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21.04.2010 Michaela Holy

E-Recruiting im Fokus

Die Bedeutung von Online-Jobplattformen steigt kontinuierlich, der Plafond ist noch nicht erreicht. Doch nicht alle Jobs können so besetzt werden. Ausschlaggebend ist das Ausbildungsniveau.

Eine Diplomarbeit zum Thema »E-Recruiting in den Leitbetrieben Österreichs unter besonderer Berücksichtigung von Online-Jobplattformen« hat im Interesse des Online-Portals Topjobs Europe Entwicklungen und etwaige Veränderungen im Nutzungsverhalten von Unternehmen im Vergleich zu 2007 (wo dieselbe Frage in einer Diplomarbeit gestellt wurde) aufgezeigt.

Fast drei Viertel der teilnehmenden Unternehmen gab an, Online-Jobplattformen für Recruiting-Prozesse zu nutzen, während nur mehr etwa ein Viertel der Betriebe darauf verzichtet. Gemäß vergleichbaren Recherchen nutzten 2007 nur 60 Prozent der Unternehmen Online-Jobplattformen als Recruiting-Instrumente. Generell spiegelt sich der Trend zur vermehrten Nutzung von E-Recruiting auch in der Verwendung von anderen Online-Diensten zur Personalbeschaffung wider. So ziehen die befragten Unternehmen vor allem unternehmenseigene Karriereseiten für die Personalbeschaffung heran um dort Stellenausschreibungen zu platzieren.

Neben E-Recruiting setzen die Personalisten auch klassische Personalbeschaffungsinstrumente ein. Dabei setzt ein Großteil auf Stellenausschreibungen mittels Inseraten in Printmedien, gefolgt von Empfehlungen. Letztere stellen ein wesentliches Rekrutierungsinstrument dar und werden ihre Bedeutung wohl auch bei immer stärkerer Internetnutzung nicht verlieren. Im Vergleich Online/Print verzeichnen bereits 49 Prozent der Personalisten einen höheren Bewerberrücklauf auf Online-Stellenausschreibungen.

BOOM seit 2006 Stellenanzeigen werden grundsätzlich in mehreren Online-Jobplattformen geschalten – im Durchschnitt werden 3,6 parallel genutzt. 34 Prozent der Befragten nutzen Online-Jobplattformen schon seit mehr als fünf Jahren als Rekrutierungsinstrument. Der Großteil der teilnehmenden Unternehmen, 37 Prozent, verwenden diese seit zwei bis drei Jahren, was einen diesbezüglichen Boom in den Jahren 2006 bzw. 2007 erkennen lässt. Lediglich sechs Prozent der Studienteilnehmer bedienen sich seit weniger als einem Jahr dieser Form des Recruitings.

Ebenfalls abgefragt wurde das Internet-Verhalten der Personalverantwortlichen vor der Einstellung eines potenziellen Mitarbeiters. 43 Prozent der Befragten nützen für weitere Informationen zu den Bewerbern Internetforen und soziale Netzwerke. An erster Stelle steht hier Google, gefolgt von dem explizit als »soziales Netzwerk« definierten Xing.

AUSBILDUNGSNIVEAU Offenbar besteht eine gut ersichtliche Korrelation zwischen dem Ausbildungsniveau der Kandidaten und der Verwendungshäufigkeit von Online-Jobplattformen. So werden von 87 Prozent Fachhochschul- und Uniabsolventen und von 71 Prozent AHS- bzw. BHS-Maturanten mit Hilfe von Online-Plattformen gesucht, weniger als die Hälfte nehmen diese für die Suche von Meister- und Fachschulabsolventen in Anspruch. Vor allem Spezialisten und technisches Personal werden online gesucht. Stellen für Team- und Projektleitung werden von 49 Prozent via Online-Jobplattformen ausgeschrieben, für die Positionen in der obersten Hierarchieebene kommen Online-Jobplattformen dagegen kaum zum Einsatz.

Zahlreiche Online-Jobplattformen bieten als Zusatzservice Bewerbermanagement-Tools an. Überwiegend gaben die Studienteilnehmer an, Zusatzangebote kaum zu nutzen und schlossen auch eine zukünftige Nutzung eher aus. Lediglich das Tool der Selbsteingabe bzw. –verwaltung von Stellenanzeigen wird von 30 Prozent der Befragten genutzt. Ebenso viele können sich eine Nutzung in Zukunft vorstellen. Das größte Potenzial liegt in Gehalts- sowie Potenzialanalysen, die jeweils von 30 Prozent als künftig interessant erachtet wurden.

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