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01.04.2009 apa/Rudolf Felser

TU-Testlabor für interaktive Technologien

Dem Zusammenspiel von Computervision und -grafik haben sich mehrere Institute der Informatikfakultät der TU Graz verschrieben.

Dem Zusammenspiel von Computervision und -grafik haben sich mehrere Institute der Informatikfakultät der Technischen Universität Graz (TUG) verschrieben. Als Testfeld zur Weiterentwicklung interaktiver Technologien wird an der TUG das um rund 250.000 Euro neu eingerichtete "Intelligent Room Labor" eröffnet.

Unter dem Motto "Graphics meets Vision" versucht man am Institut für Maschinelles Sehen (ICG) die Grenzen zwischen den Feldern Computer Graphics ("maschinelles Darstellen") und Computer Vision ("maschinelles Sehen") zu überbrücken. "In der Vision gewinnen wir Informationen aus Bildern, die Grafik geht den umgekehrten Weg, indem sie Informationen in Bilder verpackt", erläutert Horst Bischof vom ICG.

Mögliche Anwendungen seien etwa die Analyse und Visualisierung von Gefäßstrukturen in der Medizin, Navigationssysteme der Zukunft mit Erkennung von Objekten und die hochpräzise dreidimensionale Rekonstruktion ganzer Städte. Unter dem Titel "Confluence of Vision and Grafics" wurde zuletzt gemeinsam mit dem Institut für Computergrafik und Wissensvisualisierung ein Exzellenzprogramm für Studierende eingerichtet.

Und diesen Studierenden soll das rund 120 Quadratmeter große "Intelligent Room Labor" in der Inffeldgasse 25 als "Spielfeld" zur Testung ihrer Innovationen dienen: "Insbesondere, wenn mehrerer Personen an einem Projekt arbeiten, eröffnen interaktive Technologien völlig neue Wege in der Zusammenarbeit", so Bischof.

Beispielsweise könnten die neuen Technologien auch zur Konzeption von Großraumbüros zur Anwendung kommen, wo Wände und Tischplatten zu interaktiven Projektionsflächen werden: "Statt Daten per Email oder USB-Stick zu verteilen, können Applikationsfenster etwa mit dem Mauszeiger über Display-Grenzen hinweg auf gemeinsame Arbeitsbereiche wie etwa eine große Projektionswand bewegt werden", schildert der Grazer Informatiker Dieter Schmalstieg ein denkbares Szenario. Geht es nach dem Forscher, so löst der Mensch die klassische Computermaus überhaupt bald ab: "Mögliche Vision ist, dass der Nutzer künftig im interaktiven Raum PC-Befehle mit Gesten steuert", so Bischof. (apa)

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