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08.03.2013 :: Printausgabe 05/2013 :: Michaela Holy +Premium Content

Bildung über heimische Grenzen hinweg

Die Bildungskonferenz "Exporting Education" stellt Perspektiven, Erfahrungen und Beispiele für den Bildungsexport im ­Hochschulsektor vor. Laut WKO-Präsident Christoph Leitl habe Österreich "in allen Bildungsbereichen viel zu bieten".

© WKO





Der Bedarf an Bildung und Höherqualifizierung wächst. In Zeiten von Budgetknappheit wird aber immer öfter die Frage nach einem marktwirtschaftlicheren Zugang zum Thema Bildung gestellt. Die Bildungskonferenz "Exporting Education" der WKO und des Österreichischen Austauschdiensts (OeAD) hat dabei Perspektiven und Beispiele für den Bildungsexport im Hochschulsektor vorgestellt. "Wissenschaft und Forschung leben von Dialog und Austausch – über Landesgrenzen hinweg", stellte Minister Karlheinz Töchterle auf der Veranstaltung fest. Dabei würden zahlreiche Initiativen und Maßnahmen gesetzt, um diesen Austausch zu fördern, so Töchterle.
 
So seien Abkommen zur Förderung der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit Bulgarien, China, Indien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Ukraine und Ungarn zu nennen; oder auch bilaterale Kooperationen mit Hochschuleinrichtungen im Ausland. Auch der Co-Veranstalter OeAD sei eine wertvolle Anlaufstelle, so Töchterle, denn die Stipendien-Datenbank www.grants.at beispielsweise biete rund 1.100 Stipendien und Fördermöglichkeiten.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl betonte, dass für innovationsorientierte Volkswirtschaften Bildung ein wesentlicher Erfolgsfaktor geworden sei. Der Bedarf an Bildungsdienstleistungen würde international stark wachsen. "Nationale Bildungssysteme können diesen Bedarf oft nicht abdecken, die Nachfrage nach ausländischen Bildungsdienstleistungen ist daher groß. Bildung muss deswegen auch in Österreich als ein Gut gesehen werden, dass exportiert werden kann bzw. muss Bildung künftig als Wirtschaftsbranche definiert werden", sagte Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ. Österreich habe in punkto Bildungsexport bereits auch beachtliche Erfolge auf dem internationalen Markt zu verzeichnen und verfüge über eine respektable Zahl an Bildungsanbietern. Insbesondere der Export von Fachausbildungen zeigte bis dato enormes Exportpotenzial, dennoch stünde Österreich erst ganz am Anfang, so Landertshammer.

Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Austria, stellte das Export-Potenzial für Bildungsanbieter anhand des Vergleiches der letzten Jahre dar: "Während sich der Export von Bildungsdienstleistungen in zwölf Jahren zwischen 1995 und 2007 von sechs Millionen Euro auf zwölf Millionen Euro verdoppelte, fand eine weitere Verdoppelung der Exporte innerhalb von vier Jahren auf 24 Millionen Euro im Jahr 2011 statt." Allein aus dieser Zahl lasse sich das mögliche Potenzial und die gestiegene Bedeutung des österreichischen Bildungssektors im Ausland ablesen.

"VIEL ZU BIETEN"
Anlässlich der Bildungskonferenz "Exporting Education" fragt die COMPUTERWELT bei WKO-Präsident Christoph Leitl nach.

Computerwelt: Warum soll österreichische Bildung exportiert werden?
Christoph Leitl:
Der Bedarf an Bildung, Höherqualifizierung und Bildungsdienstleistungen wächst ständig. Gerade für wissensbasierende hochentwickelte Staaten ist das Thema Bildung von enormer Bedeutung für ein künftiges Mithalten im globalen Wettbewerb. Nationale Bildungssysteme können diesen Bedarf oft nicht mehr abdecken, die Nachfrage nach ausländischen Bildungsdienstleistungen ist daher groß. Bildung ist ein Gut geworden, das exportiert werden kann. Und das ist eine Chance für Österreichs Bildungsanbieter, weil wir in allen Bildungsbereichen – von der Dualen Ausbildung bis zum tertiären Sektor – viel zu bieten haben.

Gibt es Beispiele von Bildungsexport aus Österreich?
Österreich hat in punkto Bildungsexport bereits beachtliche Erfolge auf dem internationalen Markt zu verzeichnen. Insbesondere der Export von Fachausbildungen zeigt bis dato enormes Exportpotenzial. Alleine der größte österreichische Bildungsanbieter, das Wifi, hat in den letzten Jahren seine Ausbildungskonzepte exportiert und in fast allen Staaten Mittel- und Südosteuropas sowie in der Türkei eigene Institute gegründet.

Wohin gehen weitere Trends in dieser Richtung?
Grundsätzlich wird von Experten aktuell ein Potenzial an jährlichen Bildungsexporten in der Höhe von rund 300 Millionen Euro für Österreich gesehen. Dieses gilt es jetzt auch auszuschöpfen. Wir unterstützen dabei alle österreichischen Bildungsanbieter mit unserem Auslandsnetzwerk von über hundert Büros quer über den Globus und auch mit der gemeinsamen Exportoffensive 'go international' des Wirtschaftsministeriums und der WKÖ. (mi)

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