Gehaltsentwicklungen Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


24.09.2010 Michaela Holy/pi

Gehaltsentwicklungen

Wirtschaftsforschungsinstitute heben ihre Wachstumsprognosen aktuell an. Damit gehen Wünsche nach Gehaltssteigerungen Hand in Hand – Kienbaum schätzt diese Forderung realistisch ein.

Während im letzten Jahr eher verhalten in die Zukunft geblickt wurde, macht sich aktuell in Westeuropa wieder Optimismus breit. In einzelnen Wirtschaftsbereichen ist sogar ein für alle Beteiligten überraschend deutlicher Aufschwung festzustellen. Aktuell heben die verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognosen teilweise deutlich an. Mit den Meldungen zu verstärktem Wirtschaftswachstum wird auch der Ruf nach Gehaltssteigerungen lauter. Eine Forderung, der die Arbeitgeber nach Einschätzung von Kienbaum Consultants im kommenden Jahr durchaus nachkommen werden. So zeichnen sich einige deutliche Trends bei der Vergütung der Mitarbeiter ab.

Bei Gesprächen zum Thema Gehaltsentwicklung haben die Consultants vermehrt vernommen, dass Einmalzahlungen an die Mitarbeiter zugunsten von strukturellen Gehaltserhöhungen deutlich abnehmen werden. Als weiterer Trend zeichnet sich die Zunahme von variablen Vergütungsbestandteilen zunehmend auch für die Nicht-Führungsebene empirisch ab. Die Zunahme der variablen Vergütung bietet sowohl aus Arbeitgeber- als auch aus Arbeitnehmersicht Vorteile. Während die notwendigen finanziellen Aufwände für Gehälter mit dem wirtschaftlichen Erfolg »atmen«, werden die Leistungsträger im Vergleich zur Funktionsebene relativ höher vergütet und damit langfristig an das Unternehmen gebunden.

OSTEN ZIEHT LANGSAM NACH Der beschriebene Aufschwung vollzieht sich in den osteuropäischen Ländern tendenziell langsamer beziehungsweise zeitversetzt. So verzeichneten beispielsweise Russland und Ungarn seit vielen Jahren erstmals wieder einen deutlichen Anstieg der Bewerberzahlen. Die freien Kapazitäten auf dem Arbeitsmarkt sprechen für einen Rückgang der wirtschaftlichen Leistung noch im Jahr 2010. Erste Anzeichen deuten jedoch auch in osteuropäischen Ländern auf einen erneuten gesamtwirtschaftlichen Aufschwung hin. In Polen stagnierten beispielsweise im Jahr 2010 die Bewerberzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Während der Krise war speziell die Nachfrage nach geringqualifizierten Bewerbern stark eingebrochen. Dass sich dieser Einbruch bei der Nachfrage nicht in vollem Umfang bemerkbar machte, war insbesondere mit der gestiegenen Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften und Experten zu begründen. Diese wurden auch in den Krisenjahren 2008 und 2009 stark nachgefragt. Hier erwarten die Kienbaum-Consultants eine weiterhin starke Nachfrage.

Großkonzerne, die vor der Krise nach Osteuropa expandierten, haben in den vergangenen beiden Jahren grundsätzlich ihre Osteuropapräsenz gehalten. Durch den sich abzeichnenden Aufschwung finden diese Unternehmen in Osteuropa gute Bedingungen vor, da sich die Gehaltsstrukturen landesspezifisch mehr oder weniger deutlich von denen des Westens unterscheiden. Auch wenn die betrachteten Länder für westliche Unternehmen häufig eine herausfordernde Infrastruktur aufweisen, wie z. B. in Rumänien oder der Ukraine, überwiegen die Chancen in Osteuropa.

Für die CEE-Länder ist daher ein Anstieg des Vergütungsniveaus deutlich oberhalb der jeweiligen Inflationsraten zu erwarten. Der wirtschaftliche Aufschwung wird sich somit auch in fast allen CEE-Ländern in einer Steigerung der Realeinkommen ausdrücken.

Zusätzliche Wachstumsimpulse wird speziell für Polen und die Tschechische Republik erwartet. Beide Staaten streben die Einführung des Euro an. Zwar hat die Krise den Zeitplan beider Länder negativ beeinflusst, jedoch rechnet Polens Regierung unverändert mit einer Einführung im Jahr 2012. Für die Tschechische Republik hingegen wird mit einer Einführung nicht vor 2015 gerechnet.

Das Ziel der Kienbaum Gehaltsentwicklungsprognose 2011 ist es, Unternehmen einen Orientierungsrahmen in der Vorbereitung von personalpolitischen Entscheidungen zu bieten. Hierzu hat Kienbaum auch in diesem Jahr wieder 25 ausgewählte europäische Länder bezüglich der jeweiligen erwarteten Gehaltsentwicklungsbudgets in den Fokus genommen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • SEQIS GmbH

    SEQIS GmbH Qualitätssicherung, Expertensysteme, Tools, Security Audits, E-Commerce-Software, B2B Dienste und Lösungen, Übernahme von Softwareprojekten,... mehr
  • T-Systems Austria GesmbH

    T-Systems Austria GesmbH WLAN-Systeme, VPN, Voice Mail Dienste, Videokonferenz-Systeme, Unified Messaging Dienste, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management,... mehr
  • Rittal GmbH

    Rittal GmbH Netzwerk-Management, Netzkomponenten, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Überwachungssysteme, Notfalls-Rechenzentren, Netzwerk- und Systemüberwachung,... mehr
  • customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH

    customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH B2C Dienste und Lösungen, B2B Dienste und Lösungen, User Helpdesk-Systeme und Hotlines, Systempflege- und Wartung, Outsourcing, IKT-Consulting, Facility Management,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: