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25.02.2009 Michaela Holy/pi

Attraktiv durch Weiterbildung

Persönliches Engagement, Fachwissen und Zusatzqualifikationen sind in Krisenzeiten gefragt.

Job erhalten und Job finden benötigen heute die gleiche Strategie: Alle verfügbaren Kanäle wie Internetplattformen, Businessnetzwerke, aber auch persönliche Kontakte müssen effizient genützt werden. Mit Massenmails und nicht personalisierten Lebensläufen ist in Zeiten wie diesen kein Start hinzulegen. »Die persönliche Note und Ansprache sind maßgebliche Erfolgsfaktoren bei der Jobsuche«, erklärt MBA-Admissions & Executive-Coach, Alexander Mandl. »Die Weiterentwicklung von persönlichen und fachlichen Qualifikationen, aber auch eine effiziente Selbstvermarktung sind Grundvoraussetzung, um erfolgreich zu bleiben.« Betroffen sind nicht nur Arbeitnehmer, die durch die Wirtschaftskrise ihren Job verloren haben, sondern de facto jeder. »Jobsuchende müssen ihre besonderen Kompetenzen in ihrem Lebenslauf deutlich herausarbeiten. Außerdem sollte das Bewerbungsschreiben zeigen, dass sich der Kandidat mit dem Unternehmen bereits ausführlich auseinander gesetzt hat«, ergänzt Careesma Österreich Marketing-Chefin JuliaAtzesberger.

Auch die Anforderungen an Arbeitnehmer sind deutlich gestiegen. Bereits jeder Dritte hat das erkannt und ist an beruflicher Weiterbildung interessiert, um als Arbeitskraft attraktiv zu bleiben. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Lernsysteme, das größte Fernlehre-Institut Deutschlands. Ähnliche Erfahrung machte in den vergangen Wochen auch die österreichische Online-Jobbörse Careesma. »Unternehmen, die derzeit Stellen besetzen, suchen ausschließlich nach Top-Talenten. Diese müssen nicht nur Experten in ihren Aufgabengebieten sein, sondern besonders auf Veränderungen effizient und schnell reagieren können«, erklärt Atzesberger. »Natürlich haben Kandidaten mit MBA, Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnissen mehr Chancen auf eine Stelle als Jobsuchende ohne jegliche Zusatzqualifikationen.«

Auch Manager setzen auf Lösungen wie etwa Zeitarbeitsmodelle in Kombination mit Weiterbildungsmaßnahmen, um ihr qualifiziertes Fachpersonal über die Krise retten zu können. Damit werden nicht nur spätere Recruiting-Kosten in Zeiten des Aufschwungs vermieden, sondern stellen auch zukunftsorientierte Investitionen dar. Eine aktuelle Studie der Universität Linz bestätigt, dass jeder Euro, der in Weiterbildung investiert wird, dem Unternehmen 13 Euro Rendite bringt. Bereits nach drei Monaten haben sich die Kosten für die Weiterbildung amortisiert. Arbeitnehmer fühlen sich sicherer im Job, und Unternehmen sind wettbewerbsfähiger. Die Freisetzung von Mitarbeitern gilt als Einsparungsmöglichkeit. »Man trennt sich vor allem von jenen Mitarbeitern, die keine Zusatzkompetenzen besitzen. Falls diese Stellen in Zeiten der Wirtschaftskrise neu besetzt werden, wenden sich die Firmen dann an Personalberater«, erklärt Wolfgang Kowatsch, Careesma Österreich Country-Manager.

Durch die Krise verzeichnen auch Top-Business-Schools einen verstärkten Zulauf. »Multinationale Firmen bieten schon seit Jahren ihren Mitarbeitern, die sich länger an das Unternehmen binden, gesponserte MBA-Programme an«, so Mandl. »Jetzt werden diese Angebote vermehrt angenommen, da sie helfen, konkurrenzfähig zu bleiben, aber auch nach der Weiterbildung einen Arbeitsplatz garantieren.« In den meisten Fällen muss man sich jedoch ein MBA-Programm selbst zahlen. »Vielen Jobsuchenden geht es darum, keine Zeitlücken in ihrem Lebenslauf zu hinterlassen«, erklärt Julia Atzesberger. »Außerdem ist ein Top-MBA eine krisensichere Investition, um erfolgreich im Job zu bleiben«, so Mariam Amir-Ahmadi, Managerin bei Accenture. »Heutzutage sind innovatives Management, Entrepreneurship, ein internationales Netzwerk sowie multi-kulturelle Arbeitserfahrung die Grundlagen für fundierte, langfristige Geschäftsbeziehungen.«

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