Personalbeschaffung spielt nun wieder eine große Rolle Detail - Computerwelt

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07.10.2010 Michaela Holy

Personalbeschaffung spielt nun wieder eine große Rolle

Nachdem krisenbedingt Umstrukturierungen, Kurzarbeit und Personalfreisetzungen auf der HR-Agenda standen, nimmt 2010 die Suche nach Talenten in Österreich wieder stark zu.

Der Geschäftsbereich HR-Software von Sage in Österreich und das deutsche Schwesterunternehmen Sage HR Solutions haben im Trendindex Personalarbeit das erste Mal auch in Österreich Personalentscheider zur aktuellen Situation und den Zukunftsaussichten personalrelevanter Themen befragt. Der Sage HR Trendindex Personalarbeit wird vergleichbar dem ifo-Geschäftsklimaindex berechnet und berücksichtigt sowohl eine aktuelle Lageeinschätzung als auch die Erwartung an die Zukunft.

Das wichtigste Ergebnis ist wohl, dass sich eine Trendwende in den Personalabteilungen abzeichnet. Während in den vergangenen zwölf Monaten Umstrukturierungen und Personalfreisetzungen sowie die strikte Überwachung der Personalkosten im Fokus der Personalentscheider standen, nimmt 2010 die Suche nach Talenten in Österreich wieder stark zu. Rund ein Drittel der befragten Personalverantwortlichen (31 Prozent) gab an, dass das Thema »Personalbeschaffung/Recruiting« in den kommenden Monaten an Bedeutung gewinnen wird. Sogar mehr als ein Drittel der befragten HR-Mitarbeiter gab an, verstärkt Maßnahmen zur Personalentwicklung/Weiterbildung (37 Prozent) anbieten zu wollen, um damit ihre Mitarbeiter in Zeiten wachsender Konjunkturnachfrage an das Unternehmen binden zu können. In dieses Bild passt, dass die Bedeutung des Themas »Personalfreisetzungen« nur mehr für sieben Prozent der Befragten von Bedeutung ist. Das Thema Personalkostenplanung ist für über 58 Prozent der Befragten eines mit hoher Bedeutung; es nimmt damit die Spitzenposition der wichtigsten Themen ein, noch vor dem Thema der flexiblen Arbeitszeitsysteme.

Was die zukünftigen Themen der HR-Verantwortlichen betrifft stehen flexible Arbeitszeitsysteme, weiterhin Personalkostenplanung, Personalentwicklung beziehungsweise Weiterbildung und Systeme zur Mitarbeiterbindung im Vordergrund der Überlegungen.

VERGLEICH ÖSTERREICH UND DEUTSCHLAND Auch in Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild. Das Thema Personalkostenplanung ist hier ebenso am wichtigsten und Personalfreisetzungen spielen auch eine untergeordnete Rolle. Die größten Unterschiede in beiden Ländern bei der aktuellen Bedeutung der Personalthemen gibt es bei den Themen Flexibilität in der Arbeitszeit und Arbeitsrecht, denen die österreichischen Personaler eine deutlich höhere Bedeutung zusprechen als ihre deutschen Kollegen. Was die zukünftige Wirtschaftsentwicklung betrifft, sind die deutschen HR-Verantwortlichen deutlich optimistischer als die Österreicher. Fast die Hälfte der befragten Personaler in Deutschland (42 Prozent) sieht die Bedeutung von Personalbeschaffung/Recruiting zukünftig im Steigen begriffen. Das sind gut zwölf Prozentpunkte mehr als in Österreich (30 Prozent).

FACHKRÄFTEMANGEL Abschließend wurden in der Studie noch allgemeine Fragen zu Personalthemen gestellt, wobei mehr als 50 Prozent der heimischen HR-Verantwortlichen der Meinung sind, dass es in Zukunft schwieriger wird, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Die meisten (47 Prozent) wollen bei drohendem Fachkräftemangel mehr in die eigene Ausbildung und Bindung von Fachkräften investieren. Interessant waren auch die Ergebnisse zur Frage, welche Tätigkeit im Personalbereich den höchsten Anteil bezogen auf die dafür benötigte Arbeitszeit hat. Für rund jeden zweiten Personaler sind vor allem administrative Aufgaben am zeitintensivsten, wie die Umsetzung der monatlichen Lohnabrechnung (54 Prozent) und die Erstellung von Auswertungen und Analysen für Personalbereich und Management (42 Prozent).

Benigna Prochaska, Geschäftsführerin von Sage in Österreich und verantwortlich für den Bereich HR, sieht angesichts der erstmaligen Umfrage-Ergebnisse für Österreich eine Bestätigung ihrer Einschätzung: »Die verantwortlichen Mitarbeiter in den Personalabteilungen wollen in den kommenden Monaten wieder vermehrt auf die Beschaffung von Personal setzen. Dies kann auch als Indikator dafür gewertet werden, dass viele Unternehmen die zukünftige Entwicklung ihres Unternehmens positiv beurteilen und nun dort weitermachen, wo sie vor der Krise aufgehört haben: Nämlich beim Recruiting von Fachpersonal sowie der Bindung bestehender Know-how-Träger.«

Um die Ergebnisse in Zukunft auch ex-post bewerten zu können, wird Österreich auch weiterhin am quartalsweisen Trendindex teilnehmen. Dann werden auch hier Vergleiche mit der Vergangenheit und Trendanalysen möglich sein.

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