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04.11.2009 Michaela Holy

Ein Haus der Generationen

Industrie, Wirtschaft und Best Ager plädieren für eine Plattform für die Entwicklung intergenerativer Produkte und Dienstleistungen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung werden Menschen mit einem Lebensalter ab 50 Jahren vor allem als Konsumenten immer wichtiger und interessanter werden. Sie gelten als kaufkräftig, konsumfreudig und qualitätsbewusst. Um diese so genannten »Best Ager« (aktive 50- bis 70-Jährige) als Zielgruppe wirkungsvoll ansprechen zu können, ist es notwendig, sich eingehend mit den Besonderheiten und den spezifischen Ansprüchen dieser Zielgruppe zu beschäftigen. Nun haben sich die Fachhochschule Technikum Wien und die Best Age Consulting in einer gemeinsamen Studie mit der Frage beschäftigt, ob ein »Haus der Generationen« als künftige Drehscheibe für Wissensaufbau und -austausch zwischen Industrie und der Generation der Best Ager sinnvoll und machbar ist.

Die Studie zeigt klare Zustimmung zur Errichtung einer gemeinsamen Plattform, sowohl Wirtschaft und Industrie (75 Prozent der befragten Unternehmen) als auch die Generation der Best Ager (63 Prozent) befürworten die Errichtung eines »Hauses der Generationen« als gemeinsame Plattform für Wissensaufbau und -austausch zur Entwicklung intergenerativer Produkte und Dienstleistungen. Die Plattform wird von beiden Seiten als Chance beurteilt.

DISKREPANZ ZWISCHEN WUNSCH UND ANGEBOT Unternehmen würden denken, dass sie die Bedürfnisse und Wünsche der Best Ager bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen bereits berücksichtigen würden, die Best Ager sehen das aber anders. Sie erwarten sich von der Plattform die Entwicklung zukunftsorientierter intergenerativer Produkte und Dienstleistungen und eine Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit bei vorhandenen Produkten. 70 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen die Generation der Best Ager schon heute als eine wichtige oder sehr wichtige Zielgruppe, knapp 80 Prozent unterstreichen ihre zunehmende Bedeutung für die Zukunft. Die Zufriedenheit mit der Benutzerfreundlichkeit von Produkten ist bisher nur im Bereich Haushaltsgeräte soweit gegeben, bei neuen Technologien herrscht jedoch stärker Skepsis vor. Best Ager beurteilen technische Produkte oftmals auch als übertrieben kompliziert, was wiederum Ängste im Umgang mit der Technik schürt. Konkret wurden in erster Linie die Schwierigkeiten bei der Bedienung von technischen Geräten kritisiert.

Die Plattform GEN_TT soll eine Drehscheibe für die Entwicklung intergenerativer Produkte und Dienstleistungen sein. Innerhalb dieser Plattform soll der Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen Industrie, Handel, Best Agern, Erfindern und Geldgebern stattfinden. Ziel ist es, insbesondere die Bedürfnisse der Zielgruppe der Best Ager künftig bei der Entwicklung von technischen Produkten und Dienstleistungen stärker zu berücksichtigen und neue attraktive intergenerative Angebote zu entwickeln. Die Plattform soll als Drehscheibe aufgesetzt werden, aus der heraus Projekte aufgesetzt werden. Je nach Art des Projektes werden die verschiedenen Gruppen mehr oder weniger intensiv daran teilnehmen.

Die Fachhochschule Technikum Wien wird nach Abschluss der Studie gemeinsam mit der Best Age Consulting die Errichtung einer Generationenplattform weiter unterstützen und verfolgen. Konkret werden an der Fachhochschule bereits im Sommersemester 2010 Studierendenprojekte zu den intergenerativen Themen Sicherheitstechnik und Bedienbarkeit (Usability Lab) durchgeführt werden. In weiterer Folge ist geplant, die Lehrpläne in den Studiengängen der FH Technikum Wien im Hinblick auf intergenerative Themen zu erweitern und diese stärker in die Ausbildung zu integrieren, um die künftigen Entwickler und Hersteller technischer Produkte bereits in ihrer Ausbildung für dieses Thema zu sensibilisieren.

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