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23.09.2010 Rudolf Felser/Christof Baumgartner

Forscher sollen ihre IT bündeln

Forscher sollen durch das von der EU geförderte EGI-Projekt (European Grid Infrastructure) Zugang zu der kombinierten Rechenkapazität von über 200.000 PC in mehr als 30 europäischen Ländern erhalten.

Die EU-Kommission unterstützt das Projekt EGI-InSPIRE über einen Zeitraum von vier Jahren mit einem Beitrag von 25 Millionen Euro. Dabei geht es darum, die Rechenkapazitäten von ansonsten ungenutzten PC zu koppeln, um Forschern die erforderliche Rechenleistung für die Lösung komplexer Probleme zur Verfügung zu stellen. Der Ausbau von Forschungsinfrastrukturen wie der EGI ist Teil der Digitalen Agenda für Europa. Hierzu erklärte die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes: »Wenn die europäischen Forscher Zugang zu größeren Rechenkapazitäten haben, können sie umfangreiche Forschungsaufgaben in Bereichen wie Klimawandel und Gesundheitswesen leichter in Angriff nehmen. Die Europäische Gridinfrastruktur wird dazu beitragen, die Position Europas in der Forschung zu stärken und unseren Wissenschaftlern die nötige Unterstützung zu geben, wobei gleichzeitig Energie gespart und Kosten gesenkt werden können.« Die Rechenkapazitäten können entweder von großen »Supercomputern« kommen, wie sie von der PRACE-Initiative (Partnership for Advanced Computing in Europe) bereitgestellt werden, oder durch Vernetzung anderweitig ungenutzter PC entstehen, die über Hochgeschwindigkeitsnetze miteinander verbunden sind.

KOSTEN UND ENERGIE SPAREN Für den Vorläufer der EGI, das Enabling Grid for E-Science, wurden laut EU-Angaben über einen Zeitraum von acht Jahren über hundert Millionen Euro bereitgestellt. Das Netz wird heute von rund 13.000 Forschern genutzt, beispielsweise von Physikern am Large Hadron Collider in der Schweiz und von Wissenschaftlern anderer Bereiche. Die Möglichkeit, dass unterschiedliche Forschergemeinschaften die Rechenkapazität vorhandener Computer nutzen, soll laut EU auch zu spürbaren Kosten- und Energieeinsparungen führen. Es wird damit gerechnet, dass Europa in den kommenden Jahren über zwei Milliarden Euro in neue IKT-Forschungsinfrastrukturen für verschiedene Bereiche wie Naturwissenschaften und Technik, Energie, Umwelt und Medizin sowie Werkstoffe und Analyseeinrichtungen investieren wird. Kosteneinsparungen sind möglich, wenn die beteiligten Forscher die über die EGI verfügbaren Rechenkapazitäten nutzen, anstatt eigene Netze oder Supercomputer zu entwickeln.

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