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11.03.2010 Rudolf Felser/apa

TA ignoriert Bewerbungen freigestellter Mitarbeiter

Telekom-Personalvertretung kritisiert: Schulungen jeden zweiten Tag würden ohne Aussicht auf Wiederbeschäftigung zur Schikane. Hinker: "Call Center-Jobs für Techniker sind keine Lösung."

Die Personalvertretung der Telekom Austria kritisiert den Umgang des Managements mit freigestellten Mitarbeitern. "Dass der Vorstand jetzt auch noch beklagt, dass sich die Mitarbeiter nicht auf offene Posten bewerben würden, ist die Höhe. Das Management hat Bewerbungen von freigestellten Kolleginnen und Kollegen nachweislich ignoriert. Zum Teil haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht einmal eine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten", erklärte der Vorsitzende der Personalvertretung, Markus Hinker am Mittwoch.

Erst kürzlich hat Telekom-Chef Hannes Ametsreiter im Klub der Wirtschaftspublizisten erklärt, dass hausintern 600 Jobs angeboten würden. "Aber dafür meldet sich niemand", so Ametsreiter (siehe auch "Telekom Austria mit 600 offenen Stellen").

Die freigestellten Mitarbeiter müssen seit vergangenen Dezember jeden zweiten Tag zu Schulungen erscheinen. Wieder in den Arbeitsprozess integrieren wolle das Unternehmen die Kollegen aber offenbar nicht, so Hinker. "Wenn man diese Leute bei Bewerbungen einfach übergeht, dann ist die Umschulung nichts als Schikane. Wir haben den Eindruck, dass die Freistellung bei Bewerbungen im Unternehmen immer mehr zu einem Brandmal im Unternehmen wird. Der Vorstand hat im Zuge der Freistellungen Mobbingmethoden eine eindeutige Absage erteilt. Er wäre gut beraten, sich auch daran zu halten", fordert Hinker.

Die Personalvertretung hat die vom Vorstand als "Passivierung" bezeichneten Freistellungen von Beginn an verurteilt und verlangt seither konsequent, dass das Unternehmen das bestehende Know-How der Kollegen nützt. Jetzt auch noch Technikern vorzuwerfen, dass sie sich nicht ins Call Center setzen, ist für den Personalvertreter "das Gegenteil von einer Lösung". Damit wäre weder dem Mitarbeiter noch den Kunden gedient, weil gutes Kundenservice völlig andere Qualifikationen erfordert. "Das weiß das Management ganz genau", so der Chef der Personalvertretung.

KRITIK AUCH VON MOBILKOM-BETRIEBSRAT Auch Mobilkom-Betriebsratschef Werner Luksch fordert von Telekom-Boss Ametsreiter, durch Aussagen über die angeblich mangelnde Job-Flexibilität der Mitarbeiter nicht die gemeinsame "Win-Win-Lösung" bei der bevorstehenden Fusion von Mobilkom und Telekom zu gefährden. "Die Personalvertretung Mobilkom Austria ersucht Sie, am gemeinsamen, sachlichen und lösungsorientierten Weg zu bleiben. In Ihrer Funktion als Führungskraft ersuchen wir Sie, als Vorbild Ihrer Führungsmannschaft solche Aussagen in Zukunft zu vermeiden", heißt es in einem Brief an Ametsreiter. Bei der Telekom Austria sind von den rund 10.000 Beschäftigen im Inland knapp 1.000 dienstfrei gestellt, da es für sie keine Verwendung gibt, sie aber aufgrund des Beamtenstatus nicht gekündigt werden können. (rnf/apa)

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