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07.04.2010 Michaela Holy

AIT ermöglicht "Papawochen"

Väter von neugeborenen Kindern, die beim Austrian Institute of Technology oder Joanneum Research arbeiten, haben nun die Möglichkeit, zwei Wochen Vaterurlaub zu nehmen.

Im wissenschaftlichen Bereich besteht für Väter immer noch eine sehr hohe Hemmschwelle, Karenz in Anspruch zu nehmen. Durch die »Papawochen« setzt das Austrian Institute of Technology (AIT) ein Signal für seine Mitarbeiter und die Gesellschaft, dass die Familie in wichtigen Lebensphasen an erster Stelle kommen sollte. Der Aufsichtsrat des AIT hat der Einführung einer Betriebsvereinbarung zu den Papawochen im Rahmen des Forschungskollektivvertrages zugestimmt. Dadurch ermöglicht das Technologie-Institut Vätern von neugeborenen Kindern, bis zu zwei Wochen bezahlten Sonderurlaub zu nehmen.

»Vor allem unter den Wissenschaftlern ist es nicht sehr verbreitet in Vaterkarenz zu gehen. Die Papawochen erleichtern es den Vätern, eine gewisse Zeit bei ihren Familien zu bleiben. Ich begrüße solche unternehmensinternen Regeln sehr«, erklärt Infrastrukturministerin Doris Bures. »Projekte wie diese können der Grundstein für eine aktive Vaterschaft und damit ein wichtiger Beitrag zu Chancengleichheit sein«. Ein Wunsch der Bundesministerin ist es, dass sich andere Unternehmen an den beiden Leitbetrieben AIT und Joanneum Research ein Beispiel nehmen. Die beiden Unternehmen gehen mit den »Papawochen« 2010 in die Offensive für Chancengleichheit.

»Natürlich bleiben alle Sozialleistungen während den Papawochen für die Väter erhalten. Es besteht vor, nach und während dieser Zeit ein Kündigungsschutz und die Gehälter werden voll ausbezahlt«, sagt Gabriele Ambros, Präsidentin von Forschung Austria, einem Dachverband der außeruniversitären anwendungsorientierten Forschung und technologischen Entwicklung.

ALLE SOZIALLEISTUNGEN BLEIBEN ERHALTEN »Diese Zusatzvereinbarungen sollen den Arbeitnehmern von AIT und Joanneum Research die Sicherheit geben, diese Freistellung auch wirklich in Anspruch nehmen zu können. Ein Wunsch von Forschung Austria ist es, dass sich die Partnerbetriebe daran ein Beispiel nehmen und solche Papawochen für ihre Betriebe in Erwägung ziehen«.

Das AIT ist mit 150 verschiedene Teilzeitmodellen generell sehr flexibel, was die Arbeitszeit betrifft. Die Elternteilzeit ist sogar im Kollektivvertrag verankert, der Anspruch entsteht schon nach einem Jahr aktiver Dienstzeit. Die Reaktion der Mitarbeiter ist sehr positiv: Drei Väter haben schon bekannt gegeben, die Papawochen in Anspruch nehmen zu wollen.

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