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26.04.2012 Kimberley Campbell*

Wie wird Österreich Startup-freundlicher?

Unternehmensgründungen in den USA sind schon lange gang und gebe, hier gibt es genug Geld von zahlungskräftigen Investoren und auch ein dichtes Netzwerk. Auch Berlin, Paris oder London sind sehr gute Standorte für Startups. Wien als Ballungszentrum und als Tor zum Osten hinkt noch etwas hinterher, das Potenzial allerdings wäre vorhanden.

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In den vergangenen Wochen ist wohl keiner an dem Instagram-Deal vorbeigekommen. Eine aus den USA stammende Foto-Sharing-App, die für eine Milliarde Dollar an Facebook verkauft wurde, und das rund um das Gründer-Paradies Silicon Valley: US-Gigant kauft US-Startup. Der Klassiker. Dies lässt wieder alle Welt in die USA schauen, den Drahtzieher, wenn es um Tech-, Web- und Mobilebusiness geht.

Auch die Studien von Bjoern Herrmann, Max Marmer und Ertan Dogrultan im Rahmen des Startup Genome Projekts kamen zu dem Ergebnis, dass nach wie vor die US-Städte San Francisco, Palo Alto, San Jose, Oakland (Silicon Valley) und New York das beste Ökosystem für Startups bieten. Hier gibt es genug Geld von zahlungskräftigen Investoren und auch ein dichtes Netzwerk. Sicherlich spielt auch die Denkweise eine Rolle, ist man dort doch äußerst offen, Risikokapital in Jungunternehmen zu investieren. Allerdings kam die Studie auch zu dem Ergebnis, dass sich die Situation in den letzten Jahren zum Positiven verändert hat. So müssen Startups ihr Glück nicht ausschließlich in den USA suchen, sondern können auch europaweit zum Erfolg kommen.

Ein gründerfreundliches Ökosystem bieten beispielsweise London, Paris und Berlin. Auf den zweiten Blick lassen sich die Ursachen dafür schnell finden. Ein entscheidender Pull-Faktor für London liegt in dem vergleichsweise einfachen Zugang zu Kapital und in der Agglomeration; auch aus bürgerrechtlicher Perspektive ist London günstig. Fraglich ist jedoch, wie viele Neugründer sich die hohen Lebenserhaltungskosten leisten können. Hier bietet Berlin einen klaren Vorteil, gebündelt mit den ebenfalls guten Möglichkeiten, an Kapital zu gelangen. 

Doch wie Startup-freundlich ist Österreich? Wien als Ballungszentrum und als Tor zum Osten bietet genügend Potenzial für Jungunternehmer, doch entscheidende Komponenten fehlen, um Wien als Gründerparadies zu etablieren. So sind auch hier die Lebenserhaltungskosten im Vergleich zur deutschen Hauptstadt wesentlich höher, und Investitionen werden nicht gerade in junge Ideen getätigt, sondern eher in Immobilien, Aktien oder Ähnliches. Auch auf politischer Ebene gibt es noch die einen oder anderen Defizite. Dabei schafften Jungunternehmen im Laufe der letzten Jahre deutlich mehr Arbeitsplätze als etablierte Unternehmen und kurbeln damit kräftig die Wirtschaft an. 

Wenn es darum geht, eben diese Faktoren bewusst zu machen und den richtigen Denkanstoß zu geben, ist hierzulande das Unternehmen STARTeurope führend. STARTeurope wird vom 29. bis 31. Oktober im Rahmen des Pioneers Festivals in der Wiener Hofburg Europas Pioniere vereinen. Dazu werden derzeit europaweit Botschafter rekrutiert, die die stärksten Startups ihres Landes nach Wien vermitteln und damit beweisen, dass innovative Technologien auch aus Europa stammen können. Mit 2.500 internationalen Gästen hat Wien die Chance, sich als »gründerfreundlich« zu beweisen und damit die Möglichkeit, mehr Innovative in Wien anzusiedeln. Es braucht eben erst den »Push« ,um dauerhaft einen Pull-Faktor zu bieten.

* Kimberley Campbell ist Head of Communications bei STARTeurope.

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