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25.10.2010 Joan Goodchild*

6 Facebook- und Twitter-Karrierekiller

Social Community-Fans aufgepasst: Wir stellen Ihnen sechs böse Fehler in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, vor, die Sie den Job kosten können.

Travis Megale ist ein glücklicher Mitarbeiter und nutzt regelmäßig Facebook. Er weiß, wie er die Seite richtig nutzt und was man besser nicht veröffentlichen sollte. Viele Facebook-Nutzer wissen das nicht. Eine Kündigung aufgrund eines falschen Facebook-Verhaltens landet immer wieder auf den Titelseiten diverser Magazine. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des E-Mail-Sicherheitsunternehmens Proofpoint fand heraus, dass sieben Prozent der befragten US-Unternehmen schon Mitarbeiter aufgrund diverser Aktivitäten in sozialen Netzwerken gekündigt haben. Weitere 20 Prozent der Firmen haben Mitarbeiter aufgrund dessen schon verwarnt. Es sind genau solche Statistiken, die Megale dazu inspirierte seine Facebookgruppe „Fired because of Facebook" (wegen Facebook gekündigt) zu gründen.

„Ich bin Lehrer, sodass ich doppelt aufpassen muss, welche Beiträge ich sende oder welchen Gruppen ich im Internet beitrete. Ich habe die Gruppe gegründet, um meinen Kollegen Mut zu machen und eine Austauschplattform zur Verfügung zu stellen", sagt Megale. „Leute mit denen ich zusammengearbeitet habe, schrieben schon Beiträge und schickten Bilder, die in den Händen der falschen Leute zu einer Kündigung führen könnte. Ich hoffe, dass diese Seite einigen Menschen helfen wird, keine dummen und teuren Facebook-Fehler zu begehen."

Die Gruppe bemüht sich Leute zu warnen, indem aufgrund einer Facebook-Geschichte gekündigte Mitarbeiter eingeladen werden. Diese Leute werden ermutigt ihre Geschichte anderen als Warnung mitzuteilen. Neuste Beispiele können auf der Pinnwand gelesen werden. Ein Mitglied schrieb: "Gefeuert, da ich F*** diese Nuggets auf die Pinnwand eines Freundes geschrieben habe. Ich war drei Jahre lang Manager bei McDonalds. Und das war es jetzt!" Ein anderes Mitglied schrieb: "Gekündigt, da ich nicht zu dem Personenkreis gehöre, den wir [das Unternehmen] einstellen wollen. Ihr Verhalten im Privatleben wirfst ein schlechtes Licht auf das Unternehmen."

Unternehmen haben jedoch gute Gründe das Verhalten ihrer Mitarbeiter in sozialen Netzwerken zu verfolgen und auch entsprechend zu handeln. Die häufigsten Befürchtungen seitens des Unternehmens sind der Ruf und Sicherheitsbedenken. Manchmal sind auch das Marken-Image oder die Mitarbeiter-Sicherheit in Gefahr.

Wir nennen Ihnen auf den nächsten Seiten die größten Fehler, die Sie in sozialen Netzwerken begehen können und die Konsequenzen haben, wenn Ihr Arbeitgeber von diesem Verhalten erfährt. Die Top 6 für beinahe garantierte Arbeitslosigkeit.

Schlecht über den Beruf oder das Unternehmen sprechen Dieser Punkt scheint sehr einleuchtend zu sein, doch für viele Leute ist er es nicht. Einige Facebook-Nutzer scheinen innerhalb des sozialen Netzwerkes ein passendes Frust-Ventil für Freunde gefunden zu haben. Es wird hemmungslos über den Beruf, Kollegen und den Arbeitsplatz bei Freunden und Familie gelästert im Vertrauen, dass auch nur die gewünschten Adressaten etwas davon mitbekommen. „Dies ist jedoch nicht immer der Fall, vor allem bei fehlerhaften Privatsphären-Einstellungen", sagt Tom Eston, Host der Webseite socialmediasecurity.com. Nutzer sollten also nicht nur darauf achten, vernünftige Privatsphären-Einstellungen einzurichten, sondern generell auf das Lästern über die Arbeit verzichten.

„Lassen Sie es einfach bleiben", sagt Eston. „Häufig wird ein Beitrag bei Facebook veröffentlicht, den der Verfasser schon nach ein paar Tagen bereut. Sie können dafür jedoch nicht die Sozialen Netzwerke an den Pranger stellen. Vielmehr sollten die Nutzer verantwortungsvoller mit dem, was sie schreiben und denken, umgehen."

Selbst wenn Ihre Privatsphären-Einstellungen eigentlich alle Nachrichten blockieren sollten, so führen manche Facebook-Updates manchmal zu einem Reset einzelner Punkte zur Standardeinstellung. Dann sind beispielsweise bestimmte Beiträge doch wieder für jeden sichtbar bis der Nutzer die entsprechenden Privatsphären-Einstellungen wieder zurücksetzt. Genau dies ist einer Lehrerin aus Cahassett, Massachusetts passiert, die im August nach einem Facebook-Beitrag entlassen wurde. Im Beitrag schrieb Sie, dass Sie an dieser Schule kein Jahr mehr durchhalte. June Talvitie-Siple, die in einem anderen Beitrag ihre Schüler als ‚Bakterienschleudern‘ bezeichnet hat, war nicht bewusst, dass ihre Privatsphären-Einstellung zurückgesetzt wurden. Deswegen ist es wichtig immer mal wieder die Einstellungen zu überprüfen.

Dann gibt es auch noch Menschen, die einfach sehr vergesslich sind. Wie eine Frau, die sich über ihren Chef ausgelassen hat und deren Beitrag zur Internet-Legende wurde. Die Privatsphären-Einstellungen waren korrekt. Nur leider war auch der Chef ein Facebook-Freund, der alles wunderbar mitlesen konnte.Die Frau hat ihren Status aktualisiert und schrieb: „OMG ICH HASSE MEINEN JOB!! Mein Chef ist ein totaler, perverser (kotz) Wi**ser. Er lässt mich ständig sch***ß Zeug machen, was mich einfach ankotzt!! So ein Wi**ser!!"

Der Chef antwortete darauf: „Ich glaube Sie haben vergessen, mich über diesen Beitrag zu informieren." Und der letzte Satz lautet: „Sie brauchen sich keine Umstände zu machen und morgen bei der Arbeit erscheinen. Und ja, ich meine das ernst."

Verteidigung ist auch nicht die beste Lösung Verteidigen Sie Ihren Arbeitgeber in einem Onlinestreit besser nicht. Dies ist das genaue Gegenteil des ersten Fehlers, und trotzdem kann solch ein Verhalten auf Ablehnung stoßen. Ganz gleich, ob Sie nur das Beste für Ihr Unternehmen wollen.

Der Grund ist, dass Sie zwar der Meinung sind das Richtige zu sagen, aber Sie sind kein ausgewiesener Experte, der öffentlich seine Meinung kundtun sollte. Falsche Beiträge können entweder unwahr oder für das Unternehmen sogar schädlich sein. Der Netzwerkgigant Cisco beispielsweise schreibt in seinen Sozial-Media-Richtlinien, dass Arbeitnehmer sich nur dann in eine Online-Diskussion über das Unternehmen einmischen dürfen, wenn sie ausdrücklich über die Erlaubnis dazu verfügen.

„Wenn ein Arbeitnehmer etwas Negatives über sein Unternehmen im Internet sieht, dann haben sie häufig das Bedürfnis ihren Arbeitgeber zu schützen. Vor allem, wenn die Mitarbeiter sehr zufrieden sind", erklärt Christopher Burgess, Sicherheitsberater für Cisco. „Jedoch ist ein umfangreiches und stichhaltiges Gegenargument nicht in 140 Twitter-Zeichen unterbringbar. Wir haben unseren Mitarbeitern kurz und knapp erklärt: ‚Die PR-Abteilung kümmert sich um alles.‘"

Sprechen Sie nicht über Unternehmens-Geheimnisse oder -Sicherheitsvorkehrungen „Sie haben also mitbekommen, dass Ihr Unternehmen ein anderes kaufen möchte und intern eine Diskussion über massive Entlassungen geführt wird? Dann behalten Sie das unbedingt für sich. Wird diese Information bei Facebook oder Twitter veröffentlicht, dann ist es beinahe so schlimm, als würden Sie direkt bei einer Zeitung anrufen. Auch wenn Sie der Meinung sind, sich nur mit Eingeweihten auszutauschen, so besteht immer ein Risiko, dass die Nachricht an die falschen Leute weitergeleitet wird", sagt Eston.

„Auch wenn Sie die Nachricht in einen größeren Zusammenhang verstecken, so sollten bestimmte Informationen niemals auf solchen Plattformen diskutiert werden. Schließlich ist der anrichtbare Schaden für das Unternehmen immens", fügt Eston hinzu.

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