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18.11.2009 Michaela Holy

Ergänzung von HR- und Weiterbildungsthemen

Die Personal Austria konnte heuer mehr Besucher und Aussteller verzeichnen als noch letztes Jahr. Wie Geschäftsführer, CEO und Personalisten ihr Unternehmen durch die Krise steuern, war die Schwerpunktfrage der achten Personalmesse.

Den Auftakt der Messe bildete der AMS-Expert-Talk. Der Konsens war, dass »die Wirtschaft nach der Krise nicht dieselbe sein« wird. »Das ist fix«, erklärte Johannes Kopf, Vorstand des AMS Österreich. Um sich in der Wirtschaftskrise zu behaupten, benötigten Führungskräfte weniger Erfahrung als Offenheit für Neues. »Was zählt, ist nicht die Anzahl der Berufsjahre, sondern die Bereitschaft zum Lernen«, erklärte Christiana Zenkl, HR-Leiterin von Infineon Österreich.

Die österreichischen Großunternehmen hätten sich bislang gut geschlagen. »Wenn man den Statistiken glaubt, hat Österreich das in der Summe gut gemacht. Spannend wird es, wie es in den nächsten Jahren weitergeht«, so Christian Havranek, Partner von Deloitte Human Capital. Denn während die großen Industrieunternehmen auf Absatzschwankungen vorbereitet seien und mithilfe der Politik vernünftig und umsichtig reagiert hätten, schlage die Krise jetzt auf das Gewerbe und KMU durch. »Hier fehlen noch viele Informationen«, erklärte Kopf.

Infineon habe sich im Zuge der Freisetzungen vor allem Akademiker im Betrieb gehalten, erklärte Zenkl.

Zu den weiteren inhaltlichen Höhepunkten zählten der Vortrag »Humor – Power in Personalwesen und Kommunikation« von Roman F. Szeliga mit großem Andrang und mehrere Podiumsdiskussionen, so zum Beispiel zu den Themen »Blockierte Leistungspotenziale« oder »Risikofaktor Frau«. Oliver Sonnleithner, Geschäftsführer von Karriere.at, fand die Schwerpunkte gut gesetzt: »Auch heuer konnten wieder interessante Themenschwerpunkte präsentiert werden. Im Speziellen jene rund um das Thema Arbeitsmotivation und Arbeitsfähigkeit fand ich sehr passend und gelungen. Denn in Zeiten der wirtschaftlichen Krise ist es wichtig, dass Mitarbeiter gefördert und motiviert werden«. Etwas anders sieht das Martin Poreda, Geschäftsführer und Gründer von Kununu: »Insgesamt fiel mir ein geringeres Besucheraufkommen und die Nicht-Existenz von Vortragsthemen, die auf anderen Personalmessen viel stärker im Fokus stehen, auf. Hier speziell Online-Recruiting und Online-Personalmarketing.«

MEHR BESUCHER UND AUSSTELLER ALS 2008 Im Vergleich zum letzten Jahr mit 2.291 Besuchern zählte die Personal Austria 2009 2.611 Fachbesucher. Die Ausstellerbeteiligung lag bei 192 gegenüber 182 im Vorjahr. Trotzdem hatten neben Martin Poreda einige Aussteller das Gefühl, dass die Besucherzahlen rückläufig waren: »Bis jetzt habe ich jedes Jahr teilgenommen. Mir kam vor, dass heuer weniger Besucher waren«, erklärt beispielsweise Alexander Wozak, Gründer und Geschäftsführer von HR-Consulting. Im Gegensatz dazu konnte beispielsweise Monster »durch den Relaunch von monster.at und die zahlreichen Innovationen im Vergleich zum letzten Jahr einen deutlichen Besucherzuwachs vor Ort feststellen«, erklärt Barbara Wiesinger, Country Manager & Sales Director Austria, Monster Worldwide.

Die zeitgleich mit der Personal Austria stattfindende Messe befanden die Aussteller durchwegs positiv: »Eine wirklich sehr gelungene Veränderung der Messe war heuer die Professional Learning. Durch die Themen wie lebenslanges Lernen, E-Learning, Aus- und Weiterbildung konnten spannende Diskussionen zwischen Personaler, Trainer und Coaches geschaffen sowie Anregungen für das eigene Unternehmen gefunden werden«, so Sonnleithner. Die von der COMPUTERWELT befragten Aussteller waren mit ihrem Messeauftritt großteils zufrieden. Kununu allerdings sieht noch »riesigen Nachholbedarf in österreichischen HR-Abteilungen, was Social Media Marketing und Web 2.0 betrifft – eigentlich schade, weil die Bewerber von heute schon längst mit diesen Tools arbeiten und deren Alltag bestimmen«, so Poreda. Er sieht Personalmessen als guten Gradmesser dafür, wie weit verbreitet diese Themen in HR-Abteilungen sind.

»100 Prozent zufrieden darf man nie sein«, so Rainer Weinzettl, CSO von mii, der auf der Messe neue Trainingsmethoden präsentierte. »Ich glaube dass die Messeveranstalter generell Schwierigkeiten haben, die richtigen Botschaften zu senden. Persönlich bin ich weitgehend zufrieden, wohl war aber die Ausstellerveranstaltung vom Zeitpunkt und Ort unglücklich gewählt«.

»Ich bin mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. Auch in Krisenzeiten hat das Personalwesen keine Auszeit, das hat die Personal Austria eindeutig gezeigt. Lediglich die Fragestellungen sind andere! Besonders freue ich mich über die steigende Nachfrage am Meetingpoint. Auch das neue Pendant, der Preisträger-Meetingpoint, hat voll und ganz eingeschlagen. Das Rahmenprogramm war insgesamt so inhaltsreich wie nie. Unsere Aussteller haben mehr Diskussionen denn je ins Leben gerufen«, so das Fazit der Projektleiterin der Messe, Natascha Hoffner.

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