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27.01.2010 Michaela Holy

Kooperationen mit Hochschulen bringen mehr Patente

Unternehmen, die mit Universitäten kooperieren, haben deutlich mehr Patente angemeldet als solche, die mit Fachhochschulen oder außeruniversitären Einrichtungen zusammenarbeiten, wie eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes ergeben hat.

Unternehmerische Erfindungen sind neben eigenen Forschungsaktivitäten auch auf externe Wissensquellen und Impulsgeber zurückzuführen. Immer häufiger greifen Unternehmen im Innovationsprozess auf das Wissen von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zurück. Eine Analyse des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) auf Basis von fast eintausend österreichischen Unternehmen zeigt, dass der aktive Wissenstransfer von den Universitäten zu den heimischen Unternehmen eine Verdopplung der unternehmerischen Patentanmeldungen zur Folge hat. Dagegen haben Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder Fachhochschulen keinen Einfluss auf die Patentanmeldungen der Firmen. Am häufigsten wird externes Wissen in Österreich aus Kooperationen (65 Prozent), dem Outsourcen von Forschung und Entwicklung (31 Prozent) und dem Zukauf (15 Prozent) generiert.

»Die wirksamste Strategie, die Patentaktivitäten der Unternehmen zu erhöhen, ist eine F&E-Kooperation mit Universitäten«, erklärt Studienautor Martin Falk, wobei hinsichtlich Einfluss auf Patentanmeldungen kein Unterschied zwischen in- und ausländischen Universitäten besteht. Auch der Zukauf von Wissen von österreichischen Universitäten beziehungsweise die Vergabe von Auftragsforschung an österreichische Unternehmen erhöht die Zahl der Patentanmeldungen, nicht aber von beziehungsweise an ausländische Unternehmen. Dass die Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen keinen Einfluss auf die Patentaktivitäten hat, erklärt Falk mit den Bedürfnissen für radikale und innovative Erfindungen: »Da, wo viel patentiert wird, ist man am Zenit der Forschung, und dafür braucht es die Zusammenarbeit mit Universitäten.« Jedem angemeldeten Patent gehen dabei hohe Forschungsaufwendungen voraus. Eine Erhöhung der Aktivitäten zu Forschung und Entwicklung von Unternehmen um zehn Prozent, gemessen am Anteil des F&E-Personals an der Gesamtbeschäftigung der Unternehmen, steigert die Patentanmeldungen um 7,4 Prozent.

TU GRAZ INNOVATIVSTE UNI Dafür ist der Erfinderreichtum der Universitäten generell enden wollend. Die TU Graz war mit Stand November 2009 die einzige österreichische Universität, die es mit österreichischen Unternehmen aufnehmen kann, wenn es um Innovation geht: Im Ranking des Österreichischen Patentamtes für das Jahr 2008 scheint sie unter den zehn innovativsten Institutionen Österreichs als einzige Universität auf. Mit 14 erteilten Patenten und zwei Gebrauchsmustern liegt die TU Graz auf Platz neun im Ranking. »Die hervorragende Platzierung der TU Graz unterstreicht den Stellenwert universitärer Forschung. Ideenreichtum und aktiver Technologietransfer in die Wirtschaft sind essenziell für eine erfolgreiche Universität«, so Rektor Hans Sünkel und Thomas Bereuter, Leiter der Servicestelle Technologieverwertung. In fünf Jahren habe es durch die TU Graz 285 Erfindungsanmeldungen und 193 Patentanmeldungen gegeben, 37 Patente wurden erteilt. Zwischen 2007 und 2008 wurden von der TU Graz 59 Erfindungen gemeldet, am Wiener Pendant waren es im Vergleich dazu nur 44 Meldungen.

Die erfindungsreichsten Institute sind jenes für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation, das für Analytische Chemie und Radiochemie und das Institut für Festkörperphysik. »Hier wird grundsätzlich bei jedem Projekt überlegt, wie das Know-how verwertet werden kann«, erklärt Bereuter.

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