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13.10.2010 Michaela Holy

Neue Technologien verändern Österreichs Klassenzimmer

Eine aktuelle, repräsentative Studie des SORA-Instituts erhob im Auftrag der Telekom Austria die Einstellung der Bevölkerung zu neuen Technologien und zur Interaktion von Mensch und Maschine.

„Neue Technologien werden die Bildung aus Sicht der Österreicher in den nächsten Jahren positiv beeinflussen. Aber auch wenn der Laptop an die Stelle des Schreibheftes tritt: Die Technik soll den Menschen unterstützen, nicht ersetzen“, erklärt Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group.

Speziell für die Vermittlung von Wissen stehen zunehmend neue Technologien und Plattformen wie etwa Wikipedia zur Verfügung. „Die Fähigkeit, moderne Kommunikationstechnologien zu nutzen, ist eine zentrale Kulturtechnik wie Schreiben oder Rechnen“, veranschaulicht Hannes Ametsreiter. Die Telekom Austria Group engagiert sich, dass die technischen Voraussetzungen und die Medienkompetenz in der Gesellschaft mit den technologischen Entwicklungen Schritt halten. Hannes Ametsreiter ergänzt: „E-Inclusion bedeutet für uns, allen Menschen Zugang zu neuen Technologien und somit auch zu Information zu ermöglichen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie das Know-how über die richtige Nutzung erhalten und mögliche Risiken neuer Technologien kennen.“

Die Österreicher stehen dem Einsatz neuer Technologien in der Bildung offen gegenüber. 86 Prozent denken, dass diese sich in den nächsten 50 Jahren im Bildungsbereich positiv auswirken werden. Bereits in den nächsten zehn Jahren sollen viele Zukunftsszenarien eintreten: 58 Prozent glauben, dass Volksschüler im Jahr 2020 ausschließlich mit Computern arbeiten und 40 Prozen, dass E-Learning-Plattformen die Anwesenheit in der Schule ersetzen werden. Die Lernumgebung hat sich schon in den vergangenen zehn Jahren massiv verändert. Mit dem verstärkten Einsatz von Informationstechnologien zu Hause und in der Schule wird sich laut Experten auch die Einstellung zum Lernen ändern. „E-Learning und neue Technologien können eine Verschiebung bewirken: weg vom fremdbestimmten Lernen, hin zu mehr Selbstbestimmung und Verantwortung der Schüler“, sagt Ao.Univ.Prof. Peter Purgathofer vom Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung an der Technischen Universität Wien. Seine Kollegin Ao.Univ.Prof. Margit Pohl beschreibt: „Lehrer werden zu Moderatoren und Begleitern, gleichzeitig verlieren sie an inhaltlicher Autorität.“

Durch den Einsatz neuer Technologien wandelt sich zunehmend das Rollenbild und Selbstverständnis von Schülern und Lehrern. Dies bestätigt Konstantin Mitgutsch vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Boston: „In den letzten zehn bis 20 Jahren haben die Schüler bereits gelernt, selbst Antworten auf Fragen zu formulieren. Mittlerweile sind wir einen Schritt weiter: Künftig werden Schüler nicht nur die Antwort erarbeiten, sondern auch die Frage.“ Wenn Schüler sich Wissen eigenständig aus Datenbanken und dem Internet herunterladen, werden Lehrer immer mehr zu Vermittlern. Sie zeigen, wie mit der Informationsflut umzugehen ist, moderieren Prozesse und fördern die Reflexion der Schüler. Neue Technologien sollen Lehrer aus Sicht der Österreicher keinesfalls ersetzen: 89 Prozent wollen nicht, dass Internet und elektronische Lernplattformen gänzlich an die Stelle von Lehrern treten und 77 Prozent wünschen sich, dass die Schüler auch in Zukunft täglich ins Klassenzimmer kommen.

Ein zentrales Thema beim Einsatz neuer Technologien im Bereich Bildung ist die Kontrolle. Werden intelligente Spielzeuge und Roboter zur Förderung der Lernfortschritte bei Kindern noch von 38 Prozent der Befragten befürwortet, ist bei der körperlichen Verschmelzung von Mensch und Technik eindeutig Schluss: Nur vier Prozent der Befragten können sich vorstellen, über einen im Gehirn implantierten Mikrochip direkt mit anderen Personen zu kommunizieren. 89 Prozent lehnen einen implantierten Chip mit Daten wie in einem Lexikon ab. Und 86 Prozent sind dagegen, dass Menschen sich den Lernstoff direkt vom Computer auf einen solchen Chip laden.

Die Telekom Austria Group fördert Bildung in zwei Bereichen: Ihre Infrastruktur und ihr Know-how ermöglichen vielen Menschen den technischen Zugang zu Bildung. Ein Beispiel dafür ist „School Highway“, die österreichweite Business-Plattform für Bildungseinrichtungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Weitergabe von Know-how und Medienkompetenz. Zu den zahlreichen Projekten in Österreich zählen die Initiativen „Saferinternet.at“ sowie „handywissen.at“ zur Information und Unterstützung von Schülern, Lehrern und Eltern beim Umgang mit neuen Technologien. Auch in der gesamten Telekom Austria Group gibt es weitere Aktivitäten: Mobiltel in Bulgarien führt die Initiative „Think b4 u upload“ gegen Kinderpornographie und Gewalt gegen Kinder durch und Si.mobil bietet in Slowenien spezielle Jugendtarife mit Sicherheitsmechanismen an.

Informationen zur gesamten Studie finden Interessierte hier.

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