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22.04.2009 Michaela Holy

Rekrutierung gegen den Strom

Angesichts der Krise verstärken Unternehmen ihre Suche nach qualifizierten Fachkräften - mit allen Mitteln.

Selbst in der Krise geht der "War for Talents" weiter. Sie ist nämlich eine Chance, um neue Fachkräfte ins Unternehmen zu holen. Viele internationale Unternehmen setzen daher jetzt auf antizyklisches Rekrutieren von qualifizierten Fachkräften. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie von Stepstone und der Economist Intelligence Unit (EIU).

Demnach wollen 42 Prozent der Unternehmen zukünftig verstärkt Fachkräfte ansprechen, die anderenorts freigesetzt wurden. Weitere 27 Prozent gehen noch einen Schritt weiter und wollen die Situation nutzen, ihren Wettbewerbern qualifizierte Mitarbeiter abzuwerben. Dadurch verstärken viele Unternehmen auch intern ihre Bemühungen, bestehende Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Sie setzen dabei auf interne Weiterbildung (47 Prozent) und den Ausbau der Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens (58 Prozent). Verbesserte Vergütung spielt dagegen eine immer kleinere Rolle: Nur 25 Prozent der Unternehmen setzen auf diese Karte, um Talente zu binden und zu finden – vor einem Jahr taten das noch 35 Prozent.

Gemäß der Studie sehen die meisten Unternehmen weltweit eher pessimistisch in die Zukunft – 43 Prozent rechnen erst in ein bis zwei Jahren mit einer Besserung der wirtschaftlichen Lage, ein Viertel gar erst in zwei bis fünf Jahren. Trotzdem planen heuer nur elf Prozent einen aktiven Stellenabbau. Im Gegenteil: 46 Prozent glauben, dass sich der Wettbewerb um die besten Köpfe zukünftig verstärken wird. Weitere 28 Prozent gehen davon aus, dass die Situation hier unverändert bleibt.

"Die Studie zeigt, dass es sich international um eine paradoxe Situation auf dem Arbeitsmarkt handelt. Während die Arbeitslosenzahl vor allem bei Personen mit niedrigem Bildungsstand weiter ansteigen wird, wird händeringend nach qualifizierten Fachkräften gesucht. Bildung schützt – der kontinuierliche Ausbau der Qualifikationen und Kompetenzen ist ein wichtiges Thema für Arbeitnehmer und Unternehmer. Ob Personalentwicklung oder Recruiting: Personalmanager haben geringere Budgets zur Verfügung. Am Druck, trotzdem gute Leute zu finden und weiterzuentwickeln, ändert dies allerdings nichts", so Florens Eblinger, Geschäftsführer von Stepstone Österreich.

Die Studie beruht auf Interviews mit 484 Führungskräften. 48 Prozent der Befragten stammen aus Unternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz pro Jahr.

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