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11.12.2010 Michaela Holy

Trendwende am Arbeitsmarkt

Die Ergebnisse des Manpower Beschäftigungsausblickes zeigen für das erste Quartal 2011 einen Negativtrend: 13 Prozent der HR-Verantwortlichen planen, Anfang 2011 Personal abzubauen. Nur sechs Prozent der Personalisten haben vor, Neuzugänge aufzunehmen.

Die besten Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz haben Bewerber in den Wirtschaftssektoren Verkehr & Telekommunikation (+ sechs Prozent), Handel (+ drei Prozent) sowie Öffentliche Hand & Soziales (+ drei Prozent). Eine positive Beschäftigungsentwicklung wird nur für die Bundeshauptstadt (+ vier Prozent) und Oberösterreich (+ zwei Prozent) erwartet, den stärksten Abbau sehen Personalisten im Burgenland (-19 Prozent). Auch im internationalen Vergleich liegt Österreich bei HR-Spezialisten gemeinsam mit Griechenland, Tschechien, Irland, Spanien, Rumänien und Frankreich auf den hinteren Rängen.

„Nach der erfreulichen Beschäftigungsentwicklung des Jahres 2010 ist für das 1. Quartal 2011 eine Wende zu erwarten“, so Erich Pichorner, Geschäftsführer von Manpower Österreich. Seit sieben Jahren erhebt der Personaldienstleiter die Rekrutingpläne von 750 Personalisten aus Österreich und knapp 64.000 HR-Verantwortlichen weltweit. „Die Firmen sind nach wie vor etwas unsicher über die weitere Geschäftsentwicklung und daher zögerlich bei Einstellungen von Eigenpersonal. Schlüsselpositionen wurden bereits heuer besetzt und daher besteht kein weiterer Bedarf in 2011“, meint Pichorner.

Personalzuwachs erwarten die HR-Spezialisten nur in Wien (+ vier Prozent) und Oberösterreich (+ zwei Prozent). Besonders pessimistisch zeigt sich das Burgenland (-19 Prozent), dicht gefolgt von Salzburg (-18 Prozent) und Vorarlberg (-17 Prozent). Leichte Beschäftigungszuwächse werden für die Sektoren Verkehr & Telekommunikation (+ sechs Prozent), Handel sowie Öffentliche Hand & Soziales (je + drei Prozent) angenommen.

GLOBALER VERGLEICH „In 32 der 39 befragten Länder prognostizieren HR-Verantwortliche eine Personalaufstockung – Österreich zählt leider nicht dazu“, so Pichorner. Ein Rückgang wird in nur sieben Ländern erwartet: Griechenland ist mit -15 Prozent das Schlusslicht, gefolgt von Österreich (- sieben Prozent), Irland und Tschechien (je - fünf Prozent), Spanien (- vier Prozent), Rumänien (- zwei Prozent) und Frankreich (- ein Prozent). Die stärksten Tendenzen für Neueinstellungen finden sich in der Türkei, in Deutschland und Schweden. „Diese Erwartungen resultieren aus den überdurchschnittlich guten politischen Prognosen, die besagen, dass sich der Sektor Finanzwesen & Dienstleistungen in Deutschland weiter erholen wird“, erklärt Pichorner. „In Schweden ist dieselbe positive Strömung zu beobachten – hier ist die höchste Beschäftigungsrate seit zwei Jahren auszumachen.“ Die besten Chancen weltweit auf einen neuen Job gibt es in Indien mit herausragenden Umfragewerten von +41 Prozent, gefolgt von China (+38 Prozent) und Taiwan (+32 Prozent).

„Gerade in turbulenten Zeiten sollten Unternehmen auf gezielte personalpolitische Maßnahmen setzen. Nur mit strategischer Talentförderung können die Langzeit-Ziele eines Unternehmens erreicht und schwierige Phasen gemeistert werden“, so Pichorner. Die Talente im Unternehmen werden mehr und mehr zum größten Unterscheidungsmerkmal im wirtschaftlichen Wettbewerb. „Schon bald werden Arbeitnehmer mit stark nachgefragten Fähigkeiten die wichtigste und knappste Ressource eines Unternehmens“, so Pichorner. Wichtig sei dabei die Abstimmung der Personalstrategie auf die Unternehmensstrategie, erklärt der Manpower Geschäftsführer. Das stelle langfristig die richtige Besetzung am richtigen Platz zur richtigen Zeit sicher.

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