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10.12.2014 Michaela Holy/pi

Österreichs HTL zeigen was sie können

Der Bosch Technik fürs Leben-Preis 2015 verzeichnet rund 20 Prozent mehr Anmeldungen als im Vorjahr. 468 Schüler tüfteln dabei an Projekten in den Kategorien Mobilitätstechnik, Industrietechnik sowie Energie-, Gebäudetechnik und Gebrauchsgüter.

Österreichs HTL zeigen was sie können

Bosch-Vertreter mit dem Projektteam „Industrie-Roboterarm“ vom TGM Wien.

© Bosch/APA Fotoservice/Schedl

Neues Schuljahr, nächster Rekord beim Bosch Technik fürs Leben-Preis: Der Erfindergeist an Österreichs HTL ist weiterhin ungebrochen. Insgesamt wurden österreichweit 178 Projekte zum Technik fürs-Leben Preis 2015 angemeldet. Damit wurde der Anmelderekord vom Vorjahr mit 149 Projekten deutlich übertroffen. "Der Technik fürs Leben-Preis ist als Plattform für junge Technik-Talente gefragter denn je, das belegt die Anmeldestatistik ganz deutlich", freut sich Mag. Angelika Kiessling, Leiterin Unternehmenskommunikation Bosch Österreich. Die Kategorien Industrietechnik und Energie-, Gebäudetechnik und Gebrauchsgüter (je 69) verzeichnen die meisten Anmeldungen, gefolgt von der Kategorie Mobilitätstechnik (40).
 
Die Vorjahrespreisträger der HTL Hollabrunn (Niederösterreich), HTL Salzburg, HTL Weiz (Steiermark) und der HTL Wien Rennweg sind allesamt auch beim Technik fürs Leben-Preis 2015 wieder mit mehreren Projekten am Start.

Mit insgesamt 73 Anmeldungen kommen die meisten Projekte, wie bereits in den Jahren davor, aus Oberösterreich. Im Bundesländervergleich führt Oberösterreich damit deutlich vor Wien (32), Niederösterreich (27), und Salzburg (17) das Feld an. Hauptverantwortlich dafür ist die HTL Litec Linz mit 44 eingereichten Projekten, an denen insgesamt nicht weniger als 96 Schüler werken. Die Wiener HTL Ottakring (15) und die HTL Mössingerstraße aus Kärnten (12) liegen auf den Plätzen 2 und 3 der anmeldestärksten Schulen.
 
ERSTE EINBLICKE
Unter den angemeldeten Diplomarbeiten finden sich zahlreiche vielversprechende Projekte, beispielsweise ein Gokart mit Elektro-Motor und Bluetooth-Einrichtung oder ein Industrie-Roboterarm, hergestellt mit einem 3D-Drucker und steuerbar mittels Smartphone. Gottfried Koppensteiner, Abteilungsvorstand und Betreuer des Roboterarm-Projektteams am TGM Wien, erklärt den Hintergrund des abteilungsübergreifenden Projektes: "Es ist uns ein großes Anliegen, einen Industrie-Roboter für das TGM zu bekommen. Da Industrieroboter nicht günstig sind, ist die Idee entstanden, einen mittels 3D-Druckverfahren herzustellen, der noch längere Zeit in der Ausbildung am TGM Verwendung finden und als kostengünstige Lösung für andere HTLs interessant sein kann."
 
Ab sofort haben alle angemeldeten Teilnehmer rund viereinhalb Monate Zeit, ihre Diplomarbeiten bis zur Einreichfrist am 30. April 2015 zu realisieren um die Jury von ihren Projekten zu überzeugen. Die jeweiligen Sieger aus den drei Kategorien Mobilitätstechnik, Industrietechnik sowie Energie-, Gebäudetechnik und Gebrauchsgüter werden abschließend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 10. Juni 2015 in Wien mit dem Technik fürs Leben-Preis 2015 ausgezeichnet.
 
Der "HTL-Oscar" entlohnt auch dieses Jahr für alle Mühen und Projekt-Arbeitsstunden während des Schuljahres: Alle Sieger und Nominierten haben die Gelegenheit als Bosch-Gast beim DTM-Rennen 2015 am Red Bull Ring in Spielberg packende Rennsport-Action in der "Königsklasse" der Tourenwagen hautnah zu erleben. Zudem hat jedes Mitglied eines Siegerteams Anspruch auf ein sechsmonatiges Berufspraktikum in einem Unternehmen der Bosch-Gruppe.
 

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