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02.08.2012 :: Printausgabe 16/2012 :: Michaela Holy/pte +Premium Content

Bildung durch E-Learning nimmt zu

Hochschulbildung für alle: Immer mehr Bildungsinstitute bieten ihre Kurse auch online an – nicht nur für die eigenen Studenten.

© Fotolia / LS





Die neuen Möglichkeiten des elektronischen Lernens im Internet könnten nicht nur die Hochschulbildung bald grundlegend verändern. Immer mehr Bildungseinrichtungen greifen auf E-Learning-Inhalte zurück oder bieten selbst welche an. In den USA haben sich aktuell ein Dutzend führende Universitäten mit dem E-Learning-Dienstleister Coursera zusammengetan, um einzelne Kurse über das Web auch außerhalb des angestammten akademischen Umfelds anbieten zu können. Insgesamt sollen so mehr als hundert Lehrveranstaltungen völlig kostenfrei verfügbar sein und Millionen von Studenten rund um den Globus anlocken. »Das ist wie ein Tsunami. Die Vorteile dieses Experiments sind derart vielversprechend, dass es aus meiner Sicht nur schwer vorstellbar wäre, dass irgendeine der wichtigsten Forschungsuniversitäten nicht bei diesem Projekt dabei sein möchte«, zitiert die New York Times Richard DeMillo, Leiter des Center for 21st Century Universities am Georgia Institute of Technology. »Die Leute haben ein großes Interesse an diesen Online-Kursen«, bestätigt Molly Corbett Broad, Präsidentin des American Council on Education (ACE).

Die Nachfrage nach Online-Inhalten ist dabei enorm: Schon vor der aktuellen Expansion verfügte Coursera eigenen Angaben zufolge über insgesamt 580.000 registrierte Studenten. Bislang standen allerdings lediglich 43 Kurse zur Verfügung, die gemeinsam mit den Partneruniversitäten Michigan, Princeton, Stanford und Pennsylvania angeboten werden. Nun kommt eine ganze Reihe namhafter Bildungseinrichtungen wie etwa das California Institute of Technology oder die John Hopkins University dazu. Durch die Erweiterung erhöht sich die Zahl der angebotenen Vorlesungen auf über hundert. Ein großer Nachteil ist allerdings, dass Nutzer der Online-Kurse nicht wie auf der Universität mit einem akademischen Grad, sondern lediglich mit einem Beleg über ein »erfolgreiches Abschließen« belohnt werden. Aber auch hier zeichnet sich bereits ein Umdenken ab. So hat beispielsweise die University of Washington anklingen lassen, schon im Herbst ein eigenes Credit-System an den Start bringen zu wollen, das auch Online-Studenten zu einem echten Abschluss verhilft.

APPLE WILL MITMISCHEN

Auch Apple strebt seit geraumer Zeit an, das iPad als Lehrinstrument zu etablieren. Nun veröffentlichte der Konzern ein Update für seine Applikation iTunes U, die es Lehrern ermöglicht, Lektionen hochzuladen. Nutzer können sich nun kostenlos mit Vorträgen aus aller Welt fortbilden. Die neuen Funktionen richten sich vor allem an Grundschullehrer, die in den Klassen iPads verwenden und erlauben ihnen bis zu zwölf Lektionen zu veröffentlichen. In den Online-Vorträgen können die Lehrer auf verschiedene Lehrpläne, iBooks, Apps oder Präsentationen verweisen. Eine zusätzliche Erweiterung der App ist die Möglichkeit, Notizen in Videos abzuspeichern. Eine der ersten Bildungsinstitutionen im deutschsprachigen Raum, die bereits auf die neue Technologie setzt, ist die Universität Innsbruck. Seit 2009 werden ausgewählte Vorlesungen, Vorträge und Studieninformationen kostenlos auf iTunes angeboten.

Bisher mussten sich Lehrer einem Prüfungsverfahren unterziehen, um Lektionen auf der Apple-Plattform veröffentlichen zu dürfen. Der Fundus von iTunes U umfasst mittlerweile 500.000 Vorträge von tausend Universitäten. In sechs Jahren wurden rund 700 Mio. Lektionen heruntergeladen. Bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen erklärte Apple-CFO Peter Oppenheimer, dass man einen neuen Rekord aufgestellt habe. »Wir konnten unsere Verkaufszahlen in diesem Sektor fast verdoppeln.« Laut offiziellen Angaben verkaufte Apple rund eine Mio. iPads an US-Bildungseinrichtungen. (mi/pte)

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