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19.06.2009 Michaela Holy

Neue Akademie für Führungskräfte

Die Anforderungen an Führungskräfte wachsen und Höherqualifizierung ist gefragt. Deswegen startet die Akademie für Führungskräfte des bfi.

Studien belegen, dass Bildung und vor allem Hochqualifizierung auch jetzt gefragt sind, und als Erfolgsfaktor für die Zeit 'danach' von den befragten Unternehmen als notwendig erachtet wird. "Dazu kommen unsere langjährigen Erfahrungen im Bildungssektor, unser gutes Image z.B. durch die Lehrlings- und Facharbeiterausbildungen und vor allem die bisher steigenden Teilnahmezahlen auch bei den Managementausbildungen. Die für jedes Unternehmen wesentlichen Kernbereiche (Führung, Kommunikation, Produktmanagement, Logistik und Facility Management) werden abgedeckt. Praxisorientierung und gleichzeitige Verzahnung mit der Wissenschaft garantieren Ausbildungen am Puls der Zeit und für die Zukunft," erklärt Herwig Stage, Geschäftsführer des bfi Wien.

Die akademische Ausbildung Integrierte Kommunikation (IK) mit Masterabschluss (4 Semester, Vertiefung wählbar entweder PR/Lobbying oder Angewandtes Marketing&BWL) ist ein wichtiger Beitrag zur Professionalisierung der Unternehmen. Die Absolventen bringen interdisziplinäre Kompetenzen im Bereich Marketing, PR und Werbung mit. Die IK-Manager denken ganzheitlich und beziehen alle Abteilungen und Beteiligten bei der strategischen Koordination der Unternehmenskommunikation mit ein.

Die vielstrapazierte "Krise" ist wohl auch 2009 ein Favorit für das Unwort des Jahres meint Ursula Haas-Kotzegger, Lektorin der Wirtschaftsuniversität Wien/Internationales Marketing, Leiterin des Diplomlehrgangs Internationales Produktmanagement. "Das aktuelle Wirtschaftsumfeld wird oft mit den 1930er-Jahren verglichen. Es gibt die Befürchtung, dass die derzeitige Krise ähnliche Ausmaße wie die Große Depression annehmen könnte. Was spricht dafür, dass die Große Depression II nicht eintritt? Zum Teil wiederum das positive Potenzial von Globalisierung. Es gibt viele Beispiele, wie internationale Zusammenarbeit auf wirtschaftspolitischer Ebene aktuell funktioniert: die Kooperation der entwickelten Länder, innerhalb der G7 oder der OECD, wird zunehmend auf Emerging Markets, allen voran China, Indien, Russland und Brasilien, ausgedehnt.

Auf Unternehmensebene bedeutet Globalisierung, dass Märkte kaum auf eine Region oder eine Nation beschränkt sind. Weder die Märkte für Güter und Dienstleistungen, noch jene für Arbeitnehmer und Produktionsmittel," so Haas-Kotzegger. Daher steige auch der Bedarf an Mitarbeiter und Führungskräften im internationalen Umfeld. Zum Fachwissen werden Fremdsprachen und auch interkulturelle Kompetenzen erwartet. Der Lehrgang liefert dazu das Know-how: "Die Teilnehmer erlernen und vertiefen unter anderem ihr Wissen in den Bereichen Internationales Marketing und Management, Konsumentenverhalten, Marktforschung, Markteintritt und Produkteinführung sowie interkulturelles Management und Teamarbeit. Weiters beinhaltet der Lehrgang ein Cambridge Business English Certificate und ein Training im Bereich Präsentationstechnik. Teile des Lehrgangs werden auch in englischer Sprache abgehalten", so Haas-Kotzegger.

Auch ein spezieller Lehrgang für weibliche Führungskräfte wird angeboten. Die Erfahrungen haben nämlich gezeigt, dass die Teilnehmerinnen den eigenen Raum, den ihnen die Ausbildung bietet, um die Stärken und den eigenen Führungsstil zu entwickeln, sehr schätzen, so Michaela Grüsser, Managementberaterin für internationale Unternehmen und Leiterin des Diplomlehrgangs Women’s Success. "Der Unterrepräsentation von Frauen in Entscheidungspositionen steht gleichzeitig eine breite Diskussion über die 'Vorteile des weiblichen Führungsstils' gegenüber. Empathie ist das Zauberwort - und die Aktivierung dieser Eigenschaft wird immer wichtiger. Sich in den anderen hineinzuversetzen, sich einlassen können auf andere Menschen, das ist, was Mitarbeiter künftig noch stärker von ihren Führungskräften erwarten. Traditionell werden Intuition und Empathie als 'weibliche' Eigenschaften definiert und schnell als 'schwach' be- und verurteilt. Als wichtigste Eigenschaft von Führungskräften (nach einer Befragung unter Führungskräften) wird Kommunikationsstärke angesehen. Gute Kommunikation bedeutet, zuhören und die Sicht des anderen zu verstehen. Ist das typisch 'weiblich'? Ich bin überzeugt, dass auch Männer, die verstärkt auf diese Aspekte setzen, besonders charismatische Führungskräfte sind." Der Lehrgang beinhaltet neben dem fachspezifischen Managementwissen auch Stressmanagement und wird durch Kamingespräche mit Experten und Expertinnen ergänzt.

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