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22.08.2013 Michaela Holy/pi

Technikcamp für Mädchen in Wien

25 Mädchen nahmen diese Woche am EXCITE Technikcamp teil. Veranstaltet wurde der einwöchige Workshop von IBM gemeinsam mit der Technologieagentur der Stadt Wien (ZIT) und der Österreichischen Computergesellschaft.

Tatjana Oppitz und Renate Brauner mit den teilnehmenden Mädchen.

© IBM/Josef Schuster

Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Tatjana Oppitz, Generaldirektorin der IBM Österreich, besuchten die Mädchen am Donnerstag. Das erfreuliche Fazit: Mädchen werden technikaffiner. Bereits seit Montag belebten Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren die IBM Büros in der Oberen Donaustraße 95. Der Grund: Sie sind Teilnehmerinnen am 3. EXCITE Technikcamp, das IBM heuer gemeinsam mit der Technologieagentur der Stadt Wien (ZIT) und der Österreichischen Computergesellschaft veranstaltet. Neben Geocaching, einem elektronischen Gebärdensprachdolmetscher und der "Ideenattacke! ZIT Forschungsstunde" absolvierten die Mädchen auch einen Ausflug ins Trickfilmstudio des ZOOM Kindermuseums und weitere spannende Workshops rund um Technik und Naturwissenschaften.

Am Donnerstag erhielten die Mädchen zudem prominenten Besuch: Vizebürgermeisterin Renate Brauner und IBM Generaldirektorin Tatjana Oppitz wollten sich die jungen weiblichen Techniktalente nicht entgehen lassen und wurden von deren Enthusiasmus angesteckt. Renate Brauner: "Ich bin begeistert über die Freude am Tüfteln, die ich heute erlebt habe. Wir brauchen diese Talente dringend in der Arbeitswelt! Dass noch immer nur weniger als ein Drittel aller Studierenden, die jedes Semester an der TU beginnen, Frauen sind, widerspricht nicht nur der gesellschaftlichen Gleichstellung, sondern damit gehen der Wirtschaft und Forschung wertvolle Talente verloren. Um das zu ändern, setzt die Stadt Wien mit verschiedensten Initiativen wie zum Beispiel dem Wiener Töchtertag sehr früh an, um Freude an Forschung und Technologie zu wecken."

Tatjana Oppitz ergänzt: "Es ist schön zu sehen, wie viel Energie und Enthusiasmus für Technik und Naturwissenschaft in den Mädchen steckt. Durch den Smartphone-Boom und die zunehmende Durchdringung des Alltags mit Technik erlebe ich die Mädchen heute weit technologieaffiner als noch vor wenigen Jahren", fasst Tatjana Oppitz ihre Eindrücke vom IBM EXCITE Camp zusammen. „Es ist unsere gesellschaftliche Aufgabe, diese Technologieaffinität weiter anzuheizen und Frauen in technischen Berufen zu fördern. Dabei muss man sehr früh ansetzen und Mädchen bereits im Alter von acht bis zwölf Jahren gezielt ansprechen. Technik ist relevant, macht Spaß und begeistert - das ist die Botschaft, die die jungen Mädchen vom Excite Camp mitnehmen. Und das ist die beste Basis dafür, später vielleicht einen technischen Beruf zu erlernen“, so Oppitz weiter.

Claus Hofer, ZIT-Geschäftsführer, erklärt den Grund für das Engagement: "Die ZIT engagiert sich seit Jahren mit spezifischen Förderangeboten, um mehr Frauen in die betriebliche Forschung zu bringen. Klar ist aber, dass man so früh wie möglich mit der Begeisterung für Forschung und Technik beginnen muss, um sich nicht über die fehlenden Technikerinnen beklagen zu müssen." Seit 2004 unterstützt die Technologieagentur der Stadt Wien (ZIT) mit einem umfassenden Maßnahmenpaket die Beteiligung von Frauen in Innovations- und Forschungsprojekten: Regelmäßig werden Förderwettbewerbe ausgeschrieben, die gezielt Frauen adressieren. Die gesamte Wirtschaftsagentur Wien Gruppe vergibt bei Förderungen einen zusätzlichen FemPower Bonus für Projekte, die von Frauen geleitet werden. Das Monitoring der Förderdaten zeigt, dass dadurch die Projektleitungen gerechter zwischen Frauen und Männern verteilt werden. Darüber hinaus berät das Mingo Frauenservice der Wirtschaftsagentur Wien seit 1999 Frauen bei der Unternehmensgründung.

Aus langjähriger Erfahrung im Bereich der Frauenförderung weiß IBM, dass Frauen die gleichen Talente und ebenso viel Begeisterung für IT-Berufe mitbringen wie Männer. Trotzdem liegt der Anteil von Frauen in IT-Berufen in Österreich immer noch durchgehend unter 20 Prozent. Mithilfe aktiver Förderung und gezielter Diversity-Programme ist es IBM Österreich in den letzten Jahren gelungen, den Frauenanteil auf 30 Prozent zu steigern. "Eine durchaus beachtliche Leistung in der IT-Branche, aber immer noch kein gerechter Anteil – es gibt also immer noch viel zu tun", resümiert Tatjana Oppitz, seit 2011 die erste Frau an der Spitze von IBM Österreich. "Mindestens gleich wichtig wie der Anteil von Frauen im Unternehmen insgesamt ist es allerdings, dass sich diese Frauenpower auch in den Führungspositionen widerspiegelt", so Oppitz. 2013 ist fast jede dritte Führungskraft bei IBM in Österreich weiblich. Der Grundstein für die Wahl eines technischen Berufes wird bereits in der Kindheit gelegt. Daher engagiert sich IBM seit vielen Jahren und unterstützt Mädchen und junge Frauen dabei, ihre IT-Talente zu entdecken. In Initiativen wie dem "Wiener Töchtertag" und "EXCITE-Technikcamps" bietet IBM gezielt Mädchen die Möglichkeit, in technische Berufe zu schnuppern und sich mit dem kreativen Potenzial von Technologien vertraut zu machen.

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