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14.02.2012 Andrea König*

Prävention für mobile Mitarbeiter: 10 Tipps fürs Selbstmanagement

Psychischer Druck und körperliche Beschwerden können die Folge von mobilem Arbeiten sein. Eine Präventionsexpertin gibt Ratschläge.

Mobiles Arbeiten verbinden viele mit der Freiheit, nicht mehr an den Büro- oder Home Office-Platz gebunden zu sein, mit der Möglichkeit, jederzeit von überall auf Unternehmensdaten zugreifen zu können. Doch die Freiheit hat ihre Tücken: Auch wer mobil arbeitet, muss darauf achten, nach Feierabend abzuschalten und die Aufgaben aus dem Job nicht ständig mit sich herumzutragen. Sonst kann die Freiheit schnell zur Belastung werden.

"Mobil arbeiten erfordert ein gutes Selbstmanagement", sagt Präventionsexpertin Jasmine Kix. Denn wer nicht auf sich achtet, läuft schnell Gefahr, sich selbst auszubeuten: Psychischer Druck und körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Ohrgeräusche können die Folge sein. Kix, Arbeitspsychologin bei der gesetzlichen Unfallversicherung VBG, hat für eine Publikation ihres Arbeitsgebers zehn Selbstmanagement-Tipps für "Mobilarbeiter" zusammengestellt.

1. Kix empfiehlt, morgens eine Tagesplanung zu machen, die Aufgaben, Arbeitszeiten und Pausen enthält und so den Tag strukturiert. Um Zeitdruck zu vermeiden, sollte man unbedingt Pufferzeiten einplanen.

2. Auch wenn Smartphone und Notebook das mobile Arbeiten ermöglichen, sollte man nicht seinen gesamten Tag auf die Erreichbarkeit dieser Geräte auslegen. Damit auch konzentrierte Arbeitsphasen möglich sind, rät Kix dazu, Zeiten festzulegen, in denen die Geräte ausgeschaltet werden. Wer das nicht möchte, könnte zumindest sein Mailprogramm zeitweise schließen, um konzentrierter zu arbeiten.

3. Für ein besseres mobiles Arbeiten empfiehlt Kix, die persönlichen Zeiträuber zu entlarven. Brauchen Aufgaben besonders viel Zeit, lassen sie sich vielleicht delegieren oder auf anderem Weg schneller erledigen. Außerdem sollte man ständige Störungen vermeiden, denn auch durch sie braucht man länger, um seinen Job zu erledigen.

4. Auch wer mobil arbeitet, benötigt einen Feierabend, um abzuschalten, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen oder Sport zu treiben. Damit es nicht beim Vorsatz für diese Aktivitäten bleibt, sollte man im Voraus eine "Feierabendzeit" festlegen, an die man sich dann auch hält.

5. Hat man die Feierabendzeit festgelegt, sollte man dann Freizeit- und Genussaktivitäten einplanen, die einem das Abschalten erleichtern. Welche Aktivitäten das sind, muss jeder für sich selbst herausfinden. Das kann zum Beispiel ein Bad sein, eine Verabredung zur Joggingrunde, ein Kinobesuch, ein Bummel durch einen Buchladen oder das Lesen eines Buches.

6. Wer ständig oder sehr häufig mobil arbeitet, muss darauf achten, dass der Kontakt zu den Kollegen deshalb nicht abreißt. Da hilft es zum Beispiel, die Kollegen einfach mal anzurufen und sich mit ihnen auszutauschen. So verliert man nicht die Einbindung ins Unternehmen.

7. Auch auf einer formaleren Ebene sollte man den Kontakt ins Unternehmen aufrecht erhalten. Kix empfiehlt, regelmäßig Mitarbeiter- beziehungsweise Feedbackgespräche einzuplanen, um Ziele oder auch die besonderen Belastungen mobiler Arbeit ansprechen zu können.

8. Wer viel mobil arbeitet, muss darauf achten, dass er den Tag deshalb nicht in einer schlechten Haltung verbringt und womöglich Rückenschmerzen die Folge sind. Kix rät deshalb auch beim mobilen Arbeiten zu einer ergonomischen Sitzmöglichkeit.

9. Wer beim mobilen Arbeiten die Wahl hat, sollte sich unbedingt für eine ruhigere Arbeitsumgebung entscheiden. So reduziert man Ablenkungen, die einen vom Arbeiten abhalten können.

10. In vielen Unternehmen ist das mobile Arbeiten noch nicht eingefahren oder jahrelang erprobt. Hat man Verbesserungsvorschläge, sollte man sie unbedingt einbringen. Das kann dabei helfen, Arbeitsmittel, den Informationsfluss oder Prozesse zu verbessern.

Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung mit circa 34 Millionen Versicherungsverhältnissen in Deutschland. Versicherte der VBG sind Arbeitnehmer, freiwillig versicherte Unternehmer, Patienten in stationärer Behandlung und Rehabilitanden, Lernende in berufsbildenden Einrichtungen und bürgerschaftlich Engagierte.

* Die Autorin ist Redakteurin des deutschen CIO.

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