Umdenken ist angesagt Detail - Computerwelt

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07.07.2010 Michaela Holy

Umdenken ist angesagt

Ein Feldversuch der FH St. Pölten hat gezeigt, dass die Benutzung von Smartphones im Unterricht positive Effekte sowohl sozialer als auch fachlicher Natur hervorrufen.

Handys im Unterricht verbessern die Lernleistung von Schülern und wirken sich sogar positiv auf das Klassenklima aus. Das zeigt eine Studie der Fachhochschule St. Pölten, die in Feldversuchen an Schulen spielerisch Smartphones in den Unterricht integriert hat. Laut Studie bietet das Handy-Lernen vor allem zwei Vorteile: Die Schüler beschäftigen sich aktiver mit dem Stoff und im Klassenverband entstehen neue soziale Gruppen, die zusammen lernen.

Die Schüler sind allein durch die Verwendung der Handys schon motiviert. Denn das mobile Gerät bietet die Möglichkeit des interaktiven Lernens – die Schüler lernen spielerisch und damit auch effizienter. So haben sie sich im Feldversuch interaktiv mit dem Lernstoff beschäftigt, indem sie Aufgaben mit dem Handy in virtuellen Gruppen lösten. Besonders überraschend ist darüber hinaus ein anderer Effekt: Das Handy-Lernen wirkt sich positiv auf die Klassengemeinschaft aus. Denn wird das Handy von den Schülern in anonymen Teams genutzt, fallen die üblichen sozialen Probleme bei der Gruppenbildung weg – nämlich, dass Kinder normalerweise nur mit ganz bestimmten Mitschülern zusammenarbeiten wollen.

»Jugendliche sind heutzutage Digital Natives. Dies sollte man sich auch in der Schule zunutze machen. Denn Smartphones erfüllen die wichtigsten Funktionen für das Arbeiten im Internet und werden im Gegensatz zu einem Laptop von Jugendlichen ständig und überall mitgenommen und angewendet. Das legt den Grundstein für mobiles Lernen und wirkt sich aktivierend und motivierend auf die Schüler und Schülerinnen aus«, so Projektleiter Grischa Schmiedl vom Institut für Medieninformatik.

Neben den sozialen und schulischen Vorteilen kann das Handy-Lernen auch eine gute Möglichkeit bieten, Schüler zu körperlicher Aktivität zu motivieren. Gerade Jugendliche leiden oft unter Bewegungsmangel. Im Zuge der Studie arbeiteten sich die teilnehmenden Schüler im Alter von elf bis zwölf bzw. 16 Jahren mit Freude bei einer Rätselrallye quer durch die Schule. Dies ist eine gelungene Abwechslung zum Lernalltag an der Schulbank, wieSchmiedl erläutert: »Das Handy wirkt sich aktivierend auf die Jugendlichen aus. Zusätzlich fördert die Bewegung auch das bessere Einprägen des Schulstoffs. Diese Vorteile ergeben sich durch die Mobilität der Smartphones.«

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