Gastkommentar: Herausforderungen und Strategien des CIO Detail - Computerwelt

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07.04.2010 Alfons Bridi*

Gastkommentar: Herausforderungen und Strategien des CIO

In den letzten Jahren ist die Bedeutung der IT als "interner Dienstleister" sehr stark gestiegen.

Auf Grund dieser Entwicklung einerseits und der Wirtschaftssituation andererseits geraten Chief Information Officer immer stärker in das folgende Spannungsfeld: steigende Anforderungen an den Automatisierungsgrad der Geschäftsprozesse, weitere Professionalisierungserfordernisse in der Dienstleistungserbringung und stetig steigender Kostendruck. Die Frage, die sich stellt, lautet: Wie kann nun ein CIO in diesem Spannungsfeld »überleben« bzw. sogar »brillieren«?

Die Steuerung der IT-Systeme, das heißt die IT-Governance, steht dabei im Fokus. Ein zentrales Element ist dabei die auf die Unternehmensstrategie ausgerichtete und im Unternehmen abgestimmte IT-Strategie mit folgenden Kernbereichen: Applikations-, Plattform-, Sourcing-, Investment-, Sicherheits- und Innovationstrategie und die daraus abgeleiteten und operationalisierten Zielen. Voraussetzung für das Ausrichten der IT auf die tatsächlichen Leistungsanforderungen, das heißt Rightsizing, sind dabei klare Leistungsvereinbarungen – sprich Service Level Agreements – mit den anfordernden Fachbereich und mit allen verschiedenen Leistungsträgern in der Kette der Dienstleistungserbringung.

Weiters gilt es, das bestehende IT-Kennzahlsystem zu durchforsten beziehungsweise, wenn nicht vorhanden, zwingend aufzusetzen und als »Governance Leitstand« zur effizienten Steuerung der Dienstleistungserbringung einzusetzen. Auch hier gilt der Grundsatz: »Besser eine Handvoll verständlicher und klar kommunizierbarer Key Performance Indikatoren, als eine Vielzahl unverständlicher!«

Ein weiterer Überlebensfaktor zur Gestaltung der Innovationen, sowohl der Technologie als auch der Methoden und des Know-how-Erhalts und -Aufbaus, ist ein aktiv gesteuertes »Innovation Screening«. Um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden, liegt es somit klar in den Händen des CIO, die Entwicklung seiner Position und der Rolle durch obige Steuerungselemente aktiv zu gestalten.

* Alfons Bridi verfügt über Erfahrung in den Bereichen IT-Strategie und Organisationsentwicklung, IT-Governance, Security Management, Change Management und hat bereits als Leiter eines Software-Entwicklungslabors gearbeitet. Zum Thema IT-Governance hat er für Banken, Industrieunternehmen und den öffentlichen Sektor IT-Organisationsanalysen durchgeführt und den darauf folgenden Change Prozess begleitet.

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