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27.01.2012 :: Printausgabe 01-02/2012 :: Anton Bollen*

Gastkommentar: Gezielt Wissen anzapfen

Informelles Lernen, d.h. das Lernen von Kollegen und im Unternehmensalltag, ist ein zentrales Element bei der Erlernung neuer Fähigkeiten und zur Steigerung der Produktivität.

Unternehmen erwarten oft ganz selbstverständlich bestimmte IT-Kenntnisse von ihren Angestellten. Doch Basiswissen variiert individuell. Die Einbindung informellen Lernens garantiert die gleichen Grundkenntnisse bei allen Mitarbeitern. Um das volle Potenzial informellen Lernens zu nützen, müssen alle verfügbaren Ressourcen innerhalb eines Unternehmens einbezogen werden. Das heißt Wissensquellen aufspüren, festhalten und für andere zugänglich machen. Mit einer Reihe von How-to-Guides kann Wissen leichter genutzt werden. Dies spart Zeit und stärkt das Selbstwertgefühl, da die Betroffenen nicht Kollegen um Hilfe fragen müssen.

Die häufigste Lösung ist, eine Liste von unternehmenskonformen Ressourcen zu erstellen, in denen Mitarbeiter sich informieren können. Eine weitere Methode ist die Verwendung kurzer Videos. Im Gegensatz zu schriftlichen Anleitungen demonstriert ein Video anschaulich wie etwas getan wird. Werden diese Videos im Unternehmensnetzwerk oder online zur Verfügung gestellt, können Mitarbeiter dann auf sie zugreifen, wenn der Zeitpunkt für sie gerade am Günstigsten ist. Trotz klarer Vorteile für die Nutzung von Videos sind viele Unternehmen überzeugt, dass sie aufwendig zu erstellen sind. Umfangreiche Anleitungen für Software können mit Bildschirmaufzeichnungssoftware jedoch sehr einfach kreiert werden. Anwender können alles, was auf ihrem Bildschirm passiert, aufnehmen – inklusive externer Audioquellen.

Bei klassischen Weiterbildungsmaßnahmen merken sich Teilnehmer nicht alle Lerninhalte. Studien zeigen, dass Mitarbeiter, die nur einmal in ein Thema eingeführt wurden, sich nur an 62 Prozent erinnern. Dieser Prozentsatz vermindert sich, je länger die erste Einführung zurück liegt. Bildschirmvideos können mehrfach angesehen werden. Dies vermindert die Chance, dass etwas vergessen wird. Mit fünf Schritten können Unternehmen erste Initiativen für informelles Lernen starten: Fertigen Sie eine Liste von Nachschlagewerken an, identifizieren Sie Bereiche wo informelles Lernen klassische Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt, halten Sie vorhandenes Wissen fest, machen Sie die Materialien allen zugänglich und belohnen Sie Mitarbeiter, die ihre Kenntnisse erweitern.

* Anton Bollen ist DACH-Evangelist bei Techsmith.

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