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11.12.2009 Michaela Holy

International führender Wissenschafter im Bereich Hard- und Software Verifikation an die TU Wien berufen

Mit Helmut Veith ist es der Fakultät für Informatik der Technischen Universität (TU) Wien gelungen, einen hochkarätigen Wissenschafter auf dem Gebiet der Hard- und Software Verifikation von der TU Darmstadt nach Wien zu holen.

Computerfehler und deren Bekämpfung mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen stehen im Zentrum der Forschung von Helmut Veith. Die computerunterstützte Qualitätssicherung, allen voran das so genannte "Model Checking" sowie das automatische Testen, sind überall dort unverzichtbar, wo Fehler in Computerprogrammen besonders gefährlich sind oder sehr teuer werden können. Gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe entwickelt Helmut Veith intelligente Analyseprogramme, die Computerprogramme lesen und automatisch auf logische Fehler und Sicherheitsrisiken untersuchen. Zu den Vorreitern in der Anwendung dieser neuen Technologie zählen die Flugzeug- und Automobilindustrie ebenso wie Hersteller von Computerchips und natürlich auch große Softwarefirmen wie Microsoft.

„Die Verbindung mathematischer Grundlagen mit technischen Anwendungen wird die bestehenden Exzellenzbereiche der TU Wien im Bereich Computational Intelligence und Embedded Systems noch weiter stärken und vernetzen“ beschreibt der Dekan der Fakultät für Informatik Gerald Steinhardt die wichtige Funktion der neuen Professur. Österreichweit entsteht derzeit ein international weit sichtbarer Forschungscluster aus Gruppen an der TU Wien, dem IST Austria, der TU Graz sowie den Universitäten Linz und Salzburg, die unter dem Generalthema „Rigorous Systems Engineering“ eine enge Zusammenarbeit planen. Der Gruppe von Helmut Veith wird in diesem Forschungscluster eine zentrale Rolle zukommen.

Helmut Veith, geboren 1971, studierte Computationale Logik und Informatik an der TU Wien. Nach seiner Promotion sub auspiciis praesidentis im Jahr 1998 war er zunächst an der Informatik-Hochburg Carnegie Mellon University (Pittsburgh, USA) tätig. Sein weiterer Karriereweg führte ihn 2003 als Professor an die TU München, bevor er im Jahr 2008 auf den Lehrstuhl für „Formal Methods in Systems Engineering“ an die TU Darmstadt berufen wurde. Helmut Veith ist nach wie vor als „Adjunct Professor“ mit der School of Computer Science der Carnegie Mellon University eng verbunden und hat Einladungen zu Forschungsaufenthalten an weltweit renommierten Institutionen von Microsoft Research in Cambridge bis zur Russischen Akademie der Wissenschaften erhalten. Im Jahr 2008 war er zum Thema „Danger Inside: Computerfehler in der Infrastruktur“ Gast beim Europäischen Forum Alpbach.

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