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16.06.2010 Michaela Holy

Unterstützung bei Innovationsfähigkeit

Nicht nur die IT-Branche hat inzwischen mit kürzeren Produktzyklen und Entwicklungszeiten zu kämpfen, auch KMU müssen sich kontinuierlich verändern und neue Ideen effizient umsetzen.

Wien – Um innovationswillige Unternehmen zu unterstützen, wurde vom Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) der WKO die Experts Group Innovation und Technologietransfer, »Transinno«, ins Leben gerufen. Die Mitglieder der Gruppe bieten ihren Kunden Unterstützung im gesamten Innovations-Prozess an. Die Entwicklung von Innovations-Strategien sind dabei ein ebenso wichtiger Aspekt wie der Einsatz von Kreativitätstechniken zur Ideenfindung und die Bewertung von Ideen. Die Consultants beraten die Firmen, wenn es um Förderungen und Finanzierungsfragen geht und helfen dabei, die richtigen Kooperationspartner zu finden. Die Unterstützung reicht letztendlich bis zur Markteinführung der Innovationen. Als flankierende Maßnahmen dazu dienen die Analyse von Technologie- und Markt-Trends und Methoden der Zukunftsforschung. »Erfreulicherweise konnten wir in den letzten Jahren eine verstärkte Innovationsbereitschaft in praktisch allen Wirtschaftsbereichen feststellen«, so Robert Bodenstein, Obmann der Berufsgruppe Unternehmensberater in der WKO. Er warnt aber gleichzeitig vor einer übersteigerten Euphorie: »Innovationsansätze entspringen oft einer großartigen Idee, doch fehlt vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen oft das Know-how, die Gedanken erfolgreich in die Praxis umzusetzen.« Dazu gehöre etwa das Wissen um Schutzrechte und mögliche Förderungen, aber auch eine neutrale, Bewertung der Idee. »Es gilt nicht nur, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit zu prüfen, sondern die damit verbundenen Chancen und Risiken gegenüberzustellen«, fasst Bodenstein zusammen. »Für eine erfolgreiche Innovation braucht man vor allem drei Zutaten: Sensibilität, Flexibilität und Freiraum«, erklärt Unternehmensberater Michael Dell, Sprecher der Experts Group. So braucht es in der Produkt-Innovation ein ausgeprägtes Sensorium für neue Technologien und deren Anwendungsfelder, während es in der Entwicklung wichtig ist, das Ohr nahe am Markt zu haben und so rascher und individueller auf die Wünsche der Kunden eingehen zu können als der Mitbewerb. Flexibilität ist eine der wesentlichen Stärken der mittelständischen Wirtschaft, da ein kleines Unternehmen schneller und effizienter auf Marktsituationen reagieren kann als ein Großkonzern. TIPPS FÜR ERFOLGREICHE INNOVATIONEN »Und wir sollten mehr Freiräume schaffen – inhaltlich wie zeitlich! Gerade in der frühen Phase der Innovation legen wir uns oft unnötigen Zeitdruck auf«, so Dell. Er empfiehlt, mit der Ideenfindung schon wesentlich früher zu beginnen und dadurch in der frühen Innovations-Phase zu »entschleunigen«. »Ebenso wichtig sind aber auch persönliche Freiräume – oft sind wir Gefangene unserer Denkweisen und erkennen mögliche Lösungsansätze nicht, weil wir uns selbst einengen.«

Die Kommunikation mit Lieferanten, Kunden und Endusern ist eine wesentliche Voraussetzung, um mit neuen Ideen Erfolg zu haben. In vielen Fällen kann es für ein Unternehmen aber auch sinnvoll sein, Kooperationen mit Universitäten oder anderen Forschungsinstituten einzugehen. Um die Hürden abzubauen, wurde der Innovations-Scheck ins Leben gerufen: Bis zu 5.000 Euro stehen bereit, um erstmalig mit einer wissenschaftlichen Institution zusammenzuarbeiten. INTERNES UND EXTERNES POTENZIAL Um das kreative Potenzial der Mitarbeiter zum Wohle des Unternehmens nutzen zu können, ist es notwendig, den Menschen entsprechende Freiräume zur Verfügung zu stellen und ihre Kreativität zu unterstützen. Aber auch außerhalb des eigenen Unternehmens finden sich zahlreiche Ideenquellen, wie etwa Kunden, Fachliteratur und mehr. Diese Ideenquelle fehlt Ein-Personen-Unternehmen (EPU) aber. Deshalb ist es gerade für EPU wichtig, ein Netzwerk von »kreativen Mitspinnern« aufzubauen, die an der Ideenfindung mitarbeiten können, und auf die man auch bei der Lösung von Detail-Problemen zählen kann. Dieser Prozess ist zwar sehr zeitaufwendig und erfordert ein hohes Maß an Vertrauen, bringt aber auch gute Chancen, da gerade EPU flexibel und schnell auf neue Anforderungen reagieren können. Letztendlich sind es nicht die Produktionstechniken oder Geschäftsprozesse, die den Erfolg eines Unternehmens bestimmen, sondern die Kunden. Deshalb ist es bei der Umsetzung neuer Ideen ausgesprochen wichtig, sich in die Rolle des Kunden zu versetzen und zu analysieren, welche Vor- oder vielleicht auch Nachteile eine Innovation für ihn zur Folge haben könnte. [mi]

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