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04.11.2009 Michaela Holy

Schlechte Zeiten, gute Ideen

Durch effektives Innovationsmanagement versuchen Führungskräfte, ihr Unternehmen durch turbulente Zeiten zu führen.

Es ist kein Geheimnis, dass Innovationsfähigkeit von Unternehmen diese schneller durch wirtschaftlich turbulente Zeiten bringt. Das war der Anlass für das Hernstein Institut, den aktuellen Hernstein Management Report, der aktuelle Trends im Bereich Führung, Organisations- und Personalentwicklung erhebt, dem Thema Innovation zu widmen. 300 Führungskräfte wurden unter anderem danach gefragt, mit welchen Maßnahmen die Innovationskraft im Unternehmen gesteigert werden kann, für welche Bereiche Innovationen wichtig sind und was sie als Führungskräfte beitragen können, um Innovationen zu fördern.

Vor allem deutsche Unternehmen versuchen, ihr Unternehmen mit innovativen Projekten durch die Krise zu steuern: Rund die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt im Moment verstärkt auf Innovationen. Österreichische und Schweizer Unternehmen dagegen versuchen das Niveau an Innovationen konstant zu halten. »Besonders erfreulich ist, dass nur elf Prozent die Innovationen überhaupt stoppen«, sagte Katharina Fischer-Ledenice, Geschäftsführerin des Hernstein Instituts, gegenüber Medien. Speziell Unternehmen ab 500 Mitarbeitern würden Innovationen forcieren.

INNOVATION NACH AUSSEN TRAGEN In ihren Innovationsleistungen setzen Unternehmen besonders auf externe Möglichkeiten, wie Dienstleistungs- und Produktentwicklung sowie die Verstärkung der Beratungs- und Servicequalität. Für Führungskräfte in Österreich und der Schweiz zahlen sich Innovationen vor allem in der Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte aus. Deutsche Führungskräfte hingegen sehen die Verbesserung der Beratungs- und Servicequalität als genauso wichtig und Erfolg versprechend an wie Produkt- und Dienstleistungsinnovationen. »Die Kunden sehen und erleben schließlich die Veränderung am deutlichsten am Produkt selbst«, erklärt Fischer-Ledenice. Die internen Abläufe würden sich hingegen erst zeitverzögert nach außen abbilden.

Die wichtigste Maßnahme, um die Innovationskraft in den Unternehmen zu steigern, ist nach Ansicht der befragten Führungskräfte das Setzen konkreter Ziele für Innovationen. Im Ländervergleich zeigen sich hier jedoch deutliche Unterschiede: Für österreichische Führungskräfte hat die konkrete Zielsetzung für Innovationen Priorität, während deutsche Manager versuchen, eine Vielzahl an parallelen Maßnahmen zu setzen. Unternehmen in der Schweiz setzen zur Steigerung ihrer Innovationskraft vor allem auf ihre Mitarbeiter, indem sie Freiräume schaffen, Mitarbeiter einbeziehen und Budget- und Ressourcen für Innovationen zur Verfügung zu stellen.

Vor allem der Beitrag der Führungskräfte zu Innovationen ist enorm. Sie leisten den größten Beitrag, wenn sie Mitarbeiter ermutigen, Ideen einzubringen, einen offenen und kommunikativen Führungsstil zu pflegen und Fehler zuzulassen. »Der Mensch braucht Luft, um kreativ zu sein. Und einen geschützten Raum, in dem seine Ideen auch gewürdigt werden«, so Fischer-Ledenice.

GERINGER STELLENWERT IN ÖSTERREICH Es zeigt sich, dass der Stellenwert von Innovationsmanagement in der Schweiz und Deutschland höher ist als in Österreich: Denn der eigene Beitrag für die Innovationskraft wird in Deutschland und der Schweiz insgesamt höher eingeschätzt und als ein Maßnahmenpaket begriffen, als es in Österreich der Fall ist.

Bei marktführenden Unternehmen wird Innovation als Aufgabe aller Mitarbeiter verstanden. Das ist nach Ansicht der befragten Führungskräfte auch das Erfolgsgeheimnis von Marktführern in Bezug auf Innovationen. Vor allem österreichische Führungskräfte sehen dies mit 33 Prozent als wesentlich an. Für 26 Prozent aller befragten deutschen Führungskräfte ist die Bedeutung von Innovationen im Unternehmen fest verankert. Dramatisch stellt sich die Situation in Österreich mit nur neun Prozent dar.

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