Kaum Ausbildungen für App-Programmierung Kaum Ausbildungen für App-Programmierung - Computerwelt

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01.11.2012 :: Printausgabe 22/2012 :: Michaela Holy +Premium Content, Knowhow

Kaum Ausbildungen für App-Programmierung

App-Entwickler sind gefragt, das Angebot an Ausbildungen ist aber noch mager. Einige Bildungseinrichtungen reagieren darauf.

© Fotolia / Miqul





Einhergehend mit der rasanten Verbreitung von Smartphones müssen heutzutage nicht nur Webseiten für die mobile Nutzung optimiert werden, es ist auch ein stark wachsender Markt für Applikationen entstanden, für die es Programmierer braucht. App-Entwickler gelten als gefragte Spezialisten, doch die Ausbildungsmöglichkeiten sind eher dürftig. Einige Ausbildungsstätten haben die Notwendigkeit aber inzwischen erkannt.

Das SAE Institut bietet ab diesem Semester den Mobile Application Development Diploma Kurs an, der als Blended Learning Programm die Grundlagen zur professionellen Entwicklung mobiler Apps für Smartphones und Tablet-Computer vermitteln soll. Die Ausbildung konzentriert sich dabei auf iOS und Android. Neben den technischen Grundlagen der App-Entwicklung vermittelt der Lehrgang auch die wirtschaftlichen Hintergründe, die für die erfolgreiche Platzierung von mobilen Applikationen in den Appstores notwendig sind. Er umfasst außerdem eine Einführung in Projektmanagementtechniken für Softwareentwicklungsprojekte und einen Überblick über die mobilen Plattformen Windows Phone und Blackberry OS. Der nächste Kurs beginnt im April 2013, dauert ein Jahr und wird in Englisch abgehalten.

Das Wifi Wien hat verschiedene Ausbildungen in diese Richtung im Portfolio, so werden seit über einem Jahr die Kurse „App-Entwicklung für Android“ (nächster Kurs: 16. - 18.1.2013) und „Mobile JavaScript für iPhone, iPad und Android“ (nächster Kurs: 19.11.2012 bis 11.12.2012) angeboten. Seit diesem Jahr erweiterte das Wifi außerdem sein Angebot um  die Kurse „App-Entwicklung für iPhone und iPad“ (nächster Kurs: 28.01.2013 bis 01.02.2013) und „2D Game Development für iPhone und iPad“ (nächster Kurs: 04.03.2013 bis 05.03.2013). Sie richten sich jeweils an Software-Entwickler oder Entwickler mit Grundlagenkenntnissen in HTML/XHTML und Javascript.

APP-ENTWICKLUNG BEGEISTERT
An der FH Kufstein dürfen Studierende des Bachelor-Studiengangs Web-Business & Technology im dritten Semester eigene Ideen als mobile Applikation umsetzen. Die Lehrveranstaltung Softwareentwicklung Mobile habe das Ziel, Geschäfts­modelle und mobile Anwendungen zu erdenken und umzusetzen, so Lektor Thomas Hoheisel. Die Teams entwickeln unabhängig voneinander mit minimalen Vorgaben und waren auch für Management Summary und Vermarktungskonzept zuständig. "Auch außerhalb der Lehrveranstaltung ist in diese Projekte viel Engagement und Zeit geflossen", sagt Hoheisel. Die Apps reichen beispielsweise von einem Einkaufsmanager am Smartphone über eine App zu kollektivem Wissen bis hin zu einer Unfall-App als Dokumentationshilfe. "Aus dem Blickwinkel einer praxisnahen Ausbildung wird hier die Vermittlung von Lehrveranstaltungsinhalten mit der Bearbeitung einer selbstgewählten Aufgabenstellung verknüpft, die ein aktivierendes und vertieftes Lernen stimuliert – dieses Konzept hat sich in seiner ersten Erprobung sehr gut bewährt", sagt Studiengangsleiter Karsten Böhm.

Auch das Berufsförderungsinstitut BFI bietet angehenden App-Entwicklern mit "App-Entwicklung für Android mit Java" einen Workshop, der bereits zum zweiten Mal stattfindet. "Unser Produktmanagement reagiert damit auf den anhaltend großen Markterfolg von auf Android basierenden Smartphones", erklärt Valerie Höllinger, kaufmännische Geschäftsführerin des BFI Wien, im Gespräch mit der COMPUTERWELT. "Ausschlaggebend für die Entwicklung dieser Weiterbildung war aber auch das große Kunden-Interesse insbesondere der zahlreichen Absolventen unserer Ausbildung zum Java-Programmierer aus den vergangenen Jahren. Nicht zuletzt zielt das Angebot auch auf Unternehmen ab, die ihre IT-Mitarbeiter in diesem Bereich höherqualifizieren wollen", sagt Höllinger.

Das BFI Wien will seine Produktpalette im Bereich Java erweitern, beispielsweise soll sich ein Java-Aufbaulehrgang intensiver der Programmierschnittstelle widmen, ein Lehrgang mit Schwerpunkt Datenbankanbindung ist in Entwicklung und der Entwicklungslehrgang für Android-Apps soll auf 80 Unterrichtseinheiten erweitert werden. Der nächste Workshop "App-Entwicklung für Android mit Java" beginnt am 22. Jänner. Erforderlich sind fortgeschrittenes Java-Knowhow oder gleichwertige Kenntnisse und ein eigenes Android-Smartphone. (mi)

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