Arbeit am Wochenende wird zum Trend Arbeit am Wochenende wird zum Trend - Computerwelt

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05.09.2013 :: Printausgabe 18/2013 :: Michaela Holy

Arbeit am Wochenende wird zum Trend

Büro war gestern – was ist morgen? Esselte Leitz analysiert in der Studie "The Future of Work" zukünftige Arbeitswelten.

Bis 2015 werden nach IDC-Schätzungen bis zu 40 Prozent der weltweiten Gesamtarbeitnehmerschaft mobil arbeiten.

Bis 2015 werden nach IDC-Schätzungen bis zu 40 Prozent der weltweiten Gesamtarbeitnehmerschaft mobil arbeiten.

© Poulsons Photography - Fotolia.com

Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Mutterkonzerns Esselte und den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – Bespitzelung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA sowie durch Cloud-Dienste, eine alternde Bevölkerung und die Frauenquote – hat Esselte Leitz die Studie "The Future of Work" in Auftrag gegeben.

Die Tendenz zur mobilen Arbeiterschaft wird nach Informationen der Studie an­getrieben durch den Wunsch der Arbeit­geber, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und auch außerhalb der Bürozeiten Kundenwünschen nachzukommen, Kosten zu reduzieren und Ressourcenverschwendungen durch Pendeln zu umgehen. Das wirkt sich natürlich auch auf die Arbeitszeit aus: Während in Amerika beispielsweise laut der Studie "American Time Use" der durchschnittliche Arbeitstag eines Vollzeitarbeitnehmers in den vergangenen Jahren konstant auf 8,4 Stunden geblieben ist, ist der Anteil der Menschen, die am Wochenende arbeiten, auf 35 Prozent angestiegen.

Bis 2015 werden nach IDC-Schätzungen bis zu 40 Prozent der weltweiten Gesamtarbeitnehmerschaft mobil arbeiten. Mobilgeräte ersetzen Computer beim Zugriff aufs Internet und die Sicherheit wird ausschlaggebend sein, denn die Cloud ist nicht mehr aus dem mobilen Arbeitsleben wegzudenken. Wichtig sei, dass die Server dabei nicht in den USA stehen, da es sonst zu Datensicherheitsverletzungen kommen kann.

FRAUEN AUF DEM VORMARSCH
Die Leitz-Studie "The Future of Work" zeigt auch, dass weibliche Arbeitnehmer immer mehr in den Fokus rücken und sich in Zukunft vermehrt auch in hohen Positionen durchsetzen werden. Die Studie stellt fest, dass sie wegen ihres höheren Grades an Einfühlsamkeit, Verständnis und Intuition bevorzugt werden. Intuitives Denken und emotionale Intelligenz würden nämlich wichtiger sein als Fachwissen, da dieses einfach zugänglich ist, so die Future-of-Work-Studie. Bereits jetzt erzielen Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil im Vorstand gegenüber Firmen mit rein männlichem Vorstand 41 Prozent mehr Kapitalrendite, wie die Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey festgestellt hat.

DEMOGRAFISCHER WANDEL

Eine weitere Entwicklung des Arbeitsmarkts ist das steigende Alter der arbeitenden Bevölkerung. Bis 2050 werden in den meisten europäischen Ländern rund 50 Prozent der Arbeiterschaft über 65 Jahre alt sein, so der Ausblick der Europäischen Kommission. Gemäß der Leitz-Studie bedeutet die Kombination aus Rezession, schlechten Sparergebnissen und dem Verlauf der Aktienmärkte, dass es sich viele nicht mehr leisten können, in Ruhestand zu gehen. Im Gegensatz dazu steht die Generation der Millenials, der gegenwärtig Mitte-Zwanzigjährigen, die sich vor allem durch eine sehr hohe Technologie-Affinität auszeichnen. Das Ergebnis ist eine Mehrgenerationen-Arbeiterschaft, die teilweise neu organisiert werden muss. In Zukunft werden Firmen "multikulturell" sein – also sich Diversität auf die Fahnen heften müssen – auf einer Basis von Altersmix und den daraus folgenden und mitunter widersprüchlichen Erwartungen am Arbeitsplatz. Bis zum Jahr 2020, wo eine Pensionierungswelle erfolgen wird, werden alle – von Baby Boomers bis hin zu Millenials – mit unterschiedlichen Graden erfolgreicher Eingliederung zusammenarbeiten.

Durchgeführt wurde die Studie von dem Szenarienplanungs-Unternehmen Futures House Europe. Co-Autoren sind Richard Watson, Zukunftsforscher und Autor von Titeln wie Future Files und Future Minds und Andrew Crosthwaite, Direktor für Strategische Planung der Londoner Agentur BLAC. (mi)

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