Am Weg in die Post-PC-Ära Am Weg in die Post-PC-Ära - Computerwelt

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08.03.2013 Michaela Holy

Am Weg in die Post-PC-Ära

Kürzlich fand an der FH St. Pölten die 13. Austrian International Networking Academy Conference (AINAC), eine Weiterbildungskonferenz für IT-Lehrer, statt. Thema der diesjährigen Konferenz waren Innovationen im Netzwerkbereich sowie deren wachsende Bedeutung in der Zukunft.

v.l.: Johann Haag, Gabriela Fernandes, Achim Kaspar, Jutta Jerlich und Christian Schöndorfer.

© FH St. Pölten

Innovationen im Netzwerkbereich haben zu grundlegenden Änderungen in Wirtschaft, Kultur und der persönlichen Kommunikation geführt. In vielen Teilen der Welt nutzen Menschen Online-Dienste um zu lernen, zusammen zu arbeiten und Informationen auszutauschen, Telekonferenzen ersetzen immer häufiger Flugreisen. Und die Bedeutung von Netzwerken wird auch in Zukunft weiter wachsen.

Dies betonte auch Achim Kaspar, CEO von Cisco Systems Austria, in seiner Keynote zur Eröffnung der Konferenz. Die Menschheit sei auf dem Weg in die Post-PC-Ära. "Wir schreiben weniger E-Mails und kommunizieren stattdessen in sozialen Netzwerken mit Smartphones. Der Trend geht weg von den klassischen Desktop-PC zu mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet-PC. Für die junge Generation, die versiert mit aktuellen Technologien umzugehen weiß, reicht der übliche Desktop-PC nicht mehr. Für sie ist der Zugriff auf soziale Netzwerke von unterwegs und zu jeder Zeit selbstverständlich geworden, und diesem Umstand muss man in jeder Hinsicht gerecht werden – egal ob in der Ausbildung oder im späteren Berufsleben", sagt Kaspar. Doch mit der verstärkten Rolle von Netzwerken steigen auch die Gefahren und die Herausforderungen für die IT-Sicherheit. "Junge Menschen müssen im Umgang mit Internet-Medien sensibilisiert werden. Es gibt Verhaltens- und Sicherheitsrichtlinien, die zu beachten sind. Diese sind nicht nur im privaten Bereich, sondern später auch für den Beruf unumgänglich", sagt Kaspar. Das sah auch Rolf Schulmeister von der Universität Hamburg ähnlich. Er referierte über die Ergebnisse seiner Studie ZEITLast, in der er sich mit dem Zeitmanagement von Bachelor- und Masterstudierenden beschäftigte, in der Ablenkung durch neue Medien eine große Rolle spielt.

"Die raschen Veränderungen in der Berufswelt und die damit verbundenen Anforderungen an die Absolventen führt auch zu einer notwendigen Anpassung der didaktischen Methoden und Rahmenbedingungen. Mit der Einführung des blockorientierten Unterrichts im Studiengang IT Security wurde dem Rechnung getragen. Die begleitenden wissenschaftlichen Studien belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", meint Johann Haag, Studiengangsleiter IT-Security.

In Vertretung der Bildungsministerin begrüßte Ministerialrat Christian Dorninger die zahlreichen Gäste. Er wünschte sich, dass "die Veranstaltung viele neue Impulse liefert" und sicherte den anwesenden Lehrkräften auch in Zukunft die Unterstützung des Bildungsministeriums zu.

Die Konferenz ist Teil des 1997 von Cisco Systems Austria gegründeten "Cisco Networking Academy Program", einem umfassenden, globalen Partnerschaftsangebot für den Bildungssektor, das Lernmaterialien für die Vermittlung von Kenntnissen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verfügung stellt. Das "Cisco Networking Academy Program" bietet Interessierten die Möglichkeit, sich zu NetzwerktechnikerInnen mit einem weltweit anerkannten Abschluss ausbilden zu lassen. "Das Programm bietet auch für Schulen bzw. Ausbildungsprogramme ohne IT-Fokus Materialien, wie zum Beispiel IT-Essentials und IT im Gesundheitswesen an. Damit möchten wir Schulen, Lehrer und Lehrerinnen bei der Erwerbung und Vermittlung von wichtigen IT- und Medienkompetenzen unterstützen", ergänzt Jutta Jerlich, Cisco Networking Academy Program Managerin Österreich.

In Österreich wird das Programm seit 1998 in Kooperation mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) durchgeführt und schafft somit die inhaltlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Das Programm erleichtert Lehrern den IT-Unterricht. In mehr als 165 Ländern gibt es mehr als 10.000 so genannte Cisco Networking-Akademien (CNA), die das Programm in die Praxis umsetzen. Die Fachhochschule St. Pölten war die erste Cisco Networking Academy (CNA) in Österreich.

"Die Partnerschaft mit dem führenden Hersteller Cisco ist nicht nur auf den Ausbildungssektor der Academy beschränkt, sondern spiegelt sich auch in gemeinsamen Projekten wider. So ist Cisco Austria Mitglied im Studiengangsbeirat für IT Security und stellt einen wichtigen Partner für Kooperationen mit der Wirtschaft dar", erläutert Studiengangsleiter Haag.

Insgesamt mehr als 200 Lehrende aus ganz Österreich folgten den Fachvorträgen auf der von der FH St. Pölten gemeinsam mit Cisco Systems Austria und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) organisierten Tagung.

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