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10.02.2012 :: Printausgabe 03/2012 :: Michaela Holy

Data Science: Das gefragte Berufsbild

Das neue Hypewort der IT ist "Big Data". Auch hier fehlen Fachkräfte, die die vielen Daten sinnvoll auswerten.

In einem COMPUTERWELT-Kommentar schreibt Wolfgang Kobek, Managing Director und Vice President Qliktech DACH, dass Big Data derzeit in aller Munde ist, »keine Trendstudie für 2012 kommt ohne diesen Begriff aus. Die drängende Frage in diesem Zusammenhang lautet nicht mehr, wie sich Zetabytes an Informationen am besten verwalten lassen. Es zählt, was man damit machen kann.«

In diesem Zusammenhang hat EMC in einer weltweiten Studie unter Data-Science-Experten herausgefunden, dass Unternehmen weltweit nicht über die notwendigen Fähigkeiten verfügen würden, um einen wirtschaftlichen Nutzen aus der Analyse von Big-Data-Beständen zu ziehen. Nur ein Drittel aller Unternehmen können neue Daten tatsächlich nutzen, um Geschäftsentscheidungen zu treffen, Wettbewerbsvorteile zu erreichen, die Produktivität zu steigern oder neue Erkenntnisse über ihre Kunden zu gewinnen. »Das Big-Data-Zeitalter ist angebrochen«, sagt Martin Hammerschmid, Country Manager von EMC Österreich. »Das bietet ungeahnte Möglichkeiten, Geschäftsmodelle zu überdenken und die Art und Weise wie wir leben und arbeiten zu ändern.

Durch das Zusammenwachsen von leistungsfähigen Scale-Out-Storage-Lösungen, neuen Analyse-Tools und Visualisierungsmöglichkeiten steht die notwendige Technik zur Verfügung. Was wir aber brauchen, um diese Potenziale voll auszuschöpfen, sind exzellent ausgebildete, miteinander vernetzte und dynamische Data-Science-Experten. Nur diese werden in der Lage sein, verborgene Trends in den Datenmengen zu entdecken und neue Erkenntnisse aus ihnen zu ziehen.«

Vor allem neue Umsätze und Erkenntnisse wären aus den digitalen Datenbeständen zu generieren – dadurch übersteigt der Bedarf an Data Scientists nun das Angebot an verfügbaren Experten. Laut Studie ist nur ein Drittel der Befragten sehr zuversichtlich, dass ihre Unternehmen Geschäftsentscheidungen auf Basis neuer Daten treffen können, 65 Prozent glauben, dass der Bedarf für Data-Science-Fachkräfte das Angebot in den nächsten fünf Jahren übersteigen wird. Die meisten denken, dass neue Fachkräfte am besten unter Hochschulabsolventen gewonnen werden können.

DATA SCIENTISTS Obwohl die Umfrageteilnehmer eine steigende Nachfrage ihrer Firma nach Data Scientists prognostizieren, sehen nur zwölf Prozent Business-Intelligence (BI)-Experten als die Richtigen für diesen Job an, denn Data Scientists würden bessere betriebswirtschaftliche und technische Fähigkeiten als heutige BI-Spezialisten benötigen. Data Scientists glauben, dass sie im Vergleich zu Business-Intelligence-Spezialisten besser im Unternehmen aufgestellt und ihre Stellen attraktiver für potentielle Bewerber sind. Ebenso sehen sie sich in wichtigen Technikbereichen wie Cloud Computing besser aufgestellt und bewerten die Fähigkeiten ihres Unternehmens zur Analyse und Visualisierung von Daten besser.

»Der sinnvolle Einsatz von Big Data basiert auf der richtigen Kombination aus den Tools, Fähigkeiten und – noch wichtiger – der Grundeinstellung, Daten als den neuen ‚Treibstoff‘ anzusehen, der ein Unternehmen bewegen kann. Unglücklicherweise hat sich die Technik schneller entwickelt als die Fähigkeiten der Mitarbeiter, sie sinnvoll einzusetzen. Unternehmen aller Branchen müssen sich an diese neue Realität anpassen oder sie werden verschwinden«, so Andreas Weigend, Leiter des Social Data Lab an der Universität Stanford und ehemaliger Chief Scientist bei Amazon.com. An der EMC-Studie haben 462 IT-Entscheider teilgenommen, die sich selbst im Vorfeld als Data Scientist oder Business Intelligence Experten identifiziert haben.

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