Chef sein ist out: Startups für flache Strukturen Chef sein ist out: Startups für flache Strukturen - Computerwelt

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25.11.2013 pte

Chef sein ist out: Startups für flache Strukturen

Immer mehr Startups profitieren von offener Kommunikation ohne strikte Vorgaben durch Vorgesetzte. Einem Reuters-Bericht nach ist diese Art der Unternehmensführung selbst bei größeren Firmen wie Valve angekommen.

Flache Strukturen sind bei Startups beliebt.

Flache Strukturen sind bei Startups beliebt.

© fotogestoeber - fotolia.com

Die Erfahrungen fallen durchwegs positiv aus: Ohne Chefs wird die Kreativität gefördert, Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern gestärkt und die Selbstorganisation vorangetrieben.

Befürworter einer Unternehmenskultur, die nicht auf dem Folgen von Anweisungen, sondern auf dem ganzheitlichen Führen aller fußt, werfen vor allem das flache "Peer-Management" in die Waagschale. Sinn der Sache ist nicht - wie auch der frühere Intel-CEO Andy Grove meint - im Chaos zu regieren, sondern in gewisser Weise das produktive, selbstverantwortliche Chaos zu nutzen. Das heißt für Gründer aber nicht, komplett die Kontrolle abgeben zu müssen.

Damit ein Unternehmen, das von seinen Hierarchien her flach organisiert ist, auch erfolgreich ist, sollten Geschäftsführer sicherstellen, dass zu jeder Zeit umfassend über den Fortgang von Projekten berichterstattet wird. Traditionelle Führungsstrukturen verursachen im Gegensatz dazu oft Flaschenhälse für die Produktivität durch Bürokratie, unnötige E-Mails oder einfach nur schlechte Memos oder gar wertlose Meetings, deren Output überschaubar bleibt.

Fachleute raten in diesem Zusammenhang möglicht transparent zu kommunizieren, um keine Inseln entstehen zu lassen, die sich selbst informieren müssen. Denn so geht viel Zeit verloren, was die Effizienz am Ende ausbremst. Das soziale Netzwerk Foursquare zum Beispiel nutzt ein Tool namens Google Snippet, das Status-Updates zu den aktuell laufenden Projekten im Unternehmen sammelt und diese für alle zugänglich macht.

Das Feedback unter den Mitarbeitern lässt sich somit auf direktem Wege einholen, ohne sich erst umständlich an etwaige Gatekeeper wenden zu müssen. Das steht im Gegensatz zu traditionellen Konzepten, wo unterschiedlich einflussreiche Hierarchieebenen existieren, die Gefahr laufen, den Kontakt zu den Mitarbeitern oder gar den Projekten zu verlieren. Shopify setzt mit seinem System "Unicorn" erfolgreich auf ein solches Konzept. (pte)

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