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08.03.2013 :: Printausgabe 05/2013 :: Michaela Holy +Premium Content

Technik-Förderung in Österreich

Um das Ausbildungsthema Technik breiter zu verankern, gibt es auch dieses Jahr wieder zahlreiche Initiativen und Ausbildungs­Erweiterungen, die dies zum Ziel haben. Hier sollen exemplarisch einige vorgestellt werden.

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So hat die FH Wiener Neustadt beispielsweise im Bachelor-Studiengang Mechatronik/Mikrosystemtechnik drei Spezialisierungen eingeführt: Engineering Management, Mechatronic Systems Design und Micro- & Nanoengineering. "Damit tragen wir nach einer Evaluierung den Entwicklungen und modernen Anforderungen Rechnung", erklärt Studiengangsleiter Wolfgang Haindl. Auch erwarten die Studierenden im Masterstudiengang Informatik einige Neuerungen. Mit querverbindenden Lehrveranstaltungen zwischen den Vertiefungen, oder mit neuen Modulen wie "Future Technologies", wurde der Studiengang neu justiert. "Aufgrund der  Erfahrungen der letzten Jahre werden wir in Zukunft mehr übergreifende Angebote anbieten", so Studiengangsleiterin Brigitte Rudel. Konkret betreffen die Änderungen die Spezialisierungen Softwarearchitektur und -design, IT-Management und Geoinformatik.

Auch schon der Kindergarten und die Volksschule sollen Kinder neugierig auf Naturwissenschaften und Technik machen, denn jede Förderung, die Kindern unter sechs Jahren zugute kommt, wirkt sich positiv auf ihren weiteren Bildungsweg aus. Die Fortbildungsinitiative "Kleine Forscher Österreich" soll das technische, sprachliche und soziale Verständnis von Kindern fördern. Pädagogen erhalten regelmäßig Weiterbildungsangebote, um die Erforschung von Phänomenen aus Naturwissenschaft und Technik auf spielerische Art in die Arbeit mit den Kindern einzubauen. Dazu starteten die Wirtschaftskammer Österreich und das Technische Museum Wien gemeinsam eine Fortbildungsinitiative für Wien, Niederösterreich und Burgenland.

"MINT 2020"
"Wir sind überzeugt, dass in der Frühförderung von MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik – und in einem spannenden, lebensnahen und sinnstiftenden Unterricht das größte Potenzial für mehr Begeisterung unserer ­Jugend für technische Berufsbilder und Technikverständnis liegt. Gleichzeitig wissen wir, dass nur eine Minderheit der Kinder in den Genuss eines solchen Unterrichts kommt. Dies wollen wir ändern", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, anlässlich der Präsentation des Unterrichtskonzeptes "MINT 2020". In Zusammenarbeit mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat die IV das Konzept entwickelt. "Dass uns Fachkräfte vor allem im Bereich der MINT-Fächer fehlen ist ein Faktum, und das liegt auch daran, dass sich unsere Jugend für diese Inhalte noch zu wenig interessiert. Es liegt an uns, sie dafür zu begeistern", sagte der IV-Generalsekretär. Bis 2020 werde es rund 30.000 zusätzliche Jobs für Ingenieure in Österreich geben. Das fehlende MINT-Interesse der Kinder dürfe man nicht einfach so hinnehmen, so Neumayer. Das Konzept zeige auf, wie schulischer Regelunterricht beschaffen sein muss, um Begeisterung für MINT zu entfalten und diese über die gesamte Schullaufbahn zu erhalten. Dafür würden pädagogische State-of-the-Art Methoden zum Einsatz kommen, die durch neue Elemente der Unterrichtsgestaltung ergänzt würden, wie zum Beispiel neue Unterrichtsfächer, Innovationstage oder MINT-Wochen.

Die FH Campus Wien wiederum bietet heuer zum vierten Mal im Auftrag des AMS Wien einen Vorbereitungslehrgang für technische Studienrichtungen an. Der Lehrgang bereitet arbeitssuchende Frauen auf ein IT-Studium und verwandte technische Studienrichtungen vor. Die Teilnehmerinnen werden von FH-Lehrenden unterrichtet und arbeiten gemeinsam in modernen Labors. Jene Absolventinnen des Vorbereitungskurses, die sich für ein Studium entscheiden, werden vom AMS im Rahmen von "Frauen in Handwerk und Technik" weiter gefördert. (mi)

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