven - bei den besonders erfolgreichen Unternehmen. Ihre Kennzeichen sind die Definition von Kern-Kompetenzen und Rollenbeschreibungen für jede Tätigkeit. Außerdem werden Manager wie Mitarbeiter stärker in die persönliche Verantwortung genommen.

Aberdeen hat für die Studie "The 2009 HR Executive’s Agenda" mit HR-Entscheidern und Managern aus mehr als 400 Unternehmen verschiedener Größenordnung und Branchen gesprochen. (rnf)

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