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21.10.2010 Michaela Holy/pi

Umdenken gefordert

Die Vermittlung älterer Arbeitnehmer ist für Personalvermittlungs-Unternehmen oft schwer, obwohl sie in vielen Fällen wichtige Kompetenzen mitbringen und meist sehr loyal sind.

Die politische Debatte um die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters ist nicht nur in Deutschland in vollem Gange. Auch in Österreich steht Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl den Vorschlägen von Sozialminister Rudolf Hundstorfer zur Anhebung des Pensionsantrittsalter grundsätzlich positiv gegenüber. Ab 2014 wird es Änderungen geben, Zielgröße des Pensionsantritts ist bei Männern 62 Jahre statt jetzt 60 und bei Frauen 59 Jahre statt 57. »Aber was ist mit den vielen älteren Arbeitnehmern, die dann schlechte Chancen hätten, bis ins hohe Alter beschäftigt zu sein. Und tatsächlich haben Unternehmen noch immer Vorbehalte gegenüber älteren Arbeitnehmern, auch wenn diese die benötigten Qualifikationen mitbringen«, sagt Sabine Maschek, Leiterin der Niederlassung des Geschäftsbereichs Office & Management der DIS AG in Wien.

Maschek erinnert sich noch gut an die schwierige Vermittlung einer 51-jährigen Assistentin der Geschäftsführung: »Anfänglich wollte man unsere Mitarbeiterin nicht kennenlernen, da sie zu alt sei. Die Qualifikationen spielten gar keine Rolle.« Nur mit viel Überzeugungskraft konnte die Niederlassungsleiterin das Unternehmen dazu bewegen, nicht nach dem Alter, sondern nach den Kompetenzen zu beurteilen.

Fälle wie diese sind keine Seltenheit. Immer wieder müssen die Personalreferenten der DIS AG Überzeugungsarbeit leisten, wenn eine Fachkraft älter als 50 Jahre ist. »Wir kennen unsere Mitarbeiter gut und wissen daher genau, für welche Einsatzbereiche sie besonders geeignet sind und ob sie zu unserem Kundenunternehmen passen. Zudem legt die DIS AG viel Wert auf lebenslanges Lernen, sodass unsere Mitarbeiter, auch wenn sie 50 Jahre oder älter sind, noch immer auf dem neuesten Stand sind, was die Entwicklungen in ihrem Beruf angeht«, so Maschek.

Neben beruflicher Qualifikation und Erfahrung bringen ältere Arbeitnehmer auch oft große Führungs- und Sozialkompetenz mit. »Es ist für mich daher verwunderlich, wie viele Unternehmen gerade in Zeiten des Fachkräftemangels die Einstellung eines Mitarbeiters nicht von der jeweiligen Kompetenz und Erfahrung abhängig machen, sondern als erstes aufs Alter schauen.« Der Einsatz älterer Arbeitnehmer macht auch längerfristig Sinn, da sie meist sehr loyale Mitarbeiter sind.

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